Diese Mikro-Autos sind technisch hochgerüstet

Kennen Sie Kei-Cars? Jene Winzautos aus Japan, die für unsere Augen reichlich bizarr wirken. Doch die Optik hat einen Grund, nämlich gesetzliche Vorgaben, weil Kei-Cars weniger Steuern zahlen müssen und die Pflicht zum Parkplatznachweis entfällt. Besonders der letzte Punkt ist in japanischen Großstädten von immenser Bedeutung. Kein Wunder also, das Kei-Cars in Japan rund ein Drittel der Neuzulassungen ausmachen. Von diesem Kuchen will auch Mitsubishi etwas abhaben und stellt nun den eK Wagon und den eK X vor.

Beide Fahrzeuge entstehen in einem Joint-Venture mit Nissan, kaum ein japanischer Hersteller entwickelt Kei-Cars komplett alleine. In Europa ist das bei Kleinstwagen nicht anders, denken wir nur an den Toyota Aygo und dessen Ableger. Doch zurück zu Mitsubishi eK Wagon und eK X. Ihre Abmessungen sind vorgegeben: 3,39 Meter Länge, 1,475 Meter Breite und zwei Meter Höhe. Infolgedessen bauen die eK-Modelle in die Höhe, um mehr Platz im Innenraum zu schaffen.

Im Design unterscheiden sich eK Wagon und eK X voneinander: Der Wagon ist laut Mitsubishi nach dem "Cute Chic"-Konzept designt worden, während der X ein "Cute Beast" sein soll. Tatsächlich ist das niedliche Biest, so die Übersetzung, kantiger und SUV-lastiger als sein Bruder. Interessant: Beide Modelle gibt es optional mit Allradantrieb. 

Auch die Motorengröße schreibt der japanische Staat den Kei-Cars vor: 660 Kubik und maximal 64 PS. Um flotter unterwegs zu sein, verpasst Mitsubishi dem Dreizylinder der eK-Modelle im eK X einen Turbo plus Mildhybrid. Unterhalb von 13 km/h wird der Verbrenner gestoppt.

In Sachen (optionaler) Ausstattung fährt Mitsubishi ein Angebot auf, wie man es eher aus deutlich größeren Fahrzeugen kennt: LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, 9-Zoll-Touchscreen, Abstandstempomat und Spurhaltung.

Besonders interessant sind zwei Features: Der sogenannte MI-Pilot assistiert auf längeren Strecken bei Gas, Bremse und Lenkung. Der "Wheel Angle Indicator" zeigt beim Einparken die Einschlagsrichtung der Räder und ihren Winkel an.

Die Preise starten in Japan bei 1.296.000 Yen (rund 10.450 Euro) für den eK Wagon, der eK X startet bei 1.414.800 Yen, das sind etwa 11.400 Euro. Topmodell ist der eK X Turbo 4WD für 1.765.800 Yen, umgerechnet 14.228 Euro. Pro Monat will Mitsubishi 4.000 Exemplare der eK-Reihe unter das japanische Volk bringen.

Bildergalerie: Mitsubishi eK Wagon eK X