Die Optik ist großartig, aber der Wagen wird wohl nie kommen

Koreaner scheinen ein Händchen für gelungene Renderings zu haben, denken wir nur an den formidablen Alfa-Romeo-Lastwagen von Taekang Lee. Jetzt hat sich sein Landsmann Yeonjoon Park etwas mindestens genauso Gutes ausgedacht. Wie wäre es mit einem sportlichen Roadster von Hyundai und dessen Hochleistungssparte N? Schlicht "N Roadster" genannt? Zugegeben: Herrn Parks Rendering vermischt Elemente bekannter Roadster (Z4, TT) mit Hyundai-Design. Aber so ein günstiger Rivale für den Mazda MX-5 wäre schon großartig. Allein deswegen, weil es kaum Konkurrenten gäbe.

Bildergalerie: Hyundai N Roadster Rendering

Vorne scheint die Frontschürze des N Roadsters direkt vom Hyundai Veloster zu kommen, hat aber größere Einlässe in den Ecken. Kanäle hinter den Vorderrädern würden wahrscheinlich kühle Luft zu den Bremsen fächern, um sie bei starker Fahrt kühl zu halten. Die lange, ziemlich flache Haube erinnert an den Audi TT, vor allem in Kombination mit dem sechseckigen Kühlergitter.

Yeonjoon Park gibt seinem N Roadster eine Art "Sanduhrform", die den Fahrgastraum nach innen verengt und an den hinteren Kotflügeln an beiden Seiten wieder breiter wird.

Die Render zeigen den N Roadster mit einem festen Klappdach. Diese Konfiguration würde einen besseren Komfort bieten, wenn das Wetter kühl wird, aber auf Kosten des Gewichts und der Komplexität. Ein besserer Kompromiss könnte ein leichtes, manuelles Verdeck mit der Möglichkeit ein Hardtop zu installieren, wann immer der Besitzer es für notwendig hält.

Aus der hinteren Dreiviertelperspektive erinnert der N Roadster leicht an den Fiat 124 Spider. Das kurze Heck ist ein klassisches Element für einen Sportwagen. Der kleine Flügel sorgt für einen sportlichen Touch, obwohl das Design ohne ihn sauberer aussehen würde.

Leider gibt es absolut keine Anzeichen dafür, dass Hyundai beabsichtigt, in den Roadster-Markt einzusteigen. Tatsächlich erscheint die Aussicht eher unwahrscheinlich, da der Markt hierfür derzeit in den meisten Ländern der Welt schwach ist. Allerdings hatte Hyundai-Chefdesigner Thomas Bürkle uns einmal verraten, dass eine Art MX-5 von Hyundai sein Traum sei. Das Problem dürfte neben dem Vertrieb auch die Ingenieure sein. Eine geeignete Plattform mit Hinterradantrieb liegt nicht auf der Hand. Sollte man stattdessen einfach den frontgetriebenen i30 N hernehmen? Die Motoren mit 250 und 275 PS Leistung wären attraktiv, bei wenig Gewicht reicht sogar der 1.4 T-GDI mit 140 PS. 

Schließlich gibt es noch ein weiteres Totschlagargument: Einem Hyundai Roadster würde der über Jahrzehnte gewachsene, verkaufsfördernde Mythos des Mazda MX-5 fehlen. Und selbst er mutiert inzwischen auch zum Fiat 124 Spider, damit die Stückzahlen sich einigermaßen rechnen.

Quelle: Yeonjoon Park via Behance