Mutiert das Muscle Car zum Familenauto?

Ford plant, sich in den USA künftig ganz auf SUVs und Pick-ups zu konzentrieren. Dagegen sollen "Cars" (zu denen die SUVs und Trucks nach US-Sprachgebrauch nicht gehören) wie der Fiesta und der Focus sowie der in den USA unter dem Namen Fusion verkaufte Mondeo künftig nicht mehr angeboten werden. Es bleibt lediglich der Mustang. Da dann die normalen Vier- und Fünftürer fehlen würden, könnte es bald eine viertürige Mustang-Version geben. Klingt für Sie wie an den Haaren herbeigezogen? Nun, angeblich war kürzlich bei einem Ford-Händlertreffen im Oktober von dem Viertürer-Mustang die Rede.

Die Gerüchte haben die Vorstellungskraft von Photoshop-Meister Kleber Silva befeuert und ihn zu einem Rendering angestiftet. Das Pony-Abzeichen am Heck deutet eigentlich auf die EcoBoost-Motorisierung hin. Doch nach den Gerüchten soll der Viertürer einen großen V8 bekommen. Interessanterweise aber nicht den bekannten 5,0-Liter-Saugmotor aus dem Mustang GT, sondern einen Turbo.

Ford Mustang Sedan render

Der neue Viertürer ist nicht zu verwechseln mit dem rein elektrisch angetriebenen SUV auf Basis des Mustang, der oft als Mach 1 bezeichnet wird. Der Viertürer soll einen längeren Radstand als die zweitürigen Coupé- und Cabrio-Modelle haben, um mehr Platz zu bieten. Die Dachlinie soll nach hinten abfallen, damit sich eine ähnlich sportliche Optik wie bei Audi A7 Sportback oder Porsche Panamera ergibt. Außer mit diesen Modellen soll der viertürige Mustang auch mit dem Mercedes CLS und dem Mercedes-AMG GT 4-Türer konkurrieren.

Ein viertüriger Mustang würde besser zu Fords Nobelableger Lincoln passen, sagen Sie? Vielleicht, aber die familienfreundliche Version soll die Ford-Pflaume tragen -- obwohl das Auto deutlich mehr kosten wird als ein normaler Mustang GT.

Ob es tatsächlich einen Mustang mit Fondtüren geben wird, wissen wir noch nicht. Auch ob es die Hybridversion geben wird, die kürzlich in einer Ford-Werbung mit Bryan Cranston auftauchte, ist noch nicht klar. Diese kommt ohnehin erst für die nächste Mustang-Generation in Betracht. Und die wurde angeblich um ein Jahr verschoben. Automotive News berichtete kürzlich, der nächste Mustang würde erst im Jahr 2021 starten. Er soll dann auf einer neuen modularen Plattform basieren, die auch ein heckbetonten Allradantrieb ermöglicht.

Rendering-Bilder: Kleber Silva / Behance