Ein Gran Turismo mit Elektroantrieb -- oder mit V8

Im fünfhundertsten Todesjahr von Leonardo da Vinci widmet Italdesign dem italienischen Genie seine neueste Designstudie. Der Italdesign DaVinci ist ein Gran Turismo mit Elektroantrieb. Auf einer Länge von 4,98 Meter und einem Radstand von 2,90 Meter bietet er Platz für vier Passagiere. Zu den Charakteristika gehört auch eine Bodenfreiheit von nur 12 Zentimeter.

Beim DaVinci verwendet Italdesign einige von früheren Designstudien bekannte Elemente. So wurde der "Y Duct" des Italdesign Zerouno von 2017 erneut verwendet. Wegen des Elektroantriebs ist kein herkömmlicher Kühlergrill nötig. Seine optische Funktion übernehmen die Öffnungen des Y-förmigen Luftkanals. Hier sehen Sie die Front des DaVinci und des Zerouno (in Hellgrau) im Vergleich:

Italdesign DaVinci-Konzept
Italdesign Zerouno (2017)

Auch das im GTZero von 2016 erstmals vorgestellte Sechseckelement, findet sich beim DaVinci, unter anderem am Lufteinlass der Fronthaube. Auch die mit OLED-Technik arbeitenden Heckleuchten bestehen aus sechs "Blütenblättern". Das Heck soll an die italienische GT-Tradition erinnern.

Italdesign DaVinci-Konzept

Im Cockpit gibt es drei Bildschirme: einer als Ersatz für die traditionellen Instrumente, einer vor dem Beifahrer und ein dritter im Mitteltunnel. Mit dem mittigen Display steuert man das Infotainment, die Klimatisierung und mehr. Die Klimatisierung im Fond wird über Tasten im hinteren Teil des Mitteltunnel geregelt, die direkt in die Alcantara-Polsterung integriert sind.

Italdesign DaVinci-Konzept

Der Wagen kann zwei Elektromotoren aufnehmen, einen an der Vorder- und einen an der Hinterradachse. Für die Batterien ist Platz im Boden vorgesehen. Der Wagen würde sich aber auch für einen Verbrennungsmotor, (insbesondere einen 4,0-Liter-V8) eignen. Der Mitteltunnel könnte für die Kardanwelle eines Allradantriebs genutzt werden.

Das Auto steht auf 22-Zoll-Reifen vom Typ Pirelli P Zero Elect. Der neue Zusatz "Elect" kennzeichnet Reifen, die speziell für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge entwickelt wurden. Sie sollen einen geringen Rollwiderstand und eine Verringerung des Rollgeräuschs mit gutem Grip kombinieren.

Die Studie wurde so konzipiert, dass sie mit wenigen Anpassungen in Serie gehen könnte. Zu den wenigen reinen Showcar-Merkmalen gehören die Flügeltüren.

„Die Projekte, die wir während der Automobilmessen vorstellen, sind kein Selbstzweck", so Italdesign-Chef Jörg Astalosch. "2017 und 2018 haben wir gezeigt, dass wir mit der Marke Automobili Speciali und dem Projekt Zerouno in den Markt der streng limitierten Serienproduktion einsteigen können. In diesem Jahr kehren wir zu unseren Wurzeln zurück: Das Ziel des DaVinci ist es, die Branche mit einer konkreten Vision zu stimulieren und schnell einsatzbereit zu sein."

Bildergalerie: Italdesign DaVinci Concept