Neue B-Varianten sollen 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen

Volvo wertet sein großes SUV auf: Ab Mai 2019 präsentiert sich der XC90 innen und außen dezent verfeinert. Wichtiger ist jedoch eine neue Mildhybrid-Version namens B5 AWD. Dabei dürfte B für Brake (Bremse) stehen, denn das Auto kombiniert einen bekannten Verbrennungsmotor mit einer verbesserten Bremsenergie-Rückgewinnung.

Zur Technik macht Volvo noch keine detaillierten Angaben. Insbesondere sagt die Marke nicht, ob es sich um ein System mit 12 oder mit 48 Volt handelt. Auf der Volvo-Website wird jedoch die Mildhybrid-Technologie mit 48 Volt vorgestellt. Die E-Maschine hilft bei einem Mildhybrid-System nicht beim Antrieb, so Volvo.

Beim nun vorgestellten System wird vor die beim Bremsen freigesetzte kinetische Energie "mit Hilfe eines Brake-by-Wire-Systems zurückgewonnen und in elektrische Energie umgewandelt", so Volvo. Unter Alltagsbedingungen soll das Mildhybridsystem bis zu 15 Prozent Sprit sparen. Die neuen Mildhybride sind an einer neuen Nomenklatur erkennbar, die mit B beginnt. Die von Volvo veröffentlichte Tabelle nennt folgende Motorisierungen:

T5 AWD 250 PS 7,9 l/100 km
T6 AWD 310 PS 8,1 l/100 km
T8 Twin Engine AWD (Plug-in-Hybrid) 304 + 87 PS 2,2 l und 17,5 kWh /100 km
B5 AWD 235 PS 6,0 l/100 km

Der B5 AWD dürfte den (zum Beispiel im XC60 angebotenen) D5 mit ebenfalls 235 PS unter der Haube haben. Es geht also um Diesel-Mildhybride. Auch im XC60 soll es solche B-Versionen geben -- vermutlich ebenfalls einen B5. Überhaupt will Volvo das Mildhybridsystem allmählich Standard in allen Modellen werden lassen, und das künftig auch bei Benzinern. So kommt Volvo auch seinem Ziel näher, bis Mitte des nächsten Jahrzehnts (also etwa 2025) alle seine Fahrzeuge zu elektrifizieren.

Für die 60er- und 90er-Baureihen gibt es außerdem verbesserte Plug-in-Hybrid-Antriebe: Sowohl der T8 Twin Engine wie der schwächere T6 Twin Engine verfügt über eine neue Batterie und ein verbessertes Brake-by-Wire-System. Ob sich dadurch die elektrische Reichweite verändert, sagt Volvo noch nicht.

Volvo XC90 Facelift

Zu den optischen Änderungen gehören neue Räder und Außenfarben sowie ein anderer Grill. Innen gibt es neue Materialien und zusätzliche Personalisierungsmöglichkeiten. Die Komfortsitze bekommen Bezüge aus einer besonderen Wollmischung. 

Im Bereich Sicherheit bietet der XC90 jetzt sowohl für das City-Notbremssystem als auch für den Totwinkelwarner eine Lenkunterstützung. Der im XC60 eingeführte Spurhalteassistent (Oncoming Lane Mitigation) ist künftig auch im XC90 an Bord – wie auch der Querverkehrsassistent fürs Rückwärts-Ausparken (Cross Traffic Alert) mit erweiterter Notbremsfunktion. Die Smartphone-Integration unterstützt nun neben Apple CarPlay auch Android Auto, außerdem ist der Musikstreaming-Dienst Spotify ins Infotainment-System integriert.

Vermutlich steht der modifizierte XC90 auf dem Genfer Autosalon. Ab Mitte März 2019 kann er bestellt werden und produziert wird er ab Mai 2019 im Stammwerk Torslanda. 

Bildergalerie: Volvo XC90 Facelift (2019)