Können wir schon in sechs Jahren alle Staus überfliegen?

Schon im Jahr 2025 könnten die ersten autonomen Flugtaxis in den Großstädten der Welt unterwegs sein. Das prophezeit nun eine Studie der Unternehmensberatung Horváth & Partners. Im Jahr 2050 könnte es danach weltweit drei Millionen Flugtaxis geben, in denen die Passagiere auf festgelegten Routen die Staus überfliegen. Künftig könnten die Kunden dann zwischen autonomen Fahrzeugen und autonomen Flugtaxis wählen.

Die Studienautoren gehen von drei Phasen aus. Ab 2025 könnten Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern und großen Verkehrsproblemen als Pioniere auftreten, aber auch dicht besiedelte Regionen wie das Ruhrgebiet. Ab 2035 könnten sich Flugtaxis in nahezu allen Metropolen durchsetzen. Bis 2050 werden sich Flugtaxis dann auch auf Städte mit 600.000 Einwohnern ausweiten, so die Studie Urban Air Mobility.

Flugtaxi-Studie von Horváth & Partners

Deutsche Premium-Autohersteller wie Audi oder Daimler könnten durch ihr Renommée einen Vertrauensvorsprung haben, so Studienleiter Daniel Guffarth. Autonome Flugvehikel wurden schon von Audi/Airbus sowie kürzlich von Boeing vorgestellt, Daimler ist an dem Start-up-Unternehmen Volocopter beteiligt.

Bildergalerie: Volocopter entwickelt elektrisch angetriebenes Flugtaxi

Flugtaxis könnten im Lauf der nächsten Jahrzehnte also zum Milliardengeschäft werden. Die Hersteller der Flugvehikel werden dabei aber nur wenig von der Wertschöpfung abkriegen, so die Studie. Der Hauptteil der Wertschöpfung (55 Prozent) soll auf Flugvermittler und begleitende Dienste abfallen, auf den Betrieb etwa 30 Prozent, währen die Produktion der Drohnen nur fünf Prozent ausmacht.

Quelle: Horvath & Partners

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