So sah der amerikanische Bruder des Smart Roadster aus

Name: Dodge Slingshot

Premiere: North American International Auto Show 2004 in Detroit

Technische Daten: Smart Roadster als Basis, 101-PS-Dreizylinder als Heckmotor, manuelles Fünfgang-Getriebe, Hinterradantrieb

Hintergrund:

Als "Hochzeit im Himmel" wurde einst die Ehe von Daimler und Chrysler (1998 bis 2007) bezeichnet. Sie führte zu Autos wie dem Chrysler Crossfire auf Mercedes-SLK-Basis. Und beinahe zu einem US-Derivat des Smart Roadster.

Der Dodge Slingshot (englisch für Steinschleuder) sah nicht so extravagant aus wie das Spenderauto, der Smart Roadster. Das Konzept war auf "maximalen Spaß und maximale Funktion" ausgelegt ist, dazu passten auch die Zutaten: Hinterradantrieb, Heckmotor, Schaltgetriebe und Allrad-Einzelradaufhängung. Ihr lest richtig. Ausgerechnet im Automatik-Land USA flog das automatisierte Schaltgetriebe (die Achillesferse des Smart Roadster) raus und wurde durch eine manuelle Fünfgang-Schaltung ersetzt.

Daran gekoppelt war der Brabus-Dreizylinder mit 101 PS Leistung, der im Smart knapp unter zehn Sekunden für den Sprint auf 100 km/h brauchte. Dodge versprach einen Verbrauch von 45 Meilen pro Gallone, umgerechnet 5,2 Liter auf 100 Kilometer.

Die Dachkonstruktion übernahmen die Amis vom Smart Roadster: Ein Faltdach plus abnehmbare Dachholme für ein targa-ähnliches Ergebnis. Leider blieb der Dodge Slingshot strikt ein Konzept. Er hätte sich als günstiger Kleinst-Sportler empfohlen, ähnlich wie die niedlichen Kei-Autos aus Japan vom Schlage eines Daihatsu Copen oder Suzuki Cappuccino. Ein Problem dürfte der potenziell recht teure Export in die USA gewesen sein, da man den Slingshot wohl parallel zum Smart Roadster im Elsass gefertigt hätte.

Bildergalerie: Dodge Slingshot Concept (2004)