Keine Turbos, aber etwas mehr Power für den nächsten Hardcore-Elfer

Die erste "normale" Variante des neuen Porsche 911 ist vorgestellt und getestet haben wir sie auch schon. Höchste Zeit also, den Blick nach vorne zu richten. Wer die übliche Modell-Strategie beim Elfer kennt, weiß nämlich: Da kommt noch einiges auf uns zu. Darunter auch die heilige Kuh eines jeden Sportfahrers - der 911 GT3 RS. Viel ist schon jetzt über den nächsten Hardcore-Elfer diskutiert worden. Kriegt er erstmals Turbos, bleibt es beim Saugmotor? Nun, heute können wir Ihnen ein paar schmackhafte neue Details liefern, die das australische Automagazin Wheels beim Fahrtermin des neuen 992 herausgefunden hat.

Die Kollegen von Down Under sprachen mit dem scheidenden 911-Entwicklungschef August "Gustl" Achleitner über das kommende RS-Modell und der verkündete, dass man hier eine Evolution des 4,0-Liter-Saugmotors zum Einsatz bringen werde. Sprich, es bleibt bei der altbewährten Erfolgsformel: Heckantrieb, Leichtbau und ein schreiender Saugmotor, der 9.000 Touren dreht. Achleitner sagt jedoch, dass es ein paar PS mehr und eine minimale Erhöhung des Hubraums geben könnte. So minimal, dass es bei 4,0 Liter bleibt. Aktuell verfügt die Maschine im GT3 RS über 3.996 ccm.

Eine Möglichkeit wäre der Motor aus dem aktuellen GT3-R-Rennauto. Der hat 4.000 ccm. Achleitner bestätigte, dass es bei der Entwicklung des neuen GT3-RS-Motors eine enge Verbindung zwischen Straßen- und Rennauto geben werde. Es wäre das Hubraum-stärkste Aggregat, dass je in einem Elfer Platz nahm. Im GT3-R-Rennwagen leistet es aktuell 550 PS.   

In Sachen Getriebe wird der 992 GT3 RS komplett auf Bewährtes vertrauen. Das deutlich schwerere 8-Gang-Dopplekupplungsgetriebe des neuen 911 Carrera wird nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen bleibt es beim 7-Gang-PDK. Wer einen Handschalter will, wird wie bisher wohl auf den Nicht-RS GT3 zurückgreifen können.

Das Gewicht des nächsten RS wird wohl auf dem Niveau des Vorgängers (1.430 Kilo) bleiben. Der Bericht erwähnt jedoch, dass es eine kleine Diät geben könnte. Auch an der ohnehin schon sehr komplexen Aerodynamik soll weiter gefeilt werden. Innen ergeben sich laut Achleitner durch das neue digitale Instrumentendisplay mehr Möglichkeiten, Rennstrecken-Telemetrie verzögerungsfrei ins Blickfeld des Fahrers zu bringen.  

Wann der neue 911 GT3 RS auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Vor Mitte bis Ende 2020 würden wir aber nicht damit rechnen. 

Quelle: Wheels

Bildergalerie: 2018 Porsche 911 GT3 RS