Nissan krempelt Qashqai-Motorenpalette um
1.3 DIG-T ersetzt 1.2 DIG-T und 1.6 DIG-T, die Allradversion entfällt
Mit neuen Motoren rollt der Nissan Qashqai in den Herbst: Zum einen ersetzt ein neuer 1,3-Liter-Turbobenziner (1.3 DIG-T) mit zwei Leistungsstufen die bisherigen 1,2-Liter- und 1,6-Liter-Turbomotoren (1.2 DIG-T und 1.6 DIG-T). Der 1,5-Liter-Diesel hat künftig mehr Leistung und wird mit SCR-Katalysator ausgeliefert. Beide Triebwerke sind mit Frontantrieb kombiniert und erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 6d-Temp.Der 1.6 dCi und die damit kombinierte Allradversion entfallen.
Der Benziner mit 1.332 ccm Hubraum ist unter anderem vom Renault Megane und der neuen A-Klasse (A 160, 180 und 200) von Allianzpartner Mercedes bekannt. Im Qashqai wird er mit 140 und 160 PS angeboten. Die Einstiegsversion entwickelt ein Drehmoment von 240 Newtonmeter und ist stets mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die Topmotorisierung entwickelt 260 Newtonmeter. Erstmals in einem Nissan-Volumenmodell ist für diese Motorisierung alternativ ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT), mit dem das Maximaldrehmoment auf 270 Newtonmeter steigt. Bisher gab es den Qashqai optional ein CVT-Getriebe, das nun offenbar ersetzt wird.
Der Ottomotor verfügt über einen Benzinpartikelfilter und ein neues Motordesign, das gemeinsam mit weiteren Verbesserungen unter anderem an Einspritzsystem und Turbolader die Effizienz steigert. Neben einem reduzierten Kraftstoffverbrauch und geringeren CO2-Emissionen profitieren Autofahrer von einem sanfteren Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen, einer zügigeren Beschleunigung und schnelleren Überholmanövern, so Nissan. Durch die längeren Wartungsintervalle – der Ölwechsel wird erst nach 30.000 statt 20.000 Kilometern fällig – sollen zudem die Betriebskosten sinken.
Komplettiert wird die Motorenpalette von dem weiterentwickelten 1.5 dCi, bei dem mehr als 90 Prozent der Komponenten überarbeitet wurden. Der Selbstzünder leistet nun 115 PS, was einem Plus von fünf PS entspricht. Das maximale Drehmoment liegt unverändert bei 260 Newtonmeter, lässt sich über die neue Overboost-Funktion jedoch kurzfristig steigern: Für 15 Sekunden stehen fünf weitere PS und 25 Newtonmeter zusätzlich zur Verfügung. Neu ist auch die Abgasreinigung mit Adblue-System. Der zweite Diesel, der 1.6 dCi mit 130 PS, entfällt künftig, und damit auch die einzige Allradversion.
Der Nissan Qashqai ist ab sofort zu Preisen ab 21.350 Euro (Visia 1.3 DIG-T mit 140 PS) bestellbar. Bisher begann die Preisliste schon bei 20.490 Euro, dafür bekam man aber auch nur den 115 PS starken 1.2 DIG-T. Die neue 160-PS-Variante ist ab 27.765 Euro zu haben (als Acenta) und ist damit etwa 800 Euro teurer als der alte 1.6 DIG-T mit 163 PS. Der Aufpreis für das 7DCT beträgt 1.950 Euro. Mit Dieselmotor startet der Qashqai bei 23.400 Euro (bisher: 22.390 Euro).
Außerdem erhält der Qashqai ein weiterentwickeltes NissanConnect-Infotainmentsystem. Es erlaubt eine Einbindung des Smartphones und ermöglicht einfache Internet-Updates. Über eine neue App namens „Door to Door Navigation“ kann man eine Route zuhause oder im Büro am Smartphone planen und an das Navigationssystem schicken. Außerdem sorgen Echtzeit-Verkehrsdaten von Tom Tom für eine bessere Routenführung und man kann sein Auto leichter wiederfinden. Bedient wird das System über einen in die Armaturentafel integrierten Sieben-Zoll-Touchscreen mit einer neuen Multitouch-Funktionalität.
Bildergalerie: 2019 Nissan Qashqai 1.3
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