All das steckt hinter den Sätteln und Scheiben eines der führenden italienischen Unternehmen

Beschleunigung, Geschwindigkeit, Kontrolle sind wohl mit die ersten Dinge, an die man denkt, wenn es um sportliches Fahren geht. Das sind die Schlüsselelemente für Fahrspaß. Aber natürlich passiert hinter den Kulissen und unter dem Blech noch viel viel mehr, was die Fahrdynamik beeinflusst, egal ob auf der Straße oder auf der Strecke. Ganz besonders gilt das für die Bremsen. Sie sind nicht nur ein essenzieller Faktor für Sicherheit, sondern beeinflussen auch die Möglichkeiten des Fahrers, das Gewicht des Fahrzeugs zu kontrollieren.

Bremsen ist ein entscheidender Aspekt des schnellen Fahrens. Brembo, der legendäre italienische Automobilzulieferer, ist ein wichtiger Teil davon. Dort baut man die Scheiben und Bremssättel der weltbesten Performance-Fahrzeuge. Möglich gemacht wird das durch kontinuierliche technische Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern, von der Konstruktionsphase bis hin zu abschließenden Tests auf der Straße und auf der Strecke.

Vom Werk zum Test auf der Straße

Nach der ersten Planungsphase gehen wir zur Praxis über, verwandeln Rohstoffe in Scheiben, Bremssättel und Komponenten, die Bremsenergie aufnehmen. Wie Sie im Video sehen können, betreuen hoch automatisierte Abteilungen die verschiedenen Phasen der Produktion unter der Aufsicht von spezialisierten Ingenieuren und Technikern, die das Verhalten von Materialien unter allen erdenklichen Bedingungen analysieren.

Die Tests, die in einer speziellen Testing Area stattfinden, dienen dazu, die Reaktion auf das, was in der Entwicklung als "Ermüdung" bezeichnet wird, zu überprüfen, die Grenzen der statischen (Anwendung zyklischer Lasten) und dynamischen (das gesamte Bremssystem betreffend) mechanischen Festigkeit zu identifizieren und die Belastungen zu simulieren, denen die Bremsen im täglichen Gebrauch ausgesetzt sind. Auf der Straße führen die Ingenieure sogenannte Bremszyklen mit Prototypen durch. Diese sind mit Sensoren ausgestattet, die Parameter für Betriebstemperaturen, Druck, Geschwindigkeit und Beschleunigung des Fahrzeugs erfassen können. Und natürlich dürfen auch das Gefühl und die Rückmeldung nicht vergessen werden, die man beim Druck aufs Pedal erhält.

Inside Brembo, i freni delle supercar
Inside Brembo, i freni delle supercar

Von Stahl zu Carbon-Keramik

Wenn wir von purer Performance sprechen, sind Carbon-Keramik-Scheiben das Maß der Dinge. Sie garantierten das maximale, von Brembo darstellbare Niveau. Für ihre Herstellung werden Kohlefaser, Silizium und andere Rohstoffe in Aluminiumformen gegossen, wo unter dem Vorgang des Heißpressens die Scheibe entstehen. Wie Sie sehen können, hört der Verarbeitungsprozess hier noch nicht auf, denn die Scheiben werden anschließend weiteren Oberflächenwärmebehandlungen unterzogen, um die Kohlefaser vor den starken Belastungen, die beim Fahren auftreten, zu schützen. Die endgültige Geometrie wird mit Hilfe numerisch gesteuerter Maschinen erarbeitet, bevor Ingenieure, genau wie bei den Scheiben aus Gusseisen, die Teile einer endgültigen Strukturkontrolle unterziehen.

Inside Brembo, i freni delle supercar

Italienische Exzellenz

Wofür all dieser Aufwand betrieben wird? Das Gefühl eines soliden, linearen und intuitiven Pedals unter dem eigenen Fuß fördert nicht nur die Performance, sondern garantiert auch eine bessere Kontrolle des Fahrzeugs und erhöht somit die Sicherheit. Alles, was Sie im Video sehen konnten, ist das Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit eines Unternehmens, das sich - aus seinen Mailänder Wurzeln heraus - international etablieren konnte. Brembo gilt inzwischen als Synonym für das Wort "Bremse" und als eines der besten Beispiele für Made in Italy.

Die Bremsen von Brembo

 

Bildergalerie: Brembo, die Bremsen der Supersportwagen