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Das ist der neue Ram 1500
2019er Ram-Pickup wird stärker, leichter und effizienter

Stefan Wagner 
Von: Stefan Wagner
15. Jan. 2018 um 13:25 Uhr
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Ja, der neue Ram 1500 sieht außen wie innen deutlich smarter und moderner aus. Allerdings ist die schicke Schminke bei weitem nicht die einzige wichtige Neuerung am beliebten Pickup-Truck. Bei genauerem Hinsehen wird klar: Die Ingenieure haben so gut wie keinen Stein auf dem anderen gelassen und nahezu jedes mechanische Teil angefasst, um den Ram leichter, stärker und sicherer zu machen. Außerdem konnte man die Zuladung erhöhen.
100 Kilo leichter
Was uns und Ihnen bei einem Ram wohl als erstes einfallen würde? Klar, Diät. Der neue Ram (in den USA als 2019er-Modell aufgeführt) verliert als Crew Cab gut 100 Kilo Gewicht. Verantwortlich dafür: Ein Rahmen, der nun zu 98 Prozent aus hochfesten Stählen (und ein paar Brocken Aluminium) besteht. Der Großteil der Karosserie ist aber nach wie vor aus herkömmlichem Stahl. Ram folgt also nicht der Ford F-Series und ihrer Idee einer komplett aus Alu gefertigten Karosse. Begründet wird dies mit einer besseren Langzeit-Haltbarkeit, auf die Ram-Kunden offenbar besonderen Wert legen.
Hybridisierung auch für V8
Weitere Schritte in Richtung einer dringend benötigten Effizienzsteigerung umfassen die neunprozentige Verbesserung des cW-Werts auf 0,357 (unter anderem ist der neue Ram 1500 gut 2,5 Zentimeter flacher und kriegt einen ausfahrbaren Spoiler unter der Frontschürze) sowie die Einführung neuer Hybrid-Antriebe. Das ,E-Torque" genannte System umfasst einen optimierten 48-Volt-Startergenerator und eine 0,43-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die in der Rückwand der Kabine Platz findet. Im nach wie vor 305 PS und 365 Newtonmeter starken 3,6-Liter-V6 ist das System serienmäßig integriert und soll beim Beschleunigen mit zusätzlichen 122 Newtonmeter boosten. Optional ist die leichte Elektrifizierung auch für den 5,7-Liter-V8 erhältlich. Hier wird mit 176 Extra-Newtonmetern unterstützt. Die Leistung des Achtzylinders beträgt 395 PS und 556 Newtonmeter. Zu einem bisher nicht näher spezifierten Zeitpunkt soll auch der 3,0-Liter-V6-Diesel ins Ram-Aufgebot zurückkehren.
Brachiale Nutzlasten
Unentbehrlich bei der Überarbeitung eines Trucks: Die Steigerung der Nutzlasten. Der Ram 1500 war ja vorher schon ein absolutes Viech, jetzt aber geht nochmal deutlich mehr: Bis zu 5.760 Kilo darf das 2019er-Modell an den Haken nehmen (bisher waren es 4.820 Kilo), die Zuladung steigt von 850 auf 1.040 Kilo. Da ist es gut zu wissen, dass der neue Ram auch größere Bremsen gekriegt hat. Die vorderen Scheiben wachsen marginal auf 380 Millimeter.
Innen mit neuem Riesen-Bildschirm
Optische Unterschiede erkennt man vor allen Dingen an der Front. Mit einem ganz neuen Ram-Logo und deutlich schmaleren, moderner aussehenden Scheinwerfern, die bei manchen Modellen in LED-Technik ausgeführt sind. Innen, so sagt es Interieur-Chefdesigner Ryan Nagode, habe man etwa 99 Prozent des Interieurs geändert. Auch wenn das für europäische Ohren seltsam klingen mag, aber der 2019er Ram bietet deutlich mehr Platz als vorher. Sowohl für Passagiere als auch für deren Gepäck. Die auffälligste Neuerung dürfte aber der Zwölf-Zoll-Infotainment-Bildschirm sein, der sich nun vertikal im Armaturenbrett breit macht. Sein Bild ist teilbar, sprich: Oben kann die Navi-Karte oder der Apple-Carplay-/Android-Auto-Screen angezeigt werden, während unten Dinge wie die Klimaanlage bedient werden.
Crash-Sicherheit erhöht
Assistenzsysteme umfassen eine 360-Grad-Kamera, einen Toter-Winkel-Warner (der mit bis zu zwölf Meter langen Anhängern funktioniert), einen adaptiven Tempomaten oder einen Spurhalteassistenten. Besonders cool: Die Kamera und die Radarsensoren sind nicht im Grill, sondern oben in der Windschutzscheibe installiert, damit die gängigen Anbauten wie Schneepflüge oder Kuhfänger die Fahrhilfen nicht beeinträchtigen. Unterdessen soll sich auch die Crash-Sicherheit spürbar erhöhen. Das sollte wohl weniger Ram-Besitzer kümmern als viel mehr die Fahrer aller anderen Autos in Angst und Schrecken versetzen.
Marktstart im ersten Quartal 2018
Alle Offroader unter den Ram-Fans dürfen sich wieder über eine Rebel-Variante mit Höherlegung, 33-Zoll-Reifen, Bilstein-Dämpfern, einer hinteren Differenzialsperre und kernigerer Optik freuen. Der neue Ram 1500 steht in den USA im ersten Quartal 2018 bei den Händlern. Dann dürften ihn die hiesigen Importeure auch zügig nach Deutschland bringen.
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