Der Stadtfloh bekommt 100 PS und Geländeoptik

Was liegt im Trend? Diese Frage treibt nicht nur Wahlforscher um, sondern auch Autofirmen. Kia hat nun zwei Tendenzen in der kleinsten Fahrzeugklasse festgestellt: Die Cityflitzer werden immer stärker, gleichzeitig kommt eine robuste Optik gut an. Das Resultat ist der Kia Picanto X-Line mit 100 PS.

Mehr Plastik, mehr Bodenfreiheit
Beide Ideen sind nicht neu: VW bietet seit der Modellpflege des Up im Jahr 2016 einen Turbobenziner mit 90 PS. Ihn gibt es auch im Cross Up, dessen Optik ein Hauch von SUV bietet. Auch der Kia Picanto X-Line setzt auf ähnliches Lametta, welches bei näherer Betrachtung im Stadtbetrieb durchaus Vorteile bringt. So steigt die Bodenfreiheit um 15 Millimeter auf nun 15,6 Zentimeter – gut für Bordsteine. Hinzu kommen Stoßfänger im SUV-Stil mit Unterfahrschutz in Metalloptik plus Karosserieakzente in Gelbgrün oder Silber. Die Radläufe sind schwarz verkleidet.

100 PS für ein Stadtauto
Bemerkenswerter ist der neue Einliter-Turbobenziner, der wie die X-Line des Picanto im vierten Quartal 2017 auf den Markt kommt. In kann man entweder mit der X-Line oder der sportlichen GT Line bestellen. Die Eckdaten klingen kraftvoll: 100 PS Leistung und 172 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1.500 und 4.000 Touren. In 10,1 Sekunden geht es auf Tempo 100, den Verbrauch beziffert Kia mit 4,5 Liter. Auch der VW Up hat einen Turbobenziner mit einem Liter Hubraum. Dieser kommt auf 90 PS und 160 Newtonmeter, ist also etwas schwächer als der Kia. Mit 9,9 Sekunden auf Tempo 100 hat der VW aber im Sprint die Nase ganz leicht vorn. Zu den Preisen des stärksten Picanto äußert sich Kia noch nicht.

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