Sport-Limousine kommt ab 94.575 Euro und zunächst nur mit V8-Motoren

Bis zum Marktstart der ersten Porsche-Limousine ist es noch ein wenig hin: Am 12. September 2009 wird der flache Viertürer in Deutschland in den Verkauf gehen. Die Details zu Motorisierungen, Leistungsdaten und Innenraumkonzept verrät der Stuttgarter Sportwagenbauer allerdings schon heute.

Vorerst nur mit V8-Motoren
Die Nomenklatur für die Varianten des jüngsten Modells folgt dem derzeit gängigen Porsche-Standard. Am unteren Ende der Skala rangiert zum Marktstart der Panamera S. Unter dessen Fronthaube sitzt ein 4,8-Liter-V8, der seine 400 PS über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an die Hinterräder sendet. Optional erhältlich ist das aus 911 und Boxster bekannte Doppelkupplungsgetriebe PDK mit sieben Fahrstufen. Dank blitzschneller Schaltvorgänge erreicht die Automatik-Limousine die 100-km/h-Marke nach 5,4 Sekunden – die Höchstgeschwindigkeit gibt Porsche mit 283 km/h an. Dank Benzindirekteinspritzung und Start-Stopp-Funktion (Serie in allen Versionen) soll der Schwaben-GT zudem relativ knauserig mit dem Sprit umgehen: Porsche nennt als Normverbrauch 10,8 Liter auf 100 Kilometer und beziffert den CO2-Ausstoß mit 253 Gramm je Kilometer.

Allrad oder Heckantrieb?
Gleiche Motorisierung, anderes Antriebskonzept: Der Panamera 4S setzt auf Allradantrieb und ist ausschließlich mit PDK erhältlich. Mit besserer Traktion, identischer Leistung und höherem Basisgewicht fallen seine Fahrleistungen ähnlich wie beim Hecktriebler aus: Der Allrad-Porsche ist mit 5,0 Sekunden etwas eher auf Tempo 100, rennt allerdings mit 282 Sachen nicht ganz so schnell wie sein S-Bruder. Erwartungsgemäß fällt der Verbrauch des Allradlers etwas weniger bescheiden als der des Basismodells aus: Die Herstellerwerte liegen bei 11,1 Liter je 100 Kilometer und 260 Gramm CO2 pro Kilometer.

500 Pferdchen im Turbo-Modell
Die Leistungsspitze markiert der Panamera Turbo, dessen 4,8-Liter-V8 dank Biturbo-Aufladung stramme 500 PS bereit stellt und an alle vier Räder schickt. So ausstaffiert, knackt der viertürige Sportwagen die 100er-Marke nach 4,2 Sekunden und rennt maximal 303 km/h schnell. Der stärkste Panamera entwickelt natürlich auch den größten Benzindurst: 12,2 Liter rinnen pro 100 Kilometer durch die acht Brennräume, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 286 Gramm pro Kilometer.

Genug Platz auch für lange Reisen
Ein weiterer kleiner Nachteil des Turbo ist der geringfügig geschrumpfte Kofferraum: ,Nur" 432 Liter passen hier ins Gepäckabteil. Bei Panamera S und 4S sind es 445 Liter. Das Shooting-Brake-Heck des Schwaben soll zudem einen besonders hohen Gepäckraum entstehen lassen, in den bis zu vier Koffer stehend hinein passen. Wer noch mehr Platz braucht, kann die hinteren Einzelsitze umklappen und so das Stauabteil auf 1.250 Liter vergrößern.

Klar getrennte Sitzbereiche
Genauso langstreckentauglich wie der Kofferraum präsentiert sich auch das Interieur. Eine durchgehende Mittelkonsole sorgt vorne wie hinten für eine klare Raumaufteilung und betont, laut Porsche, die ,persönliche Sphäre" jedes einzelnen Passagiers. Bei der Gestaltung der Bedienelemente gehen die Schwaben neue Wege: Schalter und Knöpfe für Klimaautomatik, Aktiv-Fahrwerk und Sitzheizung finden sich nicht am Armaturenbrett, sondern sind links und rechts neben dem Schalthebel in die hoch aufragende Mittelkonsole integriert. Ebenfalls ein Novum ist das optionale Surround-Sound-System, das Porsche in Zusammenarbeit mit der Berliner Edel-Hifi-Schmiede Burmester entwickelt hat. 16 Lautsprecher und ein Aktivsubwoofer werden von insgesamt 1.300 Watt auf Trab gebracht und sollen für exzellente Klangerlebnisse sorgen.

Von 94.575 bis 135.154 Euro
Die Preise des neuen Porsche starten bei 94.575 Euro für den Panamera S mit Handschaltung. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe steht die Einstiegsversion für 98.085 Euro in der Liste. Für den Allradler Panamera 4S sind 102.251 Euro fällig, und das turbobefeuerte Top-Modell lässt sich Porsche mit 135.154 Euro vergüten.

Bildergalerie: Neue Panamera-Details