Teurer Umbau lässt den Sportwagen im Stil des ,Scuderia Spider 16M" da stehen

Der Tuner Anderson Germany macht vor nichts halt, was gut und vor allem teuer ist. So befasste sich das letzte Projekt mit der Veredelung eines Ferrari F430 Spider. Der offene Italiener wurde innen, außen und unter der Motorhaube für eine erkleckliche Summe deutlich modifiziert. Nach dem Umbau verpasste ihm Andersson den Namen ,F430 Scuderia Spider 16M Conversion Edition".

Umbau auf Scuderia-16M-Optik
Für einen optischen Wandel sorgte beim Basis-Fahrzeug der Umbau auf die Optik des von 2008 bis 2009 gebauten, offenen Top-Modells der Baureihe ,Scuderia Spider 16M". Frontschürze, Seitenschweller und Heckschürze sehen nun aus wie beim Vorbild. Die deutlich aggressivere Montur unterstreicht Anderson mit einer schwarzen Lackierung namens Hyper Black. Ein gelb umrandeter Scuderia-Streifen aus Karbon ziert die Fronthaube und den hinteren Bereich des Mittelmotor-Renners. Ein Karbon-Paket umspannt die Motorlüftungsgitter, den Heckdiffusor, die Außenspiegel sowie die Abdeckungen im Motorraum. Front- und Heckleuchten wurden getönt, ebenso die Scheiben.

Schwarze Felgen
Passend zur schwarzen Lackierung montierte der Tuner schwarze Felgen. Die glänzenden 20-Zoll-Rundlinge tragen Applikationen aus Karbon sowie eine gelbe Umrandung. Vorne sorgen Reifen im 235er-Format für Grip, hinten müssen 325er-Schlappen die Kraft auf die Straße bringen. Zwischen den Speichen sind die gelb lackierten Bremssättel zu erkennen. Zudem wurde der Ferrari dezent tiefergelegt.

Mehr Power
Wenn ein Auto scharf aussieht, sollte auch der Motor eine gewisse Schärfe mitbringen, ebenso der Sound. Beides garantiert der Tuner mit seiner Leistungssteigerung von 490 auf nunmehr 569 PS. Sie kommt durch eine Optimierung der Motorsoftware und die Montage einer neuen Auspuffanlage samt Renn-Katalysatoren und geänderten Fächerkrümmern zustande. Verschiedene Klappen im Abgassystem lassen sich per Fernsteuerung so einstellen, dass drei verschiedene Lautstärken möglich sind. Nebenbei ist ist die komplette Anlage 29 Kilogramm leichter als das Original und bringt laut Tuner alleine bereits 38 Mehr-PS.

Innenraum mit Karbon und Leder
Den Innenraum veredelte Anderson mit schwarzem Leder, das eine Oberflächenstruktur aufweist, die wie Karbon aussieht. Ergänzt wurden die Häute durch schwarzes Alcantara. Gelbe Rautennähte bilden einen krassen Kontrast. Ein Interieur-Paket sorgt für Karbon am Lenkrad, den Türgriffen, den Einstiegsleisten, dem Handbremsgriff und den Schaltpaddels. Schließlich installierte der Tuner noch ein Sound-System mit DVD-Funktion, Subwoofer und Verstärker. Der neue Besitzer musste für den kompletten Umbau tüchtig in die Geldkatze langen: 135.660 Euro waren nötig. Solange er gebaut wurde, gab es einen Ferrari F430 für rund 200.000 Euro. Zirka 255.000 Euro kostete seinerzeit der 510 PS starke Ferrari Scuderia Spider 16M.

Teurer Renn-Hengst