Frisches Äußeres und neue Motoren für das kompakte SUV

Der GLK, das kompakte SUV von Mercedes, bekommt ein Facelift. Äußerlich und innerlich aufgefrischt gibt es auch neue Motoren, unter anderem ein Euro-6-Aggregat. In Deutschland blieb der GLK bisher hinter der Konkurrenz zurück.

Hinter der Konkurrenz
Mercedes spricht beim GLK gerne vom führenden SUV im Kompaktsegment – die Realität sieht anders aus. Laut KBA-Statistik (Kraftfahrt-Bundesamt) verkauften sich im Jahr 2011 sämtliche direkten deutschen Konkurrenten deutlich besser. Während vom GLK 14.062 Exemplare abgesetzt werden konnten, kam der VW Tiguan auf 45.662, der BMW X1 auf 33.480 und der X3 auf 20.863 Fahrzeuge. Vom Q5 konnte Audi 21.742 Automobile unter die Leute bringen. Der Q3 wurde erst 2011 in den Markt eingeführt. Nun soll es das GLK-Facelift richten.

Bulligerer Auftritt
In die Frontleuchten des GLK haben die Designer jetzt einen auffälligen Knick nach unten eingearbeitet. Der große Zentralstern wird von zwei massiven Querstreben im Grill gehalten – die dritte Strebe fällt weg. Der untere Lufteinlass ist nun trapezförmig und läuft nach unten in eine Unterfahrschutz-Optik aus. In den Lufteinlässen rechts und links unter den Scheinwerfern sitzt das serienmäßige LED-Tagfahrlicht. Auch die Unterfahrschutz-Optik am Heck des GLK wurde neu gestaltet. Bei den Rückleuchten spricht Mercedes von einer kompletten Überarbeitung – bei Tag ist davon allerdings kaum etwas zu sehen. Im Dunkeln fällt dann die neue LED-Technik auf. Auch das Nummernschild wird per LEDs beleuchtet. Im Rahmen der Modellpflege stehen neue Felgendesigns in den Dimensionen von 17 bis 20 Zoll zur Verfügung. Optional soll ein 17-Zoll-Rad mit besonders guter Aerodynamik zur Verfügung stehen.

Netterer Innenraum, mehr Assistenten
Die Kabine des GLK hat Mercedes ebenfalls überarbeitet. So wurde die Instrumententafel neu gestaltet und die neuen runden Lüftungsdüsen im Turbinen-Design sind jetzt auch im kompakten SUV zu finden. Als Sonderausstattung sind ein Farbdisplay für das Kombiinstrument und eine Ambiente-Beleuchtung lieferbar. Die Wagen mit Automatikschaltung werden mit Lenkrad-Schaltpaddles ausgerüstet. Außerdem stehen jetzt diverse Assistenten zur Verfügung. Dabei ist selbst der Müdigkeits-Assistent aufpreispflichtig – in höheren Modellklassen versenkt Mercedes diese Sicherheitstechnik in der Serienausstattung.

Aktivität und 360-Grad-Kamera
Ebenfalls verfügbar: ein aktiver Einpark-Assistent, ein aktives Spurhalte-System und ein aktiver Totwinkel-Warner. Die neue Steer Control hilft dem Fahrer bei kritischen Fahrzuständen mit einem spürbaren Lenkimpuls in der jetzt elektromechanischen Servolenkung. Gegen Aufpreis gibt es einen adaptiven Abstands-Tempomaten. Erstmals ist bei Mercedes eine 360-Grad-Kamera zu haben, die den GLK in der Draufsicht zeigt. Dafür werden die Bilder von Front- und Heckkamera sowie den Seitenkameras zusammengesetzt. BMW und Land Rover bieten diese Technik schon seit längerem an.

Neuer Euro-6-Antrieb
Beim modellgepflegten GLK besteht in Sachen Motorisierung die Wahl zwischen einem Benziner und sechs Diesel-Varianten. Neben Allradantrieb wird auch Heckantrieb angeboten. Die Diesel decken ein Leistungsspektrum von 143 bis 265 PS ab, der V6-Benziner ist mit 306 PS dabei. Erwähnenswert ist der GLK 250 Bluetec 4Matic: Hier arbeitet ein Vierzylinder-Diesel mit erklecklichen 204 PS. Trotzdem reichen laut Hersteller 6,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Dank Bluetec-Technologie erfüllt das Aggregat bereits jetzt die Euro-6-Abgasnorm und ist zudem konform mit der US-amerikanischen BIN-5-Norm. Als 250 Bluetec 4Matic spurtet der GLK in 8,0 Sekunden von null auf 100 km/h, maximal sind 210 km/h drin.

Sparsamkeit durch neue Automatik
Den Durst der GLK-Modelle mindert Mercedes grundsätzlich durch den serienmäßigen Einsatz eines Start-Stopp-Systems. Außerdem wurde die Siebengang-Automatik, die allerdings nicht bei allen Motorisierungen zum Serienumfang gehört, gründlich überarbeitet. So wurden der Automatik Doppelturbinen-Dämpfer spendiert. Diese Maßnahme sorgt im Getriebe für eine Reduzierung von Schwingungen, wie sie besonders bei niedrigen Drehzahlen verstärkt auftreten. Die Schwingungs-Reduzierung wiederum führt zu einer deutlichen Schlupfreduzierung bei der Wandlerüberbrückungs-Kupplung. Die Diesel-Varianten bekommen zusätzlich ein Fliehkraftpendel, welches drehzahlabhängig den Massenschwerpunkt verschiebt und somit eine komfortable Fahrt auch im verbrauchsgünstigen Betriebsbereich ermöglicht. Zusätzliche Optimierungsmaßnahmen sind reibungsreduzierte Lager und ein neues Getriebeöl-Wärmemanagement.

Preise
Die Preise für den neuen GLK gliedern sich wie folgt: Der heckgetriebene GLK 200 CDI BlueEfficiency (143 PS) wird mit 36.236 Euro berechnet, der ebenfalls auf Hinterradantrieb setzende GLK 220 CDI BlueEfficiency (170 PS) ist mit 38.378 Euro dabei. Sämtliche anderen Modelle werden mit dem 4Matic genannten Allradantrieb ausgeliefert. So kostet der GLK 220 CDI 4Matic BlueEfficiency 42.721 Euro, beim GLK 220 Bluetec 4Matic werden 44.149 Euro fällig. Für den GLK 250 Bluetec 4Matic müssen 46.142 Euro berappt werden. Beim GLK 350 CDI 4Matic BlueEfficiency (265 PS) sind dann 49.742 Euro fällig und am teuersten wird es mit dem GLK 350 4Matic BlueEfficiency für 50.099 Euro. Auf der New York Auto Show (6. bis 15. April 2012) wird der überarbeitete GLK erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Mercedes GLK Facelift