Jetzt erprobt auch Daimler das Ampera-Konzept
Mercedes Concept B-Class E-Cell Plus
Elektrisch, seriell oder parallel
Das Auto kennt drei Betriebszustände. Welcher Modus gewählt wird, hängt vom Ladezustand und vom Tempo ab. Hat die Batterie noch genügend Saft, fährt das Fahrzeug rein elektrisch. Unterschreitet der Ladezustand eine bestimmte Grenze, so schaltet sich der Verbrennungsmotor zu. Unterhalb von 60 km/h erzeugt der Verbrennungsmotor über den Generator Strom für den Elektromotor – man spricht vom seriellen Betrieb. Ab 60 km/h treiben beide Motoren parallel über ein Automatikgetriebe die Vorderachse an. Eine mögliche Überschussleistung des Verbrennungsmotors wird zum Laden der Batterie sowie für die Versorgung der Nebenaggregate genutzt.
Lithium-Ionen-Batterie
Die beiden Antriebsaggregate finden zusammen mit dem Getriebe und dem Generator vorne im Motorraum Platz. Die Batterie und der Kraftstofftank befinden sich in einem eigens entwickelten Zwischenboden unter dem Fond, dem so genannten Energy Space. Dort können für andere Antriebsvarianten beispielsweise auch Gas- oder Wasserstofftanks untergebracht werden. Bei dem Akku handelt es sich um eine Lithium-Ionen-Batterie von der Deutschen Accumotive, einem Joint Venture von Daimler und Evonik. Über die im hinteren Stoßfänger integrierte Ladebuchse und den 3,3-Kilowatt-Bordlader kann die Batterie an jeder normalen Haushaltssteckdose oder einer öffentlichen Ladestation geladen werden. Eine Schnellladung dauert etwa eine Stunde.
Aufladen: Ferngesteuert per Smartphone
Den aktuellen Ladezustand kann der Fahrer über das Internet per PC oder Smartphone abfragen. Auch eine Anzeige der Restreichweite auf einer Landkarte ist möglich. Ein weiteres Feature ist das Smart Charging. Der Kunde wählt den gewünschten Zeitpunkt des Fahrtbeginns und das System sorgt für eine voll aufgeladene Batterie und falls gewünscht für eine Vorklimatisierung zu diesem Zeitpunkt. Außerdem plant Mercedes einen Routenplaner speziell für Elektrofahrzeuge. Alle Funktionen werden auf einer so genannten ,Vehicle Homepage" zusammengefasst.
Serieneinführung im Jahr 2014
Die Studie basiert auf der neuen B-Klasse und ist an einer kupferfarbenen Liniengrafik zu erkennen. Innen gibt es schwarzes Nappaleder. In puncto Innenraum und bei den aktiven und passiven Sicherheitsfeatures steht das Konzeptfahrzeug der normalen B-Klasse in nichts nach. Die Studie gibt einen Ausblick auf ein Serienfahrzeug, das im Jahr 2014 eingeführt werden könnte.
Bildergalerie: Ampera von Mercedes
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