Nach zehn Jahren erneuert Audi den Q7

5,09 Meter lang und fast zwei Meter breit: Mit seinen üppigen Dimensionen polarisiert der Audi Q7 nun schon seit zehn Jahren. Jetzt steht der Nachfolger bereit, er wird auf der Automesse in Detroit (12. bis 25. Januar 2015) präsentiert. Das verwundert nicht wirklich, wendet sich doch der Q7 speziell an die Kundschaft in den USA und Asien. Trotzdem sucht Audi bei der Neuauflage stärker den Konsens.

Kräftig abgespeckt
Von außen wird sichtbar, dass die bisherige, recht stämmige Q7-Grundform erhalten bleibt, aber deutlich mehr Ecken und Kanten ins Blech gepresst bekommt. Markant ist der dreidimensional eingerahmte Kühlergrill, während der Heckbereich an den A6 Avant erinnert. Sagten wir gerade Blech? Zur Gewichtseinsparung setzen die Audi-Techniker auf eine Multimaterial-Bauweise mit erhöhtem Aluminiumanteil und mehr hochfesten Stählen. Das Ergebnis macht Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg sichtlich stolz: ,Mit 325 Kilogramm weniger Gewicht setzt der neue Q7 den Benchmark im Wettbewerb." Konkret bedeutet das ein Leergewicht von 1.995 Kilogramm in der Basisversion. Allein das Fahrwerk bringt nun 100 Kilogramm weniger auf die Waage. In den Abmessungen bleibt der Q7 imposant: Die Länge schrumpft leicht auf 5,05 Meter, der Radstand beträgt 2,99 Meter. 1,97 Meter und 1,74 Meter sind die Werte für Breite und Höhe. Trotzdem soll das Platzangebot besser als bislang sein. Wird der Q7 als Siebensitzer geordert, passen mindestens 295 Liter Gepäck hinein, beim Fünfsitzer sind es 890 Liter. Werden die Lehnen der zweiten Reihe umgelegt, passen 2.075 Liter ins Heck. Eine elektrisch betätigte Heckklappe ist serienmäßig an Bord, auf Wunsch öffnet und schließt sie per ,Fußwischer".

Der sehr große TT
Interessant: Der neue Audi Q7 bekommt gegen Aufpreis einige Dinge aus dem TT, darunter das virtuelle Cockpit oder eine Vierzonen-Klimatisierung mit Temperaturdisplays in den Drehreglern. Darüber hinaus gibt die Liste der möglichen Extras einiges her: Ein Querverkehrsassistent warnt beim Ausparken, zugleich wird beim Aussteigen auf mögliche Fußgänger und Fahrradfahrer hingewiesen. Bis zu einem Tempo von 60 km/h dient die Topversion der Geschwindigkeitsregelung als automatisierter Stauassistent. Für alle, die mit dem Q7 gerne Anhänger ziehen, empfiehlt sich der Anhängerassistent. Hier kann der Fahrer per Dreh-/Drücksteller des MMI-Systems das Auto samt Anhänger rangieren. Apropos rangieren: Auf Wunsch ist eine Allradlenkung erhältlich, die die Hinterräder in einem Winkel von bis zu fünf Grad einschlägt. Wer immer noch nicht genug hat, kann ein Head-up-Display, eine adaptive Luftfederung oder ein Nachtsichtsystem ordern.

Premiere für Plug-in-Diesel
Ab dem Frühjahr 2015 werden die ersten Q7-Bestellungen angenommen, im Sommer 2015 steht der Wagen dann beim Händler. Das Motorenangebot besteht vorerst aus zwei Sechszylindern: dem 3.0 TDI mit 272 PS und dem 3.0 TFSI mit 333 PS. Beide Aggregate sprinten in knapp über sechs Sekunden auf 100 km/h, der Diesel soll sich mit 5,7 Liter Kraftstoff zufriedengeben. Immer inklusive sind eine Achtstufen-Automatik und der Allradantrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial sowie 18-Zöller mit 235er-Bereifung. Die Preise sollen bei rund 61.000 Euro beginnen. Wenig später folgen weitere Versionen wie ein 3.0 TDI mit 218 PS und speziell für Asien und die USA ein 2.0 TFSI mit 252 PS. Eine Schippe drauf legt der Q7 e-tron quattro. Er ist der erste Plug-in-Hybrid mit Diesel von Audi. Seine Systemleistung beträgt 373 PS, den Verbrauch beziffert der Hersteller auf 1,7 Liter. Rein elektrisch soll der Strom-Q7 bis zu 56 Kilometer weit kommen.

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