VW Phaeton und Bugatti stehen auf der Kippe
Skandal um manipulierte Motorsoftware
Wegen des Dieselskandals sollen diejenigen TDI-Fahrzeuge des VW-Konzerns, bei denen die Motorsoftware auf dem Prüfstand niedrige Emissionen vorgaukelt, sollen ab Januar 2016 umgerüstet werden. Alle 2,8 Millionen Autos in Deutschland sollen dann bis zum Ende desselben Jahres repariert werden. Das Kraftfahrtbundesamt hatte den Wolfsburgern bis zum heutigen 7. Oktober Zeit für einen Umrüstungsplan gegeben.
"Wir unterbreiten dem Kraftfahrtbundesamt in dieser Woche technische Lösungsvorschläge. Werden die akzeptiert, bestellen wir die Teile. Verläuft alles nach Plan, können wir im Januar mit der Reparatur beginnen," so Konzernchef Matthias Müller gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bei den meisten Fahrzeugen reiche ein Software-Update, bei einigen sind aber andere Injektoren und Katalysatoren nötig, so Müller. Die Kosten will VW durch ein Sparprogramm wieder hereinholen, heißt es in dem Zeitungsbericht. So sollen Investitionen in Maschinen und Infrastruktur verschoben werden. Auch das Oberklassemodell VW Phaeton sowie die Nobelmarken wie Bugatti stehen auf der Kippe. Das Engagement für den Fußball – insbesondere für den VfL Wolfsburg und den FC Bayern – werde ebenfalls geprüft. "Wir drehen jeden Stein um", so Müller.
Was die finanziellen Folgen angeht, so sagte Müller, die Gewinnrückstellung von 6,5 Milliarden Euro würde nicht ausreichen. Auch die rund 600.000 VW-Angestellten müssen weiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Derzeit seien zwar noch nicht einmal bei den Leiharbeitern Streichungen beschlossen, so Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh auf der gestrigen Betriebsversammlung. Doch die Konsequenzen der Krise seien noch nicht absehbar.
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