Traditions-Tuner zeigt überarbeiteten Opel in Shanghai

Spätestens seit 1977 ist Irmscher für jeden Opel-Fan ein Begriff geworden. Der Grund war der i2800. Hinter dem numerischen Modellnamen verbarg sich ein 150 PS starker Opel Manta B mit dem 2,8-Liter-Reihensechszylinder aus dem Commodore A GS unter der Haube. Die 27 gefertigten Exemplare erregten so viel Aufsehen, dass sich die etwas schwächeren Modellvarianten i200, i240 und i300 anschließend quasi von selbst verkauften. Goldene Zeiten für die Tuning-Schmiede, die bis heute Fahrzeuge von Opel veredelt. Jetzt steht auf der Shanghai Auto Show 2015 (22. bis 29. April) ein neues Sondermodell mit echten ,Irmscher-Genen".

Aerodynamik-Update
Die Basis für den neuen Irmscher-Boliden bildet die viertürige Mittelklasse-Limousine Opel Insignia. In China wird der Insignia als Buick Regal verkauft, darum prangt das Marken-Logo von Buick am Kühlergrill. Große Lufteinlässe und ein integrierter Unterfahrsplitter prägen die überarbeitete Frontschürze. Die Seitenlinie mit neuen Seitenschwellern mündet in einen Heckdiffusor, welcher eine Irmscher-Auspuffanlage beheimatet. Für verbesserte Abtriebswerte sorgt ein ausladender Heckflügel. Er wurde wie alle anderen Karosserieteile im Windkanal optimiert und auf die Original-Aerodynamik des Fahrzeugs angepasst. Des Weiteren erfuhr das Fahrwerk umfangreiche Umbaumaßnahmen – dazu waren Testfahrten auf der Nordschleife des Nürburgrings die Basis der Entwicklung.

Motor-Update
Als weitere Optionen sind Leistungssteigerungen für fast alle im Insignia erhältlichen Motoren verfügbar. Die derzeitige Standard-Topmotorisierung stammt aus dem Insignia OPC. Dort leistet ein 2,8-Liter-V6-Benziner 325 PS und entwickelt 435 Newtonmeter maximales Drehmoment. Nach der Irmscher-Behandlung scharren 370-V6-Pferde unter der Insignia-Haube mit den Hufen. Was sowohl Technik- als auch Optikupdate für den großen Opel kosten, ist noch nicht bekannt.

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