Reicht es für den Kompaktsport-Thron?

Auf dieses irritierend flügelhaltige, Lufteinlass-übersäte Gefährt haben die Enthusiasten dieser Welt sehr sehr lange warten müssen. 310 PS, Vorderradantrieb, eine manuelle Sechsgang-Box, ein äußerst seriöses mechanisches Sperrdifferenzial und die Bürde eines 7:50-Minuten-Rundenrekords auf einer nicht ganz unbedeutenden, deutschen Rennstrecke – bitte begrüßen Sie mit mir: den neuen Honda Civic Type R.

Die spinnen, die Japaner
Es ist bekannt, dass man japanische Ingenieure nur auf ein neues Sportwagenprojekt loslassen sollte, wenn man (auch finanziell) damit leben kann, dass wirklich kein Stein auf dem anderen bleibt. Was den Civic Type R betrifft, konnte man offenbar sehr gut damit leben. Zumindest ist die Liste der Änderungen, die einen stinknormalen Civic in dieses vogelwilde Spoilermonstrum verwandeln, von biblischem Ausmaß. Fangen wir bei der Karosserie an: Sie ist 18 Prozent steifer als bisher, aber nicht etwa durch ein paar lieblos eingeschweißte Verstärkungen. Nein, für den Type R wurden extra die Halterungen an den vorderen Fahrschemeln verändert. Außerdem sind große Teile der Karosse nun geklebt statt geschweißt. Wenn Sie sich darüber hinaus fragen, warum der Type R so bizarr aussieht: Honda sagt, all die Spoiler, Flügel, Flaps und Einlässe seien rein aus funktionalen Gründen da, wo sie sind. Das beruhigt das Auge zumindest ein wenig. Außerdem sei noch erwähnt (und das ist wirklich ziemlich cool): Der neue Type R ist das erste Auto seiner Klasse, das tatsächlich Do...