Der Renault Mégane R.S. Trophy-R wurde entthront

Für viele ist die Jagd nach Rundenrekorden blanker Unfug. Man kann diese Sichtweise durchaus verstehen, trotzdem ist es interessant zu beobachten, wie Honda Civic Type R und Renault Mégane R.S. seit Jahren immer und immer wieder in die Schlacht um die Krone der Fronttriebler ziehen. Dabei sind gefühlt bereits unzählige Rundenrekorde gefallen. 

In der Regel muss die Nordschleife als bevorzugtes Schlachtfeld herhalten, zuletzt rückte aber auch Suzuka ins Blickfeld. Der Mégane Trophy-R holte sich dort Ende 2019 den Rekord für den schnellsten Serienwagen mit Vorderradantrieb, umrundete den extrem technischen Kurs in 2:25,4 Minuten. 

Nun aber hat Honda einmal mehr zurückgeschlagen. Der Civic Type R Limited Edition, eine neue,  noch extremere Variante des aktuellen Über-Hot-Hatches nahm seinem Erzrivalen eineinhalb Sekunden ab.

Wenn man ganz genau sein will, hat Honda den Rekord nicht wirklich mit einem Serienauto gebrochen. Genutzt wurde ein Entwicklungsfahrzeug, aber offenbar zählt das auch. Laut den Japanern besaß das Fahrzeug "die gleichen technischen Spezifikationen wie die Serienversion, ohne jegliche Modifikationen oder Performance-Optimierungen". 

Der Civic umrundete den 5,8 Kilometer langen Kurs in 2:23,9 Minuten. Der Rekordlauf fand bereits im Februar statt als Honda dem Auto den letzten Schliff verpasste, allerdings machte man die neue Bestzeit erst jetzt öffentlich. 

Der Hersteller bezeichnet die neue Variante als "den bisher extremsten Type R". Lediglich 100 Exemplare der Sonderedition werden den Weg nach Europa finden. 

Der Limited Edition ist ganze 47 Kilo leichter als der normale Civic Type R. Geschmiedete BBS-20-Zöller sparen alleine 8,1 Kilo. Außerdem verzichtet man im großen Stil auf Dämmmaterial und entfernt Infotainmentsystem sowie die Klimaanlage. 

Im Video am Beginn dieses Artikels können Sie sich die gesamte Rekordrunde zu Gemüte führen. 

Bildergalerie: Honda Civic Type R Limited Edition setzt neuen FWD-Rekord in Suzuka