Technik-Pioniere, Rallye-Ikonen und fiese Flops

Vom Technologie-Vorreiter zur Rallye-Macht bis zur beinahe toten Randerscheinung: Die italienische Marke Lancia hat in den vergangenen 115 Jahren viele Höhen und Tiefen mitgemacht. Gegründet im Jahr 1906 von Namenspatron Vincenzo Lancia, machte man sich schnell einen Namen mit fortschrittlich konstruierten Fahrzeugen.

Auch nach 1945 galten Autos von Lancia als die "italienischen Mercedes", da sie nobel und sehr gut verarbeitet waren. Auch die Prominenz der Nachkriegszeit ließ sich gerne in den schicken Sportwagen der Marke fotografieren.

Nach der Übernahme durch Fiat im Jahr 1969 sorgte Lancia lange für Aufsehen in der Rallye-Weltmeisterschaft. Allein die Rallye Monte Carlo wurde seit 1973 insgesamt 11-mal von einem Lancia gewonnen. Sandro Munari, Walter Röhrl, Juha Kankkunen und Miki Biasion lauten die Namen der größten Rallye-Helden der Marke.

Doch spätestens in den 1990er-Jahren begann der schleichende Abstieg der Marke Lancia. Eine verfehlte Modellpolitik mit meist nur durchschnittlichen Fahrzeugen mündete Anfang der 2010er-Jahre im desaströsen Versuch, Fahrzeuge von Chrysler durch ein anderes Logo in Europa als Lancia zu verkaufen. Als das grandios floppte, zog sich Lancia mit dem Ypsilon in die erfolgreiche Nische des Heimatmarkts Italien zurück.

Doch mit der Fusion von FCA und PSA zum Stellantis-Konzern keimt nun neue Hoffnung für Lancia auf. Im Verbund mit DS und Alfa Romeo sollen in den nächsten Jahren frische Modelle auf den Markt kommen. Bis es so weit ist, werfen wir einen Blick zurück in die Geschichte. Hier kommen die 10 wichtigsten Lancia-Fahrzeuge seit 1906.