Corvette Z06 im Test

Da Sie auf diesen Artikel geklickt haben, gehe ich einfach mal davon aus, dass Sie sich für Corvette und im weitesten Sinne, amerikanische Autos interessieren. Deshalb spare ich mir die ganze Einführung, in der ich Klischees wie „die Dinger können nur geradeaus fahren“ bringe. Das stimmt schon lange nicht mehr. Ehrlich gesagt überwältigt das Z06 Cabrio in so vielen Punkten, dass ich nach Gründen suchen muss, die für einen europäischen Konkurrenten sprechen würden. Wenn man überhaupt von Konkurrenz sprechen kann. Wer sonst bietet einen offenen, zweisitzigen Sportwagen mit 659 PS und Hinterradantrieb? Und das für einen Basispreis von 127.500 Euro? Der Testwagenpreis beträgt durch Extras wie Lederausstattung, Sportsitze, Metallic-Lackierung, schwarze Alu-Felgen, schwarze Bremssättel und Data Recorder für Rundenzeiten 136.050 Euro. Von einem Schnäppchen kann man nicht sprechen, nichtsdestotrotz gibt es nirgendwo sonst ein derartiges Preis-Leistungsverhältnis. Die Qualität stimmt ebenfalls.

Cool. Nicht nur Dank Klimaanlage
Einzig die dünne, knarzige Plastikverkleidung hinter den Sitzen weckt Erinnerungen an die (gute) alte Corvette-Zeit, als Karosserie-Teile die Verwindungsteifigkeit von Frischhaltefolie besaßen. Obwohl: Das ist gemein. So schlimm schlackert die Verkleidung nicht – 100.000-Euro-toll, passt sie jedoch auch nicht. Der restliche Innenraum glänzt dagegen mit verdammt guter Verarbeitung. Komfortfeatures wie die Sitzlüftung und die Klimaanlage besitzen zudem eine ungem...