Echt rar: Vom 800 PS starken Vspeed V88 wird es nur fünf Stück geben

Vor fast genau einem Jahr stellte Bernd Nömer aus dem sächsischen Radeberg seinen Traumwagen vor: den V77 GT. Der extravagante Bolide basiert auf der Corvette C6 und hat auch deren Antrieb bekommen. Das ist ein 6,2-Liter-V8, der im V77 GT brutale 477 PS herbeischafft und mit 626 Newtonmeter powert. Derart befeuert, sprintet der Sachsen-Ami in 3,9 Sekunden und schafft beachtliche 320 km/h Spitze. Ein gutes Dutzend der V77-Renner will Bernd Nömer bauen. Wie er uns jetzt am Telefon erzählt hat, sind schon fünf Stück bestellt. Das ist schon beachtlich, schließlich kostet der Wagen stolze 177.000 Euro – das sind über 100.000 Euro mehr, als früher mal für den Plattformspender gefordert waren.

Zwei Turbolader oder zwei Kompressoren
Nun legt der Diplom-Ingenieur kräftig nach und will anlässlich des fünfjährigen Firmenjubiläums den V88 auf die Räder stellen. Als Grundlage dient diesmal die Corvette C6 Z06. Erste Computerzeichnungen zeigen, dass der V88 ein ziemlich heißes Eisen wird. Die Karosserie ist weitestgehend zu Ende entwickelt, am Fahrwerk wird noch gearbeitet, erklärt Nömer. Und auch der Sieben-Liter-V8 muss noch mal auf die Werkbank. Der Ingenieur plant, dem Aggregat entweder mittels zweier Turbolader oder zweier Kompressoren 800 PS abzufordern. Das Drehmoment soll bei über 750 Newtonmeter liegen.

Drei Sekunden auf Tempo 100
Da die Sachsen-Flunder nur 1.299 Kilogramm wiegen wird, hat dieses Kraftwerk ein leichtes Spiel: Nach drei Sekunden soll die Hunderter-Marke geknackt werden, als Spitze sind 360 km/h angepeilt. Den Kontakt zur Straße stellen P-Zero-Reifen von Pirelli her. Vorn sind 255er auf 19-Zoll-Felgen montiert, hinten sind 20-Zoll-Alus mit 305er-Pneus bezogen. Besonderen Wert habe man, so Nömer, auf den Feinschliff von Dynamik und Querbeschleunigung gelegt. Die Gewichtsverteilung liegt bei optimalen 50:50. Und noch einen beachtlichen Wert bietet der V88: Sein Kofferraumvolumen beträgt 500 Liter. Wermutstropfen: Von dem rassigen Asphaltbrenner aus der Bierstadt Radeberg sollen nur fünf Stück gebaut werden. Und jedes einzelne kostet 277.000 Euro.

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