Segway Ninebot Max G3: Viel Luxus, aber ein entscheidender Haken
Das einstellbare Fahrwerk des Segway-Scooters bügelt jedes Schlagloch weg. Doch im Praxis-Test offenbarte sich auch eine Schwäche, die Anfänger kennen sollten.
E-Scooter sind aus dem städtischen Straßenbild kaum noch wegzudenken. Doch ab wann lohnt sich der Kauf eines eigenen Elektro-Tretrollers im Vergleich zum ständigen Ausleihen per App? Unsere Kollegen von InsideEVs.de haben genau das herausgefunden und den Segway Ninebot Max G3 einem ausführlichen Alltagstest unterzogen.
Schon bei der Ankunft des Testgeräts wurde klar: Hier kommt kein Spielzeug. Mit 24 Kilogramm Leergewicht ist der Max G3 ein ordentlicher Brocken, der sich dank Klappmechanismus an der Lenkstange zwar tragen lässt, für den siebten Stock ohne Aufzug aber eher ungeeignet ist. Dafür punktet er mit solider Technik und Verarbeitung.
Besonders hervorzuheben ist das aufwendige Fahrwerk. Dank einer einstellbaren hydraulischen Federung und weichen 11-Zoll-Reifen bügelt der Segway Kanaldeckel und Trambahnschienen im Münchner Stadtverkehr erstaunlich komfortabel weg. Auch bei der Reichweite verspricht der Hersteller mit dem 597-Wh-Akku üppige 80 Kilometer im Eco-Modus. Das Entsperren funktioniert zeitgemäß über Bluetooth, App oder eine Tastenkombination am Lenker.
Einstellung der Federn hinten
Doch aller Anfang ist schwer: Für Scooter-Neulinge erfordert das Fahren mit dem langen Lenker und der direkten Lenkung über der Vorderachse anfangs etwas Eingewöhnung. Das Gefährt wirkt im direkten Vergleich zum Fahrrad zunächst etwas wackelig. Zudem erfordert die Elektrounterstützung beim Losfahren ein gewisses Mindesttempo - das erfordert besonders beim Abbiegen nach einem Ampelstart ein wenig Übung.
Hat man den Dreh aber erst einmal raus, saust der Segway (rechtlich abgeregelt auf 20 km/h) mühelos auch kleine Steigungen hinauf, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Mit Straßenpreisen ab etwa 799 Euro hat sich der Roller zudem für regelmäßige Nutzer von Leih-Scootern überraschend schnell amortisiert.
Technische Daten
| Segway Max G3 | Technische Daten |
| Maximale Leistung: | 2.000 Watt |
| Höchstgeschwindigkeit: | ca. 20 km/h |
| Maximale Steigung: | 30 Prozent |
| Batterie: | 597 Wattstunden |
| Maximale Reichweite: | 80 km (bei 15 km/h im Eco-Modus) |
| Ladezeit: | ca. 3:30 Stunden |
| Leergewicht: | 24 kg |
| Bremsen: | Scheibenbremsen vorn und hinten |
| Fahrwerk: | Doppelte hydraulische Federung |
| Bedienung: | TFT-Display |
| Besonderheiten: | Segride (Stability Enhancement System) |
| Segway AirLock (Bluetooth-Entsperrtechnologie) | |
| Apple Wo ist? | |
| Preis: | 999 Euro UVP (Straßenpreise ab 799 Euro) |
Wie sich der E-Scooter auf längeren Strecken verhält, wie gut die Bremsen zupacken und worauf Sie bei den rechtlichen Rahmenbedingungen (Stichwort: Versicherungskennzeichen und strenge Promillegrenzen) unbedingt achten müssen, klärt unser detaillierter Testbericht auf InsideEVs.de: "Segway Ninebot Max G3 E-Scooter im Test"
Auch interessant
BMW i3 (2026) im ersten Test: Hervorragendes Gesamtpaket trotz Fahrspaß-Schwächen
Ring frei für die nächste Runde: Der neue Audi A5 mit H&R-Tieferlegungsfedern
BMW 3er G50 (2027) im Test: Der M350 macht viel mehr Laune als der i3
Dieser traumhafte Maserati Ghibli SS von 1970 gehört der Familie Maserati
Subaru Solterra (2026) im Test: Überraschend sparsam, angenehm komfortabel, wenig Schwächen
Audi: Die Neuheiten 2027 im Überblick
Leapmotor C10 Hybrid EV im Dauertest: 5.215 Kilometer, ein leerer Akku und einige Überraschungen