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Volvo EX30 Cross Country im Dauertest (Teil 2): 428 PS im Förster-Look
Familie, Hund und Gepäck: Im zweiten Dauertest-Teil zeigt der kleine Elektro-Volvo seine cleveren und kuriosen Seiten

Bild von: Motor1.com Deutschland
Fabian Grass 
Von: Fabian Grass
19. Jul. um 11:03 Uhr
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Der Volvo EX30 Cross Country sieht nach Abenteuerurlaub aus: Dachkorb, grobe Reifen, 428 PS. In Teil zwei unseres Dauertests muss er aber eine deutlich profanere Disziplin meistern – Frau, Kind, Hund, Gepäck und eine längere Autobahnetappe. Statt Schotterpiste steht also Familienlogistik auf dem Programm.
Der kleinste Volvo wirkt dabei deutlich erwachsener, als es seine 4,23 Meter vermuten lassen. Voll beladen fährt der EX30 auf der Autobahn stabil und entspannt, ohne dieses nervöse „Kleinauto-kämpft-gegen-die-Bodenwelle“-Gefühl. Die 428 PS sind immer da, drängen sich aber nicht in den Vordergrund.



Bilder von: Motor1.com Deutschland
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Überholmanöver erledigt der Allradler beiläufig, wenn es sein muss, sehr beiläufig. Wer es krachen lassen will, kann das, wer nur gleiten möchte, ebenso. Weniger dezent ist der Dachkorb. Optisch gehört er klar zum Charakter, akustisch eher zur Geräuschkulisse. Bis rund 80, 90 km/h hält er sich zurück, darüber meldet sich vor allem der Windabweiser deutlich hörbar zu Wort und mischt sich in jedes Familiengespräch ein.
Immerhin: Der Korb lässt sich mit überschaubarem Aufwand demontieren – wer viel Langstrecke fährt, wird die Option schätzen. Ganz serienmäßig ist der Expeditions-Look ohnehin nicht, er steckt im Cross-Country-Experience-Paket.

Bilder von: Motor1.com Deutschland

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Seine charmantesten Seiten zeigt der EX30 sowieso im Detail. Kleine Skandinavien-Gimmicks wie Flagge im Sitzbezug, Koordinaten an der Front und Elchgrafik im Ablagefach geben dem Innenraum mehr Persönlichkeit als der nächste Klavierlack-Streifen. Dazu kommen clevere Lösungen wie der ausfahrbare Getränkehalter, ein praktisches Zusatzfach in der Mittelkonsole und eine gut nutzbare Ladeablage fürs Smartphone.
Beim Platzangebot bleibt der Volvo dagegen ehrlich kompakt. Vorn sitzt man bequem und mit gutem Raumgefühl, hinten wird es für Erwachsene schnell enger – vor allem hinter großen Fahrer:innen. Der Kofferraum ist variabel, aber nicht üppig. Unsere Hundebox passte nur quer hinein, was die restliche Beladung stärker einschränkt, als es die Karosserieform vermuten lässt. Ein Familienauto ist der EX30 damit durchaus, ein Raumwunder eher nicht.



Bilder von: Motor1.com Deutschland
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Die Bedienung bewegt sich zwischen modern und mutig. Das Google-Infotainment arbeitet schnell, die Sprachsteuerung hilft zuverlässig bei Navi, Klima und Sitzheizung – gut so, denn klassische Tasten sind Mangelware. Handschuhfach per Touchscreen, Spiegelverstellung über Bildschirmmenü und reduzierte Fensterheberschalter sparen zwar Bauteile, aber keine Denksekunden.
Unterm Strich bleibt ein eigenwilliges, sympathisches Elektro-SUV, das im Alltag besser funktioniert, als sein Försterauto-Look vermuten lässt, sich aber mit manchen Bedienideen und dem knappen Laderaum selbst ein wenig im Weg steht.
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