Volvo EX30 Cross Country (2026) im Dauertest: Überraschend anders?
Mehr Bodenfreiheit, 428 PS und Allrad: Was die robuste EX30-Version im Alltag wirklich besser macht
Der Volvo EX30 Cross Country soll zeigen, dass ein Elektro-SUV nicht zwangsläufig groß sein muss, um Abenteuerlust auszustrahlen. Für den ersten Teil unseres Dauertests übernimmt deshalb die robusteste Variante des EX30 die Rolle des Alltagsbegleiters – mit dem Anspruch, mehr zu können als nur den urbanen Kurzstreckenbetrieb.
Mit serienmäßigem Allradantrieb, 428 PS, erhöhter Bodenfreiheit und markanten Offroad-Anleihen positioniert sich der kleine Schwede bewusst jenseits der üblichen Stadt-Stromer mit Kunststoffbeplankung. Der Cross Country will nicht nur so aussehen, sondern zumindest ein Stück weit auch so können.
Schon optisch wirkt die Cross-Country-Version deutlich eigenständiger als der normale EX30. Die verbreiterten Radhäuser, die speziell gestalteten Front- und Heckpartien sowie die markante Frontgrafik mit ihren topografischen Linien verleihen dem Fahrzeug einen robusteren Auftritt, ohne dabei in die üblichen Offroad-Klischees abzurutschen.
Trotz seiner kompakten Länge von lediglich 4,23 Metern steht der Volvo erstaunlich selbstbewusst auf der Straße und wirkt präsenter, als es die nackten Zahlen vermuten lassen. Unter dem Blech arbeitet ausschließlich die stärkste Antriebsversion der Baureihe: Zwei Elektromotoren leisten zusammen 315 kW beziehungsweise 428 PS und stellen 543 Newtonmeter Drehmoment bereit.
Der Sprint auf Tempo 100 gelingt in 3,7 Sekunden. Im Alltag steht allerdings weniger die reine Beschleunigung im Mittelpunkt als die jederzeit verfügbare Leistungsreserve. Der EX30 Cross Country wirkt dabei nie hektisch oder aufgesetzt sportlich, sondern vielmehr souverän und gelassen.
Ebenso interessant sind die Änderungen am Fahrwerk. Volvo hat die Federung spürbar komfortorientierter abgestimmt und gleichzeitig die Bodenfreiheit erhöht. In der Praxis steckt der Cross Country schlechte Straßen und Querfugen deutlich gelassener weg, als man es von einem derart leistungsstarken Kompakt-SUV erwarten würde.
Im Innenraum setzt Volvo weiterhin konsequent auf sein minimalistisches Bedienkonzept mit großem Zentralbildschirm. Das sorgt für einen modernen und aufgeräumten Eindruck, verlangt im Alltag jedoch eine gewisse Eingewöhnung – insbesondere, weil klassische Bedienelemente weitgehend fehlen.
Hinzu kommen typische Eigenheiten des Testwagens: die eingeschränkte Sicht nach hinten, der Dachkorb mit auf der Autobahn deutlich hörbaren Windgeräuschen sowie ein Gesamtpreis von über 61.000 Euro.
Genau diese Mischung aus klaren Stärken und spürbaren Eigenheiten macht den EX30 Cross Country bereits nach dem ersten Monat zu mehr als nur einem weichgewaschenen Allerwelts-SUV.
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