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Ferrari 849 Testarossa vs. Audi Nuvolari: Supersportler im Duell

Die zwei Boliden kommen mit über 1.000 PS Hybrid-Power

Ferrari 849 Testarossa vs Audi Nuvolari
Bild von: Motor1.com

Audi geht wieder unter die Supersportler? Da lohnt es sich doch, das neuste Werk gegen die mögliche Konkurrenz antreten zu lassen. In diesem Fall den Ferrari 849 Testarossa. Die Italiener und die Ingolstädter wählen zwei unterschiedliche Wege, um in die Ära der elektrifizierten Hochleistungs-Supersportwagen zu starten.

Auf der einen Seite steht der 849 Testarossa, der spirituelle Nachfolger einer der ikonischsten Modellbezeichnungen aus Maranello. Er kombiniert einen 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit drei Elektromotoren und kommt so auf 1.050 PS. Auf der anderen Seite der Nuvolari, der Motorsport-Technologie, eine Carbon-Karosserie und einen Hybridantrieb mit 1.001 PS auf die Straße bringt.

Exterieur

Der Ferrari 849 Testarossa versucht, Vergangenheit und Zukunft in seinen Proportionen zu verbinden. Die Front greift einige stilistische Elemente des 12Cilindri auf, die Flächen erinnern jedoch an Sportprototypen der 1970er-Jahre. Das markanteste Detail ist das Heck im "Twin-Tail"-Design, eine Hommage an Endurance-Rennwagen wie den 512 S.

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Ferrari 849 Testarossa

Foto: Ferrari
Ferrari 849 Testarossa

Audi Nuvolari

Foto: Audi

Der aktive Spoiler kann bei 250 km/h bis zu 415 kg Abtrieb erzeugen, während die geschmiedeten 20-Zoll-Räder auch zur Kühlung der Bremsanlage beitragen.

Der Audi Nuvolari verfolgt dagegen eine völlig andere Formensprache. Der Supersportwagen aus Ingolstadt wirkt extremer und bulliger. Das Design erinnert an den R8, aber auch an einige jüngere Lamborghini-Modelle, vor allem im Heckbereich. Die Karosserie besteht nahezu vollständig aus Carbon und ist mit einem Aluminium-Space-Frame kombiniert.

Große Aufmerksamkeit galt der aerodynamischen Effizienz: An der Front verbessert ein S-Duct-System die Luftführung, während der große adaptive Heckflügel in drei Positionen arbeitet (Closed, Low Downforce und High Downforce). In der schärfsten Konfiguration erzeugt der Nuvolari mehr als 400 kg Abtrieb.

Modell Länge Breite Höhe Radstand
Ferrari 849 Testarossa 4,72 Meter 2,30 Meter (Mit Spiegel) 1,23 Meter 2,65 Meter
Audi Nuvolari 4,74 Meter  2,00 Meter (Schätzung ohne Spiegel) 1,20 Meter (Schätzung) 2,66 Meter (Schätzung)

Interieur

Im Innenraum des Ferrari herrscht ein klar fahrerorientiertes Ambiente, ohne auf die markentypische Qualität zu verzichten. Das Armaturenbrett wird von der neuen zentralen Brücke mit der traditionellen Aluminium-Schaltkulisse geprägt – eine direkte Anspielung auf die Geschichte des Cavallino Rampante.

Das Lenkrad zählt zu den wichtigsten Neuerungen. Nach der Kritik an der vollständig touchbasierten Lösung des SF90 setzt Ferrari wieder stärker auf physische Bedienelemente, die sich beim sportlichen Fahren intuitiver nutzen lassen.

<p>Audi Nuvolari</p>

Ferrari 849 Testarossa, der Innenraum

Foto: Ferrari
Ferrari 849 Testarossa

Audi Nuvolari, das Armaturenbrett

Foto von: Audi

Die Instrumentierung ist vollständig digital, mit Grafiken, die auf gute Ablesbarkeit ausgelegt sind. Hinzu kommen Apple CarPlay, Android Auto und die mit der App MyFerrari Connect verknüpften Dienste. Bei den Materialien kommen edle Werkstoffe und handwerklich hochwertige Verarbeitungen zum Einsatz, darunter Leder und Oberflächen auf sehr hohem Niveau.

Platz ist naturgemäß nicht die Priorität: Das Gepäckabteil fällt klein aus und ist eher für kleinere Gegenstände als für Reisen mit großem Gepäck gedacht.

<p>Audi Nuvolari, das Armaturenbrett</p>

Ferrari 849 Testarossa, der Kofferraum

Foto von: Ferrari
Ferrari 849 Testarossa, der Innenraum und der Kofferraum

Audi Nuvolari, ein Detail des Innenraums

Foto von: Audi

Auch Audi stellt den Fahrer in den Mittelpunkt des Erlebnisses. Der Innenraum wirkt minimalistischer als im Ferrari, mit einem eng umschließenden Cockpit und wenigen überflüssigen Elementen. Alle wichtigen Bedienelemente befinden sich in Fahrernähe, während die Tasten mit haptischem und akustischem Feedback für ein traditionelleres Bediengefühl sorgen.

Die Sportsitze aus Carbon und Aluminium sollen das Gewicht reduzieren und maximalen Seitenhalt bieten. Die Verarbeitungsqualität ist einer der Bereiche, an denen Audi besonders intensiv gearbeitet hat, mit Materialien und Konstruktionsdetails auf dem Niveau eines echten Exklusivfahrzeugs.

Auch hier geht es nicht um Praktikabilität: Das Fehlen eines vorderen Gepäckraums aufgrund der Luftführung durch den S-Duct schränkt das "Ladevolumen" jedoch ein.

Modell Ausstattung Zentraldisplay Kofferraum
Ferrari 849 Testarossa k. A. - 74 Liter
Audi Nuvolari k. A. k. A. k. A.

Antriebe

Der 849 Testarossa nutzt ein Plug-in-Hybridsystem, bestehend aus dem 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit 830 PS und drei Elektromotoren: zwei an der Vorderachse und einem weiteren an der Hinterachse, der von Erkenntnisse in der Formel 1 profitiert. Die Systemleistung liegt bei 1.050 PS, übertragen über einen elektrifizierten Allradantrieb mit fortschrittlichem Torque Vectoring.

Das Getriebe ist ein Achtgang-Doppelkupplungsautomat. Von 0 auf 100 km/h schafft es der 849 in weniger als 2,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt über 330 km/h. Die 7,45-kWh-Batterie ermöglicht rund 25 Kilometer elektrisches Fahren.

<p>Audi Nuvolari, ein Detail des Innenraums</p>

Ferrari 849 Testarossa Spider

Foto von: Ferrari
Ferrari 849 Testarossa Spider

Audi Nuvolari

Foto von: Audi

Der Nuvolari kontert mit einem 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit 800 PS, unterstützt von drei Axialfluss-Elektromotoren mit jeweils 150 PS. Das Ergebnis ist eine Gesamtleistung von 1.001 PS.

Der Audi beschleunigt in 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Tempo ist in weniger als 6,8 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 350 km/h. Der Allradantrieb nutzt zwei vordere Elektromotoren, die von einer 7,3-kWh-Bruttobatterie gespeist werden, für ein prädiktives quattro-System, das die Kraft intelligent verteilt.

Modell Motor Batterie Reichweite im Elektrobetrieb 0–100 km/h Höchstgeschwindigkeit
Ferrari 849 Testarossa 4,0-Liter-V8-Biturbo 7,45 kWh 25 km <2,3 Sekunden 330 km/h
Audi Nuvolari 4,0 V8-Biturbo 7,3 kWh >10 km 2,6 Sekunden >350 km/h

Preise

Der Ferrari 849 Testarossa startet als Coupé bei rund 460.000 Euro und steigt als Spider auf etwa 500.000 Euro, Individualisierungen nicht eingerechnet. Das für den Rundstreckeneinsatz angebotene Performance-Paket Assetto Fiorano kostet zusätzlich 52.500 Euro.

Bei einer Produktion von nur 499 Exemplaren ist der Audi Nuvolari noch exklusiver. Der Preis soll irgendwo bei 600.000 Euro liegen. Die Auslieferungen sind ab 2027 vorgesehen.