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Ferrari Amalfi Spider vs. Porsche 911 Turbo S Cabriolet: Föhn-Duell
Eleganz und Spitzenleistung mit Frischluftfaktor – die italienische Diva im Duell mit dem deutschen Klassiker

Bild von: Motor1.com

Von: Alberto Carmone
Übersetzt von: Benja Hiller
Veröffentlicht von: Benja Hiller
6. Apr. um 07:00 Uhr
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Der Ferrari Amalfi Spider und das Porsche 911 Turbo S Cabriolet stehen für zwei sehr unterschiedliche Interpretationen der modernen offenen Supersportwagen. Der Ferrari setzt auf Eleganz und Emotionalität – mit einem 640 PS starken Biturbo-V8 und einer Front-Mittelmotor-Architektur.
Der Porsche verbindet dagegen die 911-Tradition mit modernster Technik: Allradantrieb und ein Biturbo-Boxer (inzwischen ebenfalls elektrifiziert) mit 711 PS. Gemeinsam haben beide das Stoffverdeck und die klare Performance-Ausrichtung, allerdings mit deutlich unterschiedlichen Entwicklungsphilosophien.
Exterieur
Der Ferrari Amalfi Spider baut auf schlanke, moderne Proportionen: rund 4,66 Meter lang, mit elegantem Design, klaren Strukturen und ausgewogenen Proportionen. Das Centro Stile betont Eleganz und Sportlichkeit, mit starkem Fokus auf Aerodynamik – der aktive Heckflügel erzeugt bis zu 110 Kilogramm Abtrieb bei 250 km/h. Das fünflagige Stoffverdeck, das sich in 13,5 Sekunden bis 60 km/h öffnet, ist ein zentrales Element: optisch wie akustisch überzeugend und sauber in die Silhouette integriert.

Ferrari Amalfi Spider (2026)
Bild von: Ferrari

Porsche 911 Turbo S Cabriolet
Bild von: Porsche
Das 911 Turbo S Cabriolet – 4,55 Meter lang – bewahrt hingegen die ikonischen 911-Proportionen mit dem satten Heck, markanten Lufteinlässen und üppig aufgeblasenen Schultern. Das leichte Stoffverdeck öffnet in 12 Sekunden bis 50 km/h. Das Design wirkt insgesamt muskulöser und funktionaler, inklusive aktiver Aerodynamik-Elemente wie dem verstellbaren Heckflügel.
Modell Länge Breite Höhe Radstand Ferrari Amalfi Spider 4,66 Meter 1,97 Meter 1,31 Meter 2,67 Meter Porsche 911 Turbo S Cabriolet 4,55 Meter 1,90 Meter 1,30 Meter 2,45 Meter
Interieur
Im Innenraum setzt Ferrari auf ein minimalistisches, edles Ambiente: ein monolithisches Cockpit, das die digitale Instrumentierung integriert, dazu zwei weitere Displays für Infotainment und Beifahrer. Letzteres misst 8,8-Zoll und kann wichtige Fahrinformationen anzeigen.
Die Materialien bewegen sich auf sehr hohem Niveau, mit viel Leder und Aluminium-Applikationen. Die als "Brücke" gestaltete Mittelkonsole ist ein prägendes Detail. Das Kofferraumvolumen liegt bei 255 Litern und sinkt bei geöffnetem Verdeck auf 172 Liter.

Ferrari Amalfi Spider, das Armaturenbrett
Bild von: Ferrari

Porsche 911 Turbo S, der Innenraum
Bild von: Porsche
Porsche wählt eine stärker technikorientierte Auslegung: Das Porsche Advanced Cockpit umfasst ein komplett digitales, gebogenes Kombiinstrument sowie einen zentralen Touchscreen. Die Verarbeitungsqualität ist hoch, mit Lederbezügen und sportlichen Details. Der vordere Gepäckraum bietet 128 Liter, der hintere Stauraum hinter den Vordersitzen fasst 163 Liter.
Modelle Armaturenbrett Infotainment Kofferraum Ferrari Amalfi Spider 15,6 Zoll 10,25 Zoll 172/255 Liter (hinten) Porsche 911 Turbo S Cabriolet 12,6 Zoll 10,9 Zoll 128 Liter vorne/163 Liter hinten.
Motoren
Der Amalfi Spider nutzt einen 3,9-Liter-V8-Biturbo mit 640 PS und 760 Nm Drehmoment, gekoppelt an ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Fahrleistungen sind standesgemäß: 0–100 km/h in 3,3 Sekunden, dazu 320 km/h Spitze. Moderne Systeme zur Fahrdynamikregelung unterstützen während der Fahrt.

Ferrari Amalfi Spider
Bild von: Ferrari

Porsche 911 Turbo S Cabriolet
Bild von: Porsche
Das 911 Turbo S Cabriolet setzt auf einen 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer-Biturbo mit 711 PS und 800 Nm Drehmoment, Allradantrieb und 8-Gang-PDK. In der aktualisierten Version kommt zudem das T-Hybrid-System hinzu, das Ansprechverhalten des Turbos und Drehmoment verbessert. Die Performance ist entsprechend gewaltig: 0–100 km/h in 2,6 Sekunden, 322 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Modell Motor Drehmoment Getriebe 0–100 km/h Höchstgeschwindigkeit Ferrari Amalfi Spider 3,9-Liter-V8-Biturbo mit 640 PS 760 Nm 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 3,3 Sekunden 320 km/h Porsche 911 Turbo S Cabriolet 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo, 711 PS 800 Nm 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 2,6 Sekunden 322 km/h
Preise
Wer sich einen Ferrari Amalfi Spider in die Garage stellen will, muss mit rund 260.000 Euro rechnen. Beim Porsche 911 Turbo S Cabriolet werden mindestens 285.200 Euro fällig. Angesichts der umfangreichen Individualisierungsmöglichkeiten für Exterieur und Interieur – sowohl bei Ferrari als auch bei Porsche – dürfte der Endpreis allerdings schnell steigen.
Weitere Supersportler im Vergleich:
Maserati MCPura vs Porsche 911 Turbo S: Sportwagen-Konzepte im Vergleich
Ferrari 849 Testarossa vs. Lamborghini Revuelto im Vergleich
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