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Polestar 3 (2025) im Test: Elektro-Elch mit Premium-Ansprüchen

Premium-Elektro-SUV mit Stil, Komfort und kleinen Schwächen – wie gut ist der skandinavische Herausforderer wirklich?

Polestar 3 Test 2025
Bild von: Motor1.com

Der Polestar 3 ist der erste große Elektro-SUV der jungen Marke Polestar und tritt im hart umkämpften Premiumsegment an. Er will mit seinem eigenständigen skandinavischen Design, hochwertigen Materialien und fortschrittlicher Technik Akzente setzen. Im Test wurde das elektrische SUV auf Langstrecke und im Alltag erprobt, wobei sich Stärken und einige Schwächen zeigten.

Optisch setzt der Polestar 3 mit klaren, reduzierten skandinavischen Linien Akzente und erreicht trotz knapp 4,90 Meter Länge und 1,60 Meter Höhe einen guten cW-Wert von 0,29. Die Größe macht sich im Rangieren bemerkbar, wird aber durch Assistenzsysteme wie die 360-Grad-Kamera erleichtert. Der Innenraum überzeugt mit hoher Materialqualität, edlen Oberflächen und exzellentem Sitzkomfort. Er bietet großzügiges Platzangebot für Passagiere sowie 484 Liter Gepäckraum plus ein 32-Liter-Staufach vorne. Ein Kritikpunkt ist die Anfälligkeit von Klavierlackflächen. Die Bedienung erfolgt zentral über ein reaktionsschnelles 14,5-Zoll-Touchdisplay, während das kleinere Fahrerdisplay eingeschränkte Informationen zeigt.

Angetrieben wird der Polestar 3 Long Range Dual Motor von zwei Permanentmagnet-Synchronmotoren, die zusammen 360 kW (489 PS) Leistung und 840 Nm Drehmoment liefern. Das ermöglicht eine souveräne Beschleunigung (0-100 km/h in 5,0 Sekunden) und eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Eine 111-kWh-Batterie (107 kWh netto nutzbar) speichert die Energie und erlaubt eine WLTP-Reichweite von bis zu 610 Kilometern. In der Praxis sind Reichweiten um 500 Kilometer realistisch. Der Verbrauch liegt je nach Fahrweise zwischen unter 19 kWh in der Stadt und über 25 kWh auf der Autobahn. Geladen wird schnell: Mit bis zu 250 kW DC ist die Batterie in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt.

Fahrwerksseitig setzt der Polestar 3 auf eine adaptive Zweikammer-Luftfederung mit aktiven Dämpfern. Diese Abstimmung findet einen guten Kompromiss zwischen hohem Fahrkomfort, der Unebenheiten souverän schluckt, und einer strafferen Grundnote, die dem Gewicht des Fahrzeugs entgegenwirkt. Die Lenkung bietet eine angenehme Balance aus Präzision und Leichtgängigkeit. Ein Schwachpunkt ist das Gefühl am Bremspedal: Die Verzögerung ist stark, das Pedal wirkt aber teigig. Assistenzsysteme arbeiten meist unauffällig.

Mit einem Grundpreis von 89.900 Euro positioniert sich der Polestar 3 klar im Premiumsegment und konkurriert mit Modellen wie dem BMW iX oder Mercedes EQE SUV. Im Testfahrzeug mit optionaler Ausstattung lag der Preis bei rund 103.000 Euro. Er überzeugt als hochwertiger und eigenständiger Elektro-SUV mit seinem Design, dem komfortablen Innenraum, dem souveränen Antrieb und der hohen Ladeleistung. Kleine Schwächen bei Bedienung und Bremspedal trüben das Bild kaum. Für Interessenten, die einen stilvollen, komfortablen und technisch fortschrittlichen Elektro-SUV abseits des Üblichen suchen, stellt der Polestar 3 eine gelungene Alternative dar.

Erfahren Sie alle Details und sehen Sie weitere Bilder zum Polestar 3 Elektro-SUV im vollständigen Testbericht auf InsideEVs.de.