Wir haben den pfiffigen Kleinwagen mit dem 110-PS-Diesel getestet

Während andere Autos im Laufe der Modellzyklen in die Länge wachsen, schrumpft Kia seinen Rio: Dessen neueste Ausführung ist 25 Zentimeter kürzer als der Vorgänger. Damit rutscht der Rio aus der Kompaktklasse in die Kleinwagen-Liga. Wir haben als Klassen-Wechsler den 110 PS starken Rio 1.5 CRDi getestet.

Kratzen an der Viermeter-Marke
Mit dem Vorgänger hat der neue Rio wirklich nur noch den Namen gemeinsam. Der Neuling ist ein schicker, fünftüriger Kleinwagen, der mit seiner Kürze an der Viermeter-Marke kratzt. Dabei fällt er nicht durch Design-Wagnisse auf, sondern passt sich der aktuellen Blech-Mode seiner Klassenkameraden an.

Bunte Farben im Rio
Erobern wir Rio: Fahrer und Beifahrer haben genügend Platz, auch die Knie kann man unterbringen, ohne dass die Mittelkonsole drückt. Der Steuermann genießt dank einer klappbaren Armlehne noch etwas mehr Komfort. Im Testwagen gefällt uns das peppig-colorierte Cockpit. Lederlenkrad und Sitze sind schwarz-rot gestaltet, rote Nähte an Sitzen und Türinnenverkleidungen geben dem Interieur eine Prise Jugendlichkeit mit auf den Weg. Die frischen Farben bekommt allerdings nur, wer sich für die höchste Ausstattungsstufe EX Top entschieden hat und das Color-Paket ordert.

Ausreichend stark motorisiert
Mit dem von uns getesteten 1,5-Liter-Turbodiesel ist der Rio ausreichend stark motorisiert. Der 110-PS-Motor entwickelt seine Kraft kontinuierlich bereits aus dem Drehzahlkeller heraus. Dabei wird die Maschine zu keiner Zeit zu laut. 11,5 Sekunden dauert der Sprint auf Tempo 100, die Spitze ist bei 176 km/h erreicht, wobei der Tacho bei unserem Test diesen Wert mit 190 Stundenkilometern bezifferte.

Schaltung mit langen Wegen
Dank der recht direkten Lenkung lässt sich der kleine Rio exakt um die Ecken zirkeln. Das kann man von der Schaltung leider nicht sagen: Das ,H" wird bei ihm recht groß geschrieben und die Gänge der Fünfer-Box lassen sich nicht exakt genug einlegen. Am Fahrwerk wiederum gibt es kaum etwas auszusetzen: Es ist recht straff, ohne viel Komfort vermissen zu lassen. Nur kurze Stöße werden ziemlich direkt nach innen gemeldet.

Heißer Preis: Ab 9.880 Euro
Der Preis ist heiß: Das billigste Ticket für Rio-Reisen kostet 9.880 Euro: Soviel beträgt der Grundpreis für den 1.4 Base. Der Teuerste ist unser Testwagen, der 1.5 CRDi EX Top. Er ist für 14.810 Euro zu haben. Mit 255 Euro für den Metallic-Lack und 350 Euro fürs Color Paket kommen 15.415 Euro zusammen. Dafür sind das ESP, die Leichtmetallfelgen und die Klimaautomatik ab Werk an Bord.

Preisliste


Kia Rio 1.5 CRDi EX Top

Grundpreis: 14.810 Euro
Color-Paket (schwarz-rote Innenausstattung, Solarglas-Frontscheibe, Sitzheizung) 350
Metallic-Lackierung 255
Becker-Navi 900

Datenblatt

Motor und Antrieb
Motorart Otto-Reihenmotor 
Zylinder
Ventile
Hubraum in ccm 1.493 
Leistung in PS 110 
Leistung in kW 81 
bei U/min 1.900-2.750 
Drehmoment in Nm 235 
Antrieb Frontantrieb 
Gänge
Getriebe Schaltung 
Maße und Gewichte
Länge in mm 3.990 
Breite in mm 1.695 
Höhe in mm 1.470 
Radstand in mm 2.500 
Leergewicht in kg 1.221 
Zuladung in kg 429 
Kofferraumvolumen in Liter 372 
Kofferraumvolumen, variabel in Liter 1.107 
Dachlast in kg 75 
Tankinhalt in Liter 45 
Kraftstoffart Diesel 
Fahrleistungen / Verbrauch
Höchstgeschwindigkeit in km/h 176 
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 11,5 
EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 4,7 
EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 5,7 
EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 4,1 
Schadstoffklasse Euro 4 

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