Sparsamer Schwede? Volvo S40 DRIVe Start/Stop im Test
Hersteller verspricht für die Spritsparversion jetzt nur noch 3,9 Liter Verbrauch
Bei VW heißen sie BlueMotion, bei Peugeot Blue Lion und Volvo verpasst seinen ,grünen", besonders umweltfreundlichen Fahrzeugen das Label ,DRIVe". Die bereits verfügbaren Spritsparmodelle Volvo C30, S40 und V50 sind künftig auch mit einer Start-Stopp-Automatik erhältlich. Für die Mittelklasse-Limousine S40 versprechen die Schweden so einen Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter und einen CO2-Ausstoß von 104 Gramm je Kilometer. Wir konnten in Schweden testen, wie sparsam die neue Technologie tatsächlich ist.
Verbesserte Aerodynamik
Von außen ist der S40 DRIVe Start/Stop an einigen dezenten Änderungen zu erkennen. Zugunsten einer besseren Aerodynamik wurde die Karosserie etwas tiefer gelegt, zusätzliche Spoiler an Front und Heck sowie eine Kühlergrillabdeckung sollen den Luftwiderstand minimieren. Serienmäßig rollt der S40 DRIVe auf Leichtlaufreifen mit geringerem Rollwiderstand, optional erhältlich sind zudem aerodynamisch optimierte Leichtmetallfelgen.
0,6 Liter weniger als der S40 DRIVe
Weitere Maßnahmen, die einen niedrigen Verbrauch begünstigen sollen, sind Änderungen am Motormanagement, eine verbrauchsreduzierende Getriebeübersetzung und die Verwendung von Leichtlauföl. Mithilfe der Start-Stopp-Automatik lässt sich der Kraftstoffverbrauch um weitere vier bis fünf Prozent reduzieren, beim S40 soll das rund 0,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer ausmachen. Das System arbeitet ähnlich wie bei der Konkurrenz: Kommt das Fahrzeug zum Stehen und der Fahrer legt den Leerlauf ein und kuppelt aus, stellt sich der Motor automatisch ab. Wird das Kupplungspedal getreten, springt der Motor wieder an.
Klimaanlage im Stand-by-Modus
Bei ausgestelltem Triebwerk werden elektronische Systeme wie die Klimaanlage in einen Stand-by-Modus zurückgefahren. Wenn die Innenraum-Temperatur aber zu stark ansteigt, aktiviert sich die Anlage von alleine. Bei Außentemperaturen um 30 Grad – wie während unserer Testfahrt – benötigt die Klimaanlage so viel Energie, dass der Motor auf zwischenzeitliches Abschalten weitgehend verzichtet. Laut Volvo kann dadurch der Kraftstoffverbrauch allerdings um bis zu zehn Prozent ansteigen. In andere energiebedürftige Funktionen wie beispielsweise in das Audiosystem erfolgen keine Eingriffe. Basis für die Leistungsfähigkeit des Start-Stopp-Systems ist eine Zusatzbatterie, deren Kapazität den Motorstart unterstützt.
Neu: Regenerative Batterieaufladung
Eine weitere Neuerung gegenüber den DRIVe-Modellen ohne Start-Stopp-Automatik ist die regenerative Batterieaufladung. Diese Bremsenergierückgewinnung wird immer dann aktiv, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder bei eingelegtem Gang die Bremse betätigt. Die kinetische Energie des rollenden Fahrzeugs wird hier zum Aufladen der Batterie genutzt, ohne dass der Generatorantrieb Kraftstoff verbraucht.
Besser als erwartet
Das Turbodiesel-Triebwerk ist sicherlich kein Power-Aggregat, überrascht aber in Sachen Leistung unsere eher niedrigen Erwartungen angesichts von nur 109 PS. Für den Stadtverkehr ist der Selbstzünder absolut ausreichend, doch auch auf der Autobahn fühlt man sich nicht untermotorisiert. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter liegt bei 1.750 Umdrehungen an. Dafür müssen die Fahrzeug-Insassen eine relativ laute Geräuschkulisse in Kauf nehmen, die im hohen Drehzahlbereich weiter zunimmt. Das Handschaltgetriebe verrichtet ordentliche Arbeit, auch wenn sich die Gänge nicht immer ganz präzise einlegen lassen. Zudem wäre eine sechste Schaltstufe zeitgemäß. Dafür ist serienmäßig eine Schaltempfehlungsanzeige dabei, die per Pfeil in der Instrumententafel anzeigt, wann rauf oder runter geschaltet werden sollte.
3,9 Liter trotz Schwitzens nicht realisierbar
Die Verbrauchsangaben der Hersteller sind unter realen Bedingungen in den meisten Fällen nicht zu erreichen – so auch die 3,9 Liter Diesel, die Volvo für den S40 1.6D DRIVe Start/Stop anführt. Um aber einen Wert zu erreichen, der nicht durch die verstärkte Kühlleistung der Klimaautomatik beeinflusst wird, regelten wir diese sogar herunter und nahmen dafür verstärktes Transpirieren in Kauf. Laut Bordcomputer erreichten wir bei unserer Testfahrt durch die Stadt und über die Autobahn so einen für ein Mittelklasseauto respektablen Wert von exakt fünf Liter.
Fast alle Baureihen jetzt auch als DRIVe
Der neue S40 1.6D DRIVe Start/Stop ist ab sofort zu Preisen ab 24.010 Euro verfügbar. Damit werden nur 350 Euro mehr fällig als für die Variante ohne Start-Stopp-System. Volvo bietet zudem in Zukunft auch die Kombiversion V50 und den Kompaktwagen C30 als DRIVe-Modelle mit Start-Stopp-Automatik an. Ebenfalls neu Angebot des Schweden sind darüber hinaus Spritsparversionen vom V70 und vom S80 sowie den Offroadern XC60 und XC70. Damit sind jetzt von allen Volvo-Baureihen bis auf das Cabriolet C30 und das SUV XC90 auch umweltfreundliche DRIVe-Modelle erhältlich.
Verbesserte Aerodynamik
Von außen ist der S40 DRIVe Start/Stop an einigen dezenten Änderungen zu erkennen. Zugunsten einer besseren Aerodynamik wurde die Karosserie etwas tiefer gelegt, zusätzliche Spoiler an Front und Heck sowie eine Kühlergrillabdeckung sollen den Luftwiderstand minimieren. Serienmäßig rollt der S40 DRIVe auf Leichtlaufreifen mit geringerem Rollwiderstand, optional erhältlich sind zudem aerodynamisch optimierte Leichtmetallfelgen.
0,6 Liter weniger als der S40 DRIVe
Weitere Maßnahmen, die einen niedrigen Verbrauch begünstigen sollen, sind Änderungen am Motormanagement, eine verbrauchsreduzierende Getriebeübersetzung und die Verwendung von Leichtlauföl. Mithilfe der Start-Stopp-Automatik lässt sich der Kraftstoffverbrauch um weitere vier bis fünf Prozent reduzieren, beim S40 soll das rund 0,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer ausmachen. Das System arbeitet ähnlich wie bei der Konkurrenz: Kommt das Fahrzeug zum Stehen und der Fahrer legt den Leerlauf ein und kuppelt aus, stellt sich der Motor automatisch ab. Wird das Kupplungspedal getreten, springt der Motor wieder an.
Klimaanlage im Stand-by-Modus
Bei ausgestelltem Triebwerk werden elektronische Systeme wie die Klimaanlage in einen Stand-by-Modus zurückgefahren. Wenn die Innenraum-Temperatur aber zu stark ansteigt, aktiviert sich die Anlage von alleine. Bei Außentemperaturen um 30 Grad – wie während unserer Testfahrt – benötigt die Klimaanlage so viel Energie, dass der Motor auf zwischenzeitliches Abschalten weitgehend verzichtet. Laut Volvo kann dadurch der Kraftstoffverbrauch allerdings um bis zu zehn Prozent ansteigen. In andere energiebedürftige Funktionen wie beispielsweise in das Audiosystem erfolgen keine Eingriffe. Basis für die Leistungsfähigkeit des Start-Stopp-Systems ist eine Zusatzbatterie, deren Kapazität den Motorstart unterstützt.
Neu: Regenerative Batterieaufladung
Eine weitere Neuerung gegenüber den DRIVe-Modellen ohne Start-Stopp-Automatik ist die regenerative Batterieaufladung. Diese Bremsenergierückgewinnung wird immer dann aktiv, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder bei eingelegtem Gang die Bremse betätigt. Die kinetische Energie des rollenden Fahrzeugs wird hier zum Aufladen der Batterie genutzt, ohne dass der Generatorantrieb Kraftstoff verbraucht.
Besser als erwartet
Das Turbodiesel-Triebwerk ist sicherlich kein Power-Aggregat, überrascht aber in Sachen Leistung unsere eher niedrigen Erwartungen angesichts von nur 109 PS. Für den Stadtverkehr ist der Selbstzünder absolut ausreichend, doch auch auf der Autobahn fühlt man sich nicht untermotorisiert. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter liegt bei 1.750 Umdrehungen an. Dafür müssen die Fahrzeug-Insassen eine relativ laute Geräuschkulisse in Kauf nehmen, die im hohen Drehzahlbereich weiter zunimmt. Das Handschaltgetriebe verrichtet ordentliche Arbeit, auch wenn sich die Gänge nicht immer ganz präzise einlegen lassen. Zudem wäre eine sechste Schaltstufe zeitgemäß. Dafür ist serienmäßig eine Schaltempfehlungsanzeige dabei, die per Pfeil in der Instrumententafel anzeigt, wann rauf oder runter geschaltet werden sollte.
3,9 Liter trotz Schwitzens nicht realisierbar
Die Verbrauchsangaben der Hersteller sind unter realen Bedingungen in den meisten Fällen nicht zu erreichen – so auch die 3,9 Liter Diesel, die Volvo für den S40 1.6D DRIVe Start/Stop anführt. Um aber einen Wert zu erreichen, der nicht durch die verstärkte Kühlleistung der Klimaautomatik beeinflusst wird, regelten wir diese sogar herunter und nahmen dafür verstärktes Transpirieren in Kauf. Laut Bordcomputer erreichten wir bei unserer Testfahrt durch die Stadt und über die Autobahn so einen für ein Mittelklasseauto respektablen Wert von exakt fünf Liter.
Fast alle Baureihen jetzt auch als DRIVe
Der neue S40 1.6D DRIVe Start/Stop ist ab sofort zu Preisen ab 24.010 Euro verfügbar. Damit werden nur 350 Euro mehr fällig als für die Variante ohne Start-Stopp-System. Volvo bietet zudem in Zukunft auch die Kombiversion V50 und den Kompaktwagen C30 als DRIVe-Modelle mit Start-Stopp-Automatik an. Ebenfalls neu Angebot des Schweden sind darüber hinaus Spritsparversionen vom V70 und vom S80 sowie den Offroadern XC60 und XC70. Damit sind jetzt von allen Volvo-Baureihen bis auf das Cabriolet C30 und das SUV XC90 auch umweltfreundliche DRIVe-Modelle erhältlich.
Wertung
Preisliste
|
Volvo S40 1.6D DRIVe Start/Stop |
|
| Grundpreis: | 24.010 Euro |
| Ausstattungen | Preis in Euro |
| ABS | Serie |
| ESP | Serie |
| ASR | Serie |
| Airbag Fahrer | Serie |
| Airbag Beifahrer | Serie |
| Seitenairbags vorn | Serie |
| Kopfairbags vorn | Serie |
| elektr. Fensterheber vorn | Serie |
| elektr. Fensterheber hinten | Serie |
| elektr. verstellbare Außenspiegel | Serie |
| Klimaautomatik | Serie |
| Zentralverriegelung mit Fernbed. | Serie |
| Bildschirmnavigation | ab 2.100 |
| CD-Radio | Serie |
| MP3 | ab 610 |
| elektr. Schiebedach | 980 |
| Metalliclackierung | 700 |
| Leichtmetallfelgen | ab 700 |
| Sitzhöheneinstellung | Serie |
| Tempomat | 400 |
| Lederausstattung | ab 1.080 |
| Xenonlicht | ab 650 |
| Nebelscheinwerfer | 240 |
Datenblatt
| Motor und Antrieb | |
| Motorart | Turbodiesel |
| Zylinder | 4 |
| Ventile | 4 |
| Hubraum in ccm | 1.560 |
| Leistung in PS | 109 |
| Leistung in kW | 80 |
| bei U/min | 1.750 |
| Drehmoment in Nm | 240 |
| Antrieb | Frontantrieb |
| Gänge | 5 |
| Getriebe | Schaltgetriebe |
| Fahrwerk | |
| Spurweite vorn in mm | 1.535 |
| Spurweite hinten in mm | 1.531 |
| Radaufhängung vorn | Einzelradaufhängung, McPherson Federbeine, untere Dreieckslenker, Querstabilisator |
| Radaufhängung hinten | Multi-Link-Einzelradaufhängung, Spiralfedern, Gasdruckstoßdämpfer, Querstabilisator |
| Bremsen vorn | Scheiben, belüftet |
| Bremsen hinten | Scheiben |
| Wendekreis in m | 10,6 |
| Räder, Reifen vorn | 6,5 J x 15, 195 / 65 R15 |
| Räder, Reifen hinten | 6,5 J x 15, 195 / 65 R15 |
| Maße und Gewichte | |
| Länge in mm | 4.476 |
| Breite in mm | 1.770 |
| Höhe in mm | 1.454 |
| Radstand in mm | 2.640 |
| Leergewicht in kg | 1.388 |
| Zuladung in kg | 492 |
| Kofferraumvolumen in Liter | 404 |
| Kofferraumvolumen, variabel in Liter | 883 |
| Anhängelast, gebremst in kg | 1.300 |
| Dachlast in kg | 75 |
| Tankinhalt in Liter | 52 |
| Kraftstoffart | Diesel |
| Fahrleistungen / Verbrauch | |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | 190 |
| Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden | 11.4 |
| EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km | 3,9 |
| EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km | 4,9 |
| EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km | 3,4 |
| CO2-Emission in g/km | 104 |
| Schadstoffklasse | Euro 4 |
| Fixkosten | |
| Steuer pro Jahr in Euro | 152 |
| Haftpflicht-Klasse | 16 |
| Teilkasko-Klasse | 22 |
| Vollkasko-Klasse | 19 |
| Service-Intervalle | 20.000 km/12 Monate |
| Garantie | 2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung, 12 Jahre gegen Durchrostung |
Bildergalerie: Sparsamer Schwede?
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