Dieser Mazda MX-5 hat einen 3,0-Liter-V6 mit Porsche-DNA
Rocketeer macht den Mazda MX-5 NC zu einem V6-Restomod mit 304 PS
Rocketeer hat einen V6-Umbau für den Mazda MX-5 NC bestätigt – jene dritte Generation, die viele Enthusiasten bei der Suche nach einem MX-5-Projektfahrzeug gerne überspringen. Das Kit wird quasi als Rundum-Sorglos-Paket angeboten. Eigenarbeit ist nicht vonnöten. Die Bauplätze werden bereits bis ins Jahr 2027 vergeben.
Öffentlich debütiert das Auto beim Goodwood Revival 2026. Käufer stellen ihren eigenen NC, Rocketeer liefert das Auto mit einem V6 aus Jaguar-Beständen wieder zurück.
Was hinter dem Rocketeer NC V6-Umbau steckt
Als Spendermotor nutzt Rocketeer einen Jaguar AJ30 ab Baujahr 2003, einen 3,0-Liter-V6 mit etwa 300 PS, der auf der Duratec-Familie von Ford basiert. Serienmäßig gab es den NC mit einem 126 PS starken 1,8-Liter-Motor oder einem 2,0-Liter mit 160 PS – wir sprechen hier also von etwas mehr als einem leichten Leistungsplus.
Tuner greifen aus einem einfachen Grund immer wieder zum NC: Er ist das größte und steifste MX-5-Chassis und zugleich gebraucht am günstigsten zu bekommen. Diese Kombination bietet einem Umbau-Spezialisten mehr strukturelle Reserven für deutlich mehr Dampf, ohne gleich die selbsttragende Karosserie verstärken zu müssen.
Rocketeer zufolge bleiben Spritzwand und Hilfsrahmen unangetastet. Zudem behält das Auto seine werksseitige 50:50-Gewichtsverteilung. Das ist wichtiger als die reine Leistungszahl, denn der Reiz eines MX-5 steht und fällt mit seiner Balance in Kurven.
Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass ein Sechszylinder in einen MX-5-Motorraum wandert. Mazdas eigene Ingenieure haben einst einen V6 in einen Miata eingebaut – als Werksversuch, der nie in Serie ging. Viele private Besitzer wagen sich mit ihren teils auch älteren MX-5 an den Jaguar-V6-Umbau. Auch Rocketeer hatte den Motortausch zuvor bereits bei früheren MX-5 der Generationen NA und NB umgesetzt.
Rocketeer Cars Mazda MX-5 Miata NC mit Jaguar AJ30 V6-Motor
Technik, Porsche-Wurzeln und Kosten
Der überholte AJ30 leistet laut Rocketeer rund 300 PS und kommt auf 359 Nm Drehmoment – ein massiver Sprung gegenüber den bisherigen Vierzylindern. Zur Hardware gehören ein Ansaugtrakt aus Carbon, Einzeldrosselklappen, eine überarbeitete Abgasanlage und ein modifizierter Zylinderkopf.
Ein leichteres Schwungrad und eine verstärkte Kupplung sollen das zusätzliche Drehmoment verkraften. Gleichzeitig gibt Rocketeer an, dass das fertige Auto trotz des größeren Motors an der Vorderachse sein ursprüngliches Leergewicht beibehält. „Der umfangreiche Motorumbau verwandelt den Roadster komplett“, so das Unternehmen.
Die Verbindung des AJ30 zu Porsche ist nicht nur Marketing. Ford kaufte einst eine von Porsche entwickelte V6-Architektur und passte sie für Duratec- und Jaguar-Anwendungen an. Deshalb wird die Abstammung bei diesem Umbau so häufig erwähnt: Es handelt sich um einen von Ford gebauten, als Jaguar geführten Motor mit echten Porsche-Wurzeln im Kern.
Ein kompletter schlüsselfertiger Aufbau kostet in Großbritannien 25.000 Pfund (rund 29.000 Euro) zuzüglich Mehrwertsteuer. Rocketeer plant, die Fahrzeuge über akkreditierte Partner auch in Nordamerika, Deutschland und Australien auszuliefern.
Quelle: Rocketeer Cars via Autoblog.nl
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