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Lewis Hamilton hat sich endlich sein Traumauto gekauft: einen Ferrari F40

Er stand mehr als 30 Jahre in einer Garage, bevor der siebenmalige F1-Weltmeister ihn für eine vollständige Restaurierung nach Maranello holte

Ferrari F 40
Bild von: Ferrari

Lewis Hamilton hat im vergangenen Jahr seine gesamte Autosammlung verkauft. Eine Ausnahme, sagte er damals, würde er jedoch immer machen. Nun hat sich der siebenmalige Formel-1-Weltmeister diese Ausnahme tatsächlich gekauft: Seinen Traum-Ferrari, den einzig wahren Ferrari F40. Der Scuderia-Pilot teilte auf Instagram Fotos des legendären Supersportwagens, der im Werk in Maranello umfassend restauriert wird.

Berichten zufolge hatte der Wagen mehr als 30 Jahre in einer Garage gestanden, bevor Hamilton auf ihn aufmerksam wurde und ihn zu sich holte. Dem Kennzeichen nach könnte er allerdings bereits „zu Hause“ gewesen sein, denn das Auto scheint in Italien zugelassen gewesen zu sein. Aus unbekannten Gründen vernachlässigte der Vorbesitzer den F40, sodass er seit den 1990er-Jahren Staub ansetzte. Er ist einer von etwas mehr als 1.300 gebauten F40. Das unangefochtene Poster-Auto der 80er ist das letzte Modell, das Enzo Ferrari persönlich freigab.

Hamilton hatte bereits angedeutet, wie viel ihm der F40 bedeutet. Als er im Januar 2025 offiziell zu Ferrari wechselte, zeigte eines der ersten Bilder seines neuen Kapitels ihn neben einem F40 posierend in Maranello. Das sorgfältig inszenierte Foto wurde zu einem der prägenden Motive seiner ersten Tage bei der Scuderia: Hamilton neben dem legendären Supersportwagen vor der historischen Ferrari-Zentrale.

 

Wenig später verriet der britische Rennfahrer, dass er sogar gerne mit Ferrari an einer modernen Interpretation des F40 arbeiten würde. Einen Namen hatte er sich ebenfalls schon überlegt: F44, als Verweis auf seine Startnummer.

„Eines der Dinge, die ich wirklich machen möchte: Ich möchte einen Ferrari entwerfen. Ich möchte einen F44 machen. Auf Basis eines F40, mit echter Handschaltung. Daran werde ich in den nächsten Jahren arbeiten.“

Bis es so weit ist, dürfte er über den Besitz des originalen F40 mehr als glücklich sein – zumal dieses Exemplar nach einer wochenlangen Restaurierung in Maranello nun wieder in erstklassigem Zustand ist. Die von Hamilton geteilten Fotos zeigen den Supersportwagen in verschiedenen Stadien der Arbeiten. Der Prozess wirkt eher wie eine umfassende technische Wiederinbetriebnahme mit ausgebautem Motor als wie eine schnelle kosmetische Auffrischung.

Wie zu erwarten, verrät Hamilton nicht, wie viel er für den Wagen bezahlt hat. RM Sotheby’s versteigerte im April allerdings einen F40 mit nur 1.799 Kilometern auf dem Tacho für 4,3 Millionen Euro.


Motor1 meint:  Dass Hamilton einen F40 besitzt, wirkt fast zu passend, um wahr zu sein. Der Ferrari, der nach dem Verkauf seiner Sammlung bleiben darf, ist eine Ikone der 1980er-Jahre – mit Biturbo-V8, manuellem Getriebe und wenig Interesse daran, seinem Fahrer das Leben leicht zu machen. Genau so ein Auto erinnert daran, warum analoge Supersportwagen bis heute eine so starke Fangemeinde haben.

Und auch wenn die Idee eines F44 ein faszinierendes „Was wäre wenn“ bleibt, könnte Hamiltons neu erworbener F40 sogar die bessere Geschichte sein. Er hat Historie, Herkunft und die direkte Verbindung zu Enzo Ferrari – etwas, das eine moderne Neuinterpretation nie vollständig nachbilden könnte.

Einen der größten Fahrer der Welt dabei zu sehen, wie er endlich seinen Traum-Ferrari bekommt und ihn in Maranello restaurieren lässt, wirkt wie ein passendes nächstes Kapitel – für Hamilton ebenso wie für den F40.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er ihn nicht als „schrecklich zu fahren“ bezeichnen wird, wie er es einst über seinen Pagani Zonda sagte.