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Für eine persönlichere Erfahrung

Mercedes C-Klasse (2026) bekommt ein großes Facelift

Die Gesichtskorrektur ist bei der Baureihe 206 sehr wörtlich zu nehmen

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)
Bild von: Mercedes-Benz

Nach fünf Jahren auf dem Markt verpasst Mercedes einer seiner beliebtesten Baureihen eine große Modellpflege. Die Rede ist von der aktuellen C-Klasse als Limousine und T-Modell, interner Code 206. Der Hintergrund für die Überarbeitung liegt auf der Hand, erst kürzlich zeigte man die rein elektrische C-Klasse. Auch den künftigen neuen BMW 3er dürfte man im Blick haben.

An deren großen Grill wird die C-Klasse mit Verbrenner jetzt angepasst, die künftige 206er-Frontpartie zitiert aber auch stark die größere E-Klasse und S-Klasse. Familienähnlichkeit ist Pflicht, das gehört zur Marke Mercedes seit den 1950er-Jahren. 

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Mercedes E 400 e 4MATIC Limousine (2024)

Mercedes E 400 e 4MATIC Limousine (2024)

Weltpremiere der neuen elektrischen C-Klasse in Seoul, 2026. Mercedes C 400 4MATIC elektrisch

Mercedes C 400 4MATIC elektrisch (2026)

Bilder von: Mercedes-Benz
Bilder von: Mercedes-Benz

Die Überarbeitung der C-Klasse als Limousine und T-Modell stellt laut Mercedes eine umfassende technische Aktualisierung der Kernbaureihe dar. Mit mehr als zwölf Millionen verkauften Einheiten seit dem 190 von 1982 bildet die Modellreihe das Rückgrat im Produktportfolio des Herstellers.

Bildergalerie: Mercedes C-Klasse Limousine (2026) und Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Mehr Grill, mehr Licht

Optisch erfährt die C-Klasse eine dezente Nachschärfung mit einer Ausrichtung auf mehr Präsenz. Die Frontpartie prägen ein stärker vertikal ausgerichteter Kühlergrill mit integriertem LED-Lichtleiter sowie Tagfahrleuchten im Doppelstern-Design. Je nach Ländermarkt und Ausstattung wird auch der Zentralstern im Kühlergrill illuminiert.

Ein hochglanzschwarzes Element verbindet den Grill optisch mit den Scheinwerferkomplexen. Bei den Scheinwerfern und den Heckleuchten der Limousine greift die Lichtgrafik ebenfalls die Sternenform auf. Erstmals projektieren in die Seitenschweller integrierte Lichtelemente ein animiertes Muster auf den Boden beim Öffnen der Türen. Stoßfänger mit Chromakzenten und Blenden in Hochglanzschwarz betonen die Fahrzeugbreite.

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Mercedes C-Klasse C300 Limousine (2021) im Test

Mercedes C 300 Limousine (2021)

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Bilder von: Mercedes-Benz

Zudem erweitern zwei neue Lackierungen sowie geänderte Felgendesigns von 17 bis 19 Zoll das Angebot. Mit der AMG Line Plus wird eine neue Ausstattungsversion eingeführt, die dunkle Designakzente, Integral-Sportsitze mit roten Ziernähten und rote Sicherheitsgurte beinhaltet.

Im Innenraum folgt das Design dem bisherigen Layout mit einem 12,3 Zoll großen digitalen Kombiinstrument und einem hochformatigen 11,9-Zoll-Touchscreen. Das neu gestaltete Multifunktionslenkrad setzt auf haptisch getrennte Wipp- und Walzenelemente zur Steuerung von Tempomat und Lautstärke. Auf der Softwareseite führt Mercedes die vierte Generation des Multimediasystems MBUX auf Basis des eigenen Betriebssystems MB.OS ein.

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Bild von: Mercedes-Benz

Ein virtueller Assistent greift mittels Multi-Agent-Ansatz auf künstliche Intelligenz von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini zu. Damit lassen sich laut Mercedes komplexe Konversationen führen und alltägliche Daten wie Wetterbedingungen, Aktienkurse oder Umrechnungen abfragen. Für die Fahrführung kommt eine Google-Maps-Navigation mit dem Google Cloud Automotive AI Agent zum Einsatz. Sie bietet Konversationssuchen nach Parkplätzen und Ladesäulen.

Ergänzend blendet eine Surround-Navigation dreidimensionale Umgebungsdaten inklusive Fahrspuren und anderen Verkehrsteilnehmern ein. Über ein Over-the-Air-Updatesystem lassen sich Funktionen und Apps auch nach dem Kauf aktualisieren oder dazubuchen.

Mehr Klang, mehr Licht

Materialseitig erweitern zwei neue Polsterfarben und drei offenporige Holz- sowie Metall-Zierteile die Optionen. Das Akustiksystem Burmester 3D-Surround mit 15 Lautsprechern und 710 Watt Leistung bietet Zehn-Stufen-3D-Effekte und passt die Klangverteilung dank automatischer Gurtschlosserkennung an die Sitzbelegung an.

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Bild von: Mercedes-Benz

Die Ambientebeleuchtung umfasst 64 Farben mit individuell einstellbaren Dimmzonen sowie einer visuellen Rückmeldung bei Temperaturänderungen oder Totwinkel-Warnungen. Die Innenraumluft lässt sich über ein Filter- und Ionisierungssystem reinigen sowie beduften.

Das C-Klasse T-Modell bietet ein Ladevolumen von 490 bis 1.510 Litern. Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 40/20/40 geteilt. Eine elektrisch betätigte Heckklappe sowie separat verstaubare Abdeck- und Trennnetzrollos gehören zum Standard.

Benziner, Diesel oder Plug-in-Hybrid

Das Motorenprogramm setzt auf elektrifizierte Vierzylinder-Benzin- und Dieselaggregate, die auf kommende Abgasnormen wie Euro 7 vorbereitet sind. Alle Verbrennungsmotoren verfügen über ein 48-Volt-Bordnetz mit einem integrierten Starter-Generator der zweiten Generation (ISG 2.0). Dieser unterstützt mit bis zu 17 kW Zusatzleistung sowie 205 Nm Drehmoment und ermöglicht Segelfunktionen sowie die Start-Stopp-Sicherstellung.

Die 2,0-Liter-Benziner der Baureihe M 254 EVO nutzen einen elektrischen Zusatzverdichter zur Eliminierung des Turbolochs bei niedrigen Drehzahlbereichen. Verfügbar sind der C 200 mit 130 kW (177 PS), der C 250 mit 160 kW (218 PS) und der C 300 mit 190 kW (258 PS). Die kombinierte Verbrauchspanne der Benziner liegt je nach Modell und Karosserieform zwischen 6,2 und 7,1 Litern auf 100 Kilometer bei CO2-Emissionen von 141 bis 162 Gramm pro Kilometer.

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Mercedes C-Klasse Limousine (2026)

Bild von: Mercedes-Benz

Der Vierzylinder-Diesel OM 654 EVO wird in den Leistungsstufen mit 120 kW (163 PS) und 147 kW (200 PS) angeboten, ist mit Einspritzdrücken von bis zu 2.200 bar ausgerüstet und für den Betrieb mit Biokraftstoffen wie HVO100 freigegeben.

Die Plug-in-Hybridmodelle C 400 e 4MATIC (als Limousine und T-Modell) kombinieren den Benziner mit einer E-Maschine zu einer Systemleistung von 290 kW (395 PS) und einem Systemdrehmoment von 650 Nm. Die Batterie verfügt über einen nutzbaren Energiegehalt von 19,53 kWh, was eine rein elektrische Reichweite nach WLTP von bis zu 100 Kilometern ermöglicht. Das Laden erfolgt mit bis zu 11 kW an Wechselstrom sowie mit maximal 55 kW an DC-Schnellladestationen.

Ruhe bitte!

Der Geräusch- und Vibrationskomfort wurde durch zahlreiche Detailmaßnahmen weiter verbessert. Die ausgeklügelte Aerodynamik mit einem cw-Wert ab 0,24 bei der Limousine und ab 0,26 beim T‑Modell reduziert Windgeräusche bereits im Ansatz, unterstützt durch den neu gestalteten Außenspiegel mit aeroakustisch optimiertem Spiegelfuß.

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Bild von: Mercedes-Benz

Die aerodynamische Gestaltung der Heckdeckelendkante inklusive Spoileranformung sowie seitliche Abrisskanten in den Heckleuchten minimieren Verwirbelungen und damit einhergehende Geräusche. Eine zusätzliche Dichtung an der Windschutzscheibe reduziert Windgeräusche weiter. Die Abgasanlage ist jetzt in Käfiglage aufgehängt, was die Vibrationsübertragung spürbar mindert. Weiterentwickelte Isolationspakete und gezielte Dämmmaßnahmen tragen zum ruhigen Innenraumniveau auch beim Beschleunigen sowie bei höheren Geschwindigkeiten bei. 

Verbesserungen am Fahrwerk

Fahrwerksseitig wurde die Verstelldämpfung und die Anbindung der Vierlenker-Vorderachse sowie der Raumlenker-Hinterachse für weniger Aufbaubewegungen nachgestimmt. Das Fahrzeug bietet eine optionale Hinterachslenkung mit einem Einschlagwinkel von bis zu 2,5 Grad. Unterhalb von 100 km/h lenken die Hinterräder gegensinnig zur Vorderachse, was den Wendekreis um 43 Zentimeter auf 10,64 Meter verkleinert. Bei höheren Geschwindigkeiten lenken die Räder gleichsinnig zur Erhöhung der Spurstabilität. 

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Mercedes C-Klasse T-Modell (2026)

Bild von: Mercedes-Benz

Das Sicherheitssystem MB.DRIVE verarbeitet Sensordaten von bis zu zehn Kameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren über MB.OS. Neben Spurhalte-, Abstand- und Bremsassistenten sind erweiterte Stufen verfügbar: Der Ausstattungsumfang beinhaltet automatische Spurwechsel per Blinkerhebel, das Anhalten vor roten Ampeln sowie erweiterte Park- und Rangierassistenten mit Rückfahrfunktion und Anhänger-Knickwinkelschutz.

Marktstart und Preis

Der Bestellstart ist für den 18. August 2026 angesetzt. Die Einstiegspreise auf dem deutschen Markt beginnen bei 48.844 Euro inklusive Mehrwertsteuer für die C 200 Limousine.