Land Rover Defender Dakar: 626-PS-Rallye-Biest für die Straße
Der Offroader vereint Rallye-Technik mit einem 626-PS-V8-Aggregat und Schalensitzen
Ein straßenzugelassenes SUV mit einem "Flight Mode" klingt wie ein Cheat aus einem Videospiel, doch der Land Rover Defender Dakar des Modelljahres 2027 ist sehr real. Als Design-Vorschau beim The Quail während der Monterey Car Week vorgestellt, macht diese Kleinserie aus dem rallyeerprobten Defender D7X-R ein straßenzugelassenes Offroad-Gerät für besonders ambitionierte Geländefahrer.
Die Enthüllung zeigt, wo sich der Defender Dakar neben dem bereits extremen Defender Octa und dem für den Wettbewerb ausgelegten D7X-R einordnet. Wer einen Kauf erwägt, sollte wissen, welche Technik tatsächlich vom Dakar-Einsatz abgeleitet ist, wie alltagstauglich das Modell auf normalen Straßen sein dürfte und wann die Bestellbücher tatsächlich öffnen.
Was dann der Defender Dakar
Der Land Rover Defender Dakar Modelljahr 2027 ist eine in kleiner Stückzahl produzierte, straßenzugelassene Weiterentwicklung des Defender D7X-R, der bei der Dakar Rallye 2026 einen Klassensieg eingefahren hat. Es handelt sich nicht um ein Karosserie-Kit auf Basis eines gewöhnlichen Defender. Land Rover positioniert ihn als neues Performance-Flaggschiff oberhalb des Octa, mit Technik und Fahrmodi, die direkt vom Rallye-Fahrzeug abgeleitet sind.
Unter der Haube arbeitet ein 4,4-Liter-V8-Biturbo, der in seinen Grundzügen mit dem Defender Octa verwandt ist, hier jedoch nicht durch Rennreglements eingeschränkt und auf 626 PS sowie 750 Nm abgestimmt wurde. Damit liegt die Leistung sogar leicht über der des D7X-R selbst – ein Hinweis darauf, dass dieses Tributmodell den Rennsieger in Sachen Output sogar übertrifft und dennoch straßenzugelassen bleibt.
Wer die komplette Motorsport-Vorgeschichte nachlesen möchte, findet im ursprünglichen Defender D7X-R Dakar-Rennfahrzeug einen Eindruck davon, wie weit Land Rover die Plattform für den Wüsteneinsatz entwickelt hat. Im Innenraum macht das 2+2-Layout des Defender Dakar mit Schalensitzen im Rennstil und vollwertiger Innenraumverkleidung ihn zu einer noch fokussierteren Interpretation des Performance-SUV Defender Octa, ohne gleich auf einen kargen Rohbau zu setzen.
Land Rover Defender Dakar
Dakar-Technik und Flight Mode
Beim Fahrwerk unterscheidet sich der Defender Dakar besonders deutlich von anderen Defender-Modellen aus dem Serienprogramm. Statt einer Luftfederung setzt er auf Schraubenfedern mit Bilstein-Dämpfern in Motorsport-Spezifikation, die für harte Offroad-Einsätze bei hohem Tempo abgestimmt sind. Massive 35-Zoll-All-Terrain-Reifen sitzen auf geschmiedeten 20-Zoll-Rädern, und das hintere Ersatzrad wandert in den Laderaum, wo sich auch ein integrierter Luftkompressor befindet, mit dem sich der Reifendruck zwischen Gelände und Asphalt anpassen lässt.
Auch die Fahrmodi stammen direkt vom Rallye-Fahrzeug, darunter neue Einstellungen für Dünen und Schotter sowie ein sogenannter Flight Mode, der Ein- und Ausfederverhalten für große Sprünge steuert. Dachmontierte Zusatzscheinwerfer, eine Motorhaube aus Carbon und erhöhte Lufteinlässe verleihen ihm die Haltung eines Wüsten-Renners, während das 2+2-Innenraumlayout, stark konturierte Schalensitze und optionale Vierpunktgurte deutlich machen, dass dieses Fahrzeug aus dem Motorsport stammt und nicht aus einem Designstudio.
Land Rover Defender Dakar
Zu den Lackoptionen gehören Farben wie Dakar Sand und Yanbu Turquoise, die die optische Verbindung zum Rallye-Projekt unterstreichen. Derzeit sammelt Land Rover zunächst nur Interessensbekundungen. Vollständige technische Daten, Produktionszahlen und Preise sollen bei der Dakar Rallye 2027 in Saudi-Arabien im Januar bekannt gegeben werden, bevor Anfang 2027 die formalen Reservierungen starten.
Die Verfügbarkeit dürfte knapp ausfallen, ähnlich wie bei anderen Werkssonderserien und hochwertig ausgestatteten V8-Defender-Versionen. Wer ernsthaft interessiert ist, wird also schnell handeln müssen, sobald die Bestellbücher öffnen.
Quelle: Land Rover
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