Dieser Luxus-Liner ist fast ein Hotelzimmer auf Rädern
Concorde erfindet den Centurion neu: Neues Design, zwei Grundrisse und mächtige Bordtechnik
Es gibt Wohnmobile, große Wohnmobile und dann gibt es Fahrzeuge wie den Concorde Centurion. Für das Modelljahr 2027 wurde das Flaggschiff nicht einfach ein bisschen aufgehübscht, sondern komplett neu entwickelt. Neues Design, neuer Innenraum, neue Technik und zunächst zwei Grundrisse markieren den Generationswechsel.
Luxus-Reisemobile haben ohnehin Hochkonjunktur. Gerade erst hat Hymer die komplett neue B-Klasse MasterLine vorgestellt, während der Vario Mobil Perfect 1200 Platinum mit zwölf Metern Länge, vier Slide-outs und bis zu 35 Quadratmetern Wohnfläche in Richtung rollende Luxuswohnung marschiert. Genau in dieser exklusiven Ecke tritt auch der neue Centurion an.
Bildergalerie: Concorde Centurion 1050 GI (2026)
Der Generationswechsel fällt schon äußerlich deutlich aus. Die Front wirkt geradliniger und moderner, hinzu kommt eine neue Lichtsignatur. Spannend ist weniger der übliche Modellwechsel als das, was danach kommt: Die hier erstmals gezeigte Formensprache soll künftig nicht dem Centurion vorbehalten bleiben, sondern nach und nach auch andere Concorde-Baureihen prägen.
Zum Start besteht die Familie aus zwei Modellen. Der Centurion 1050 GI kommt mit sogenannter Smart-Garage, während Concorde beim längeren 1100 GI von einer Mini-Garage spricht. Dabei reden wir natürlich nicht vom üblichen Fahrradkeller eines Teilintegrierten. Das Heckabteil spielt in einer ganz anderen Größenordnung.
Damit ist allerdings noch nicht Schluss. Im Sommer soll der Centurion 1200 GSI folgen. Gleichzeitig plant Concorde den 1050 und 1100 ebenfalls als GSI-Versionen mit Slide-out. Die neue Generation wächst damit schrittweise zu einer ganzen Modellfamilie heran. Bei 1050, 1100 und schließlich 1200 im Namen dürfte allerdings niemand ernsthaft Kompaktklasse erwarten.
Im Innenraum versucht Concorde ebenfalls, sich von der klassischen Liner-Einrichtung mit viel Holz, Leder und schweren Möbeln zu lösen. Große Flächen, lange horizontale Linien und indirekte Beleuchtung bestimmen das Bild. Auf den ersten Fotos erinnert das Ergebnis tatsächlich eher an ein modernes Apartment als an ein Reisemobil – nur dass dieses Apartment eben eine ziemlich große Windschutzscheibe hat.
Dazu stehen zwei neue Wohnwelten zur Wahl. "Grey Elegance" verfolgt einen moderneren und geradlinigeren Ansatz, während "Pure Oak" mit wärmeren Holzoberflächen wohnlicher ausfällt. Gemeinsam ist beiden die vergleichsweise ruhige Gestaltung. Gerade die großen Wand- und Möbelflächen sorgen dafür, dass der Innenraum trotz seiner Dimensionen nicht mit Details überladen wirkt.
Der Grundriss folgt dagegen dem bekannten Prinzip großer Luxus-Liner. Im Heck liegt oberhalb der Garage das Schlafzimmer mit großem Doppelbett. Davor schließen sich der Sanitärbereich mit separater Dusche, die Küche und schließlich die Sitzgruppe im Bug an. Die bisher bekannten Grundrisse zeigen dabei unterschiedliche Lösungen für den Wohnbereich des 1050 und 1100.
Auch hinter den Möbeln wurde kräftig umgebaut. Concorde wechselt markenweit auf die neue Elektroplattform von Victron. Die Energiesysteme lassen sich über die hauseigene App überwachen und steuern, serienmäßig kommen Lithium-Batterien von Liontron zum Einsatz. Gleichzeitig soll der Ruhestrom gegenüber dem bisherigen System sinken.
Bei der Stromversorgung geht noch deutlich mehr. Mit den neuen Paketen Power L und Power XL sind Batteriekapazitäten von bis zu 990 Ah und Spitzenleistungen von bis zu 9.000 Watt möglich. Ein neues CBE-Display übernimmt zudem die Bedienung zentraler Fahrzeugfunktionen. Wer komplett auf Gas verzichten möchte, kann künftig auch eine Alde Diesel-Warmwasser-Zentralheizung bestellen.
Die opulente Küche hat einen 182-Liter-Haushaltskühlschrank und Backofen serienmäßig an Bord. Optional sind Weinkühler, integrierter Kaffeevollautomat und sogar eine Spülmaschine, die nur acht Liter pro Spülgang benötigt und während der Fahrt betrieben werden kann. Ein 5G-Router gehört ebenfalls zur Serienausstattung.
Einen Preis für die neue Centurion-Generation hat Concorde bislang noch nicht genannt. Eine ziemlich deutliche Hausnummer liefert allerdings der Vorgänger: Der Centurion 1200 GSI lag zuletzt je nach Actros-Ausführung bereits bei rund 845.000 bis 877.000 Euro Grundpreis. Mit Extras war die Million damit keineswegs weit entfernt. Billiger dürfte die neue Generation kaum werden.
Bildergalerie: Concorde Liner (2026)
Der Centurion ist allerdings nicht die einzige Neuheit aus Aschbach. Auch der Concorde Liner erhält ein umfangreiches Facelift. Neu sind die Frontpartie mit LED-Lichtsignatur und eine wahlweise schwarze oder weiße Motorhaube. Erstmals gibt es zudem einen elektrischen Slide-out, der den Wohnbereich im Stand um rund 50 Zentimeter erweitert.
Und dann wäre da noch ein Geburtstag: Zum 45-jährigen Firmenjubiläum legt Concorde den Charisma als Jubiläumsmodell mit eigener Design- und Ausstattungslinie sowie digitalem Cockpit auf. Der Einstieg liegt bei 394.900 Euro, wobei bereits zusätzliche Serienausstattung im Wert von mehr als 150.000 Euro enthalten sein soll. Neben einem Centurion klingt selbst das beinahe nach dem Einstiegsmodell.
Bildergalerie: Concorde Charisma (2026) Jubiläumsmodell
Zu sehen gibt es das komplette Luxusprogramm auf dem Caravan Salon Düsseldorf vom 28. August bis 6. September 2026. Dort feiert der neue Centurion seine Premiere, gleichzeitig zeigt Concorde den überarbeiteten Liner und das Charisma-Jubiläumsmodell.
Wer für luxuriöses Reisen nicht gleich in Centurion-Dimensionen vorstoßen möchte, findet einige Nummern darunter reichlich Auswahl. Der Laika Kreos H 5109 MB setzt auf Mercedes-Basis, der Dethleffs Trend I 7027 kombiniert Längseinzelbetten mit großer Hecksitzgruppe. Und der Niesmann+Bischoff iSmove interpretiert den Luxus-Integrierten ebenfalls in deutlich handlicheren Dimensionen.
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