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Für eine persönlichere Erfahrung

Sandwürmer nehmt euch in Acht, der Rezvani Dune ist im Anflug!

Das 800 PS starke Offroad-Monstrum ist mehr als nur ein Huracan auf Stelzen

Rezvani Dune
Bild von: Rezvani

Es mag überraschen, doch der VW-Konzern spielte schon lange mit der Idee eines Offroad-Supersportwagens, bevor der Lamborghini Huracán Sterrato 2022 debütierte. Der Italdesign Parcour wurde bereits 2013 vorgestellt und zeigte ein auf dem Gallardo basierendes Konzeptfahrzeug, das dort fahren sollte, wo noch kein anderer Supersportwagen zuvor unterwegs war.

Springen wir ins Jahr 2026: Nun gibt es erneut ein hochbeiniges Performance-Fahrzeug mit italienischen Wurzeln. Diesmal stammt es allerdings nicht von einer Marke, die inzwischen nicht mehr zum Konzern gehört.

<p><em>Rezvani Dune</em></p>

Rezvani Dune

Foto von: Rezvani

Stattdessen hat Rezvani Motors den Huracan in einen radikalen Supersportwagen verwandelt, der auch vor Schmutz nicht zurückschreckt. Der Umbau fällt so umfassend aus, dass manche die Identität des Spenderfahrzeugs kaum noch erkennen dürften.

Passend "Dune" genannt, lässt dieser extreme Custom-Aufbau den Sterrato und selbst den Porsche 911 Dakar im Vergleich fast zahm wirken. Der geländetaugliche Supersportwagen würde auch in einem neuen "Mad Max"-Film nicht fehl am Platz wirken – und genau das macht seinen überdrehten Auftritt aus.

Die komplett neu gestaltete Widebody-Karosserie besteht vollständig aus Carbon und verfügt sogar über einen Dachlufteinlass. Während der Sterrato gegenüber dem regulären Huracan eine um 4,3 Zentimeter erhöhte Bodenfreiheit erhielt, legt Rezvani beim neuen Dune noch einmal nach und hebt das Fahrwerk um weitere wahnwitzige 11,4 Zentimeter an. Das sorgt für nochmals mehr Bodenfreiheit. Die speziellen Felgen tragen grobstollige und sehr wuchtige 31-Zoll-All-Terrain-Reifen, wie man sie sonst eher von Offroad-Trucks kennt.

Hinter den Sitzen arbeitet weiterhin ein 5,2-Liter-V10, allerdings nicht mehr als Saugmotor. Rezvani hat sich mit VF Engineering zusammengetan, um den Dune per Kompressor aufzuladen und 800 PS herauszuholen – fast 200 PS mehr als beim Sterrato. Ein Drehmomentwert wurde noch nicht genannt, doch gegenüber den serienmäßigen 560 Nm ist mit einem deutlichen Plus zu rechnen.

Geplant sind lediglich sieben Umbauten. Rezvani nimmt bereits Bestellungen entgegen. Wer Interesse hat, muss eine erstattungsfähige Anzahlung von 1.500 US-Dollar leisten, um sich einen Platz zu sichern. Wie viel der Dune kostet, bleibt zwar offen, doch laut Unternehmen wird jedes Exemplar nach den Wünschen des Kunden aufgebaut. Zum Vergleich: Lamborghini verlangte für den Sterrato damals etwa 293.000 Euro und baute lediglich 1.499 Exemplare.

Wer lieber direkt bei Lamborghini einen Offroad-Supersportwagen kaufen möchte, könnte dazu eines Tages wieder die Gelegenheit bekommen. Im Gespräch mit Motor1 beim Goodwood Festival of Speed Anfang des Monats sagte Marketing- und Vertriebsvorstand Federico Foschini, dass die Sterrato-Formel nicht aufgegeben wurde. Ob der neue Temerario eine rustikale Variante nach sich ziehen wird, ist noch zu früh zu sagen, denn die ersten Kundenauslieferungen des Huracan-Nachfolgers haben gerade erst begonnen.