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Mazda deutet an: Der neue MX-5 wird wohl der letzte mit Benzinmotor sein

Die fünfte Generation des MX-5 ist allerdings noch ein paar Jahre entfernt

Mazda Miata California Road Trip
Bild von: Chris Rosales / Motor1

Wir haben bereits mehrfach über die nächste Generation des MX-5 geschrieben, und das obwohl der grundlegend überarbeitete Roadster noch lange auf sich warten lassen dürfte. Dabei ist die „ND“-Generation inzwischen schon seit mehr als zehn Jahren am Markt.

Ein derart hohes Alter ist im heutigen, extrem umkämpften Umfeld normalerweise ein Nachteil – beim MX-5 ist es jedoch eher ein Pluspunkt. Der kleine, leichte Sportwagen wird für sein konsequentes Back-to-Basics-Konzept geliebt, das an die analoge Ära erinnert.

Vor einigen Monaten erklärte Mazdas europäischer Designchef Jo Stenuit, das neue Modell „werde noch ein paar Jahre brauchen“, bis es auf den Markt kommt. Wenn es so weit ist, könnte es bereits den Anfang vom Ende des Verbrennungsmotors markieren. Car Expert zitiert Mazdas Australien-Chef Vinesh Bhindi: Er habe demnach von einem Unternehmensvertreter, der vor einigen Monaten nach Australien kam, gehört, dass der Miata der fünften Generation voraussichtlich der letzte mit Benzinmotor sein könnte.

„Einer der Manager, der uns Anfang des Jahres besucht hat, sagte: ‚Ja, es wird einen neuen geben. Wann? Das können wir nicht kommentieren.‘ Er deutete außerdem an, dass es möglicherweise die letzte Version mit ICE [Internal Combustion Engine] sein könnte.“

Foto von: Chris Rosales / Motor1

Der neue Miata bekommt einen größeren Motor

Über verschiedene Stimmen aus dem Unternehmen hat Mazda bereits einige zentrale Details zur „NE“-Generation geteilt. Der nächste MX-5 soll einen größeren Antrieb erhalten – konkret einen 2,5-Liter aus der kommenden Skyactiv-Z-Motorenfamilie. Es bleibt beim Sauger, der seine Kraft über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe an die Hinterräder übertragen wird.

Geplant ist außerdem, den nächsten MX-5 unter 1.000 Kilogramm zu halten – ein bemerkenswertes Ziel angesichts der immer längeren Liste vorgeschriebener Sicherheitsausstattungen. Dieses Leergewicht zu erreichen, wäre umso eindrucksvoller, falls der neue MX-5 zur Einhaltung immer strengerer Emissionsvorgaben irgendeine Form der Elektrifizierung integrieren muss. Ob ein Mildhybrid-System vorgesehen ist, bleibt unklar – aber der „NE“ könnte elektrische Unterstützung benötigen, um seine CO2-Werte zu senken.

Der nächste Miata dürfte frühestens 2028 kommen

Wann ist realistisch mit dem neuen MX-5 zu rechnen? Der Skyactiv-Z-Motor soll erst Ende 2027 in einem Serienmodell debütieren. Vorgesehen ist der erstmalige Einsatz in einem hybridisierten CX-5. Das bedeutet: Der nächste MX-5 kommt frühestens 2028. Angesichts der langen Modellzyklen von „NC“ und „ND“ könnte das neue Modell bis weit in die 2030er Jahre hinein angeboten werden.

Allerdings bleibt die Zukunft in Europa aus heutiger Sicht unsicher. Hersteller, die in der EU aktiv sind, müssen ihre CO2-Emissionen bis 2035 um 90 Prozent gegenüber dem Niveau von 2021 senken. Hoffentlich bekommt Mazda die Rechnung zugunsten des Miata hin und hält ihn auch bei uns irgendwie am Leben. Allerdings fehlen aktuell noch die notwendigen Elektroautos, um die höheren Emissionen von Benzinmodellen im Flottenmittel auszugleichen.


Motor1 meint: Selbst wenn der MX-5 der übernächsten Generation irgendwann vollständig elektrisch wird, dürfte das kaum in den nächsten 10 bis 15 Jahren passieren. Damit bleibt Enthusiasten noch reichlich Zeit, sich einen zu sichern, solange noch ein Verbrenner unter der Haube arbeitet.

Wenn Mazda sein Versprechen einlöst und die traditionelle Rezeptur für die fünfte Generation bewahrt, stehen zunächst gute Zeiten bevor – bevor die schwierigen irgendwann unweigerlich folgen.