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Für eine persönlichere Erfahrung

Daytona Shooting Brake Hommage als exklusives Einzelstück

Designstudio Niels van Roij präsentiert moderne Neuinterpretation des berühmten Klassikers von 1972

Niels van Roij Design - Daytona Shooting Brake Hommage (2026)
Bild von: Niels van Roij Design

Mehr als fünfzig Jahre nachdem Luigi Chinetti Jr. den Daytona Shooting Brake von 1972 in Auftrag gegeben hat, bringt das Designstudio Niels van Roij Design eine moderne Interpretation des außergewöhnlichen Fahrzeugs auf die Straße: Der Daytona Shooting Brake Hommage versteht sich als zeitgenössischer Ausdruck des klassischen Shooting-Brake-Konzepts.

Das Fahrzeug, das bereits vor über fünf Jahren angekündigt wurde, verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Ingenieurskunst und basiert auf einer italienischen Grand-Tourer-Plattform mit V12-Frontmotor. Insgesamt flossen mehr als 15.000 Stunden in die Designentwicklung, die technische Verfeinerung und die handwerkliche Umsetzung des Projekts.

Skulpturales Shooting-Brake-Design aus Aluminium

Im Zuge der Neugestaltung wurde mit Ausnahme der Türen jedes äußere Karosserieteil umfassend verändert. Die vollständig aus Aluminium geformte Karosserie zeichnet sich durch eine durchgehende Dachlinie aus, die in ein einziges, skulpturales Heckvolumen übergeht. Um die visuelle Ruhe und die Reinheit der Form nicht zu stören, wurde die Linienführung ohne Unterbrechungen durch den hinteren Stoßfänger oder sichtbare Trennnähte gelöst.

Ein besonderes technisches Detail bilden die elektrisch betriebenen Schmetterlings-Seitenfenster, die an präzisionsgefrästen Aluminiumscharnieren befestigt sind und den Zugang zum Gepäckraum ermöglichen. Die hintere Verglasung bleibt dagegen fest installiert. Der gesamte Entwicklungsprozess vereinte klassische Handskizzen und Tonmodelle im vollen Maßstab mit digitaler Oberflächengestaltung und computergestützter Konstruktion.

An der Fahrzeugfront wurden eigens für dieses Projekt neue Scheinwerfereinheiten im CAD-Verfahren entwickelt und mittels 3D-Druck aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff realisiert. Sie interpretieren die markante bernsteinfarbene Grafik des historischen Daytona neu, indem sie die Farbidentität in ein dreidimensionales Lichtvolumen anstelle eines soliden Kunststoffelements übersetzen.

Niels van Roij Design - Daytona Shooting Brake Hommage (2026)
Bild von: Niels van Roij Design

Die über die gesamte Breite verlaufenden Leuchten weisen präzisionsgefräste Aluminiumdetails sowie schwarz lackierte Studio-Signaturen an den Außenkanten auf. Passend zur Wölbung der Motorhaube trägt die Konstruktion den fein gefrästen Schriftzug "Daytona", unter dem "Shooting Brake Hommage" als sekundäres Gestaltungselement integriert ist. Das Lichtsystem emittiert ein tiefes, bernsteinfarbenes Leuchten.

Präzision im Innenraum und sportliches Heck

Am Fahrzeugheck ist die Beleuchtung hinter gehärtetem Glas in eine trapezförmige Architektur eingebettet, die tief in die Karosserie eingelassen ist. Die Abgasanlage besteht aus vier großen Endrohren, die in einen markanten Carbon-Diffusor integriert sind. Die Anordnung der Rohre erinnert visuell an eine doppelläufige Schrotflinte, weil sie paarweise und leicht nach oben abgewinkelt ausgerichtet sind, was eine stilistische Anspielung auf den Begriff des Shooting Brake darstellt.

Zudem erlaubt diese Konstruktion dem V12-Saugmotor eine ungefilterte akustische Entfaltung. Das Fahrwerk führt die zurückhaltende Designlinie fort. Die polierten Räder zitieren die Chrom-Speichen-Ästhetik des Originals von 1972, während die Bremssättel in dezentem Satinsilber gehalten sind.

Niels van Roij Design - Daytona Shooting Brake Hommage (2026)
Bild von: Niels van Roij Design

Der Innenraum wurde als eine Studie über Materialhierarchie und Proportionen konzipiert. In Anlehnung an das historische Chinetti-Vorbild befindet sich das primäre Instrumentengehäuse zentral im Armaturenbrett. Anstelle des damals verwendeten Walnussholzes kommt nun präzise verarbeitete Kohlefaser als tragende Oberfläche zum Einsatz.

Alle primären Kontaktflächen wie Sitze, Armaturenbrett, Türverkleidungen und der Dachhimmel sind mit cognacfarbenem Leder bezogen, das über handgeformten Aluminiumstrukturen angebracht wurde. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Designer dem Gepäckraum. Sechs maßgefertigte, dreidimensionale Aluminiumschienen wurden CNC-gefräst, gebürstet und in den Carbonboden integriert.

Die äußeren Schienen tragen die Gravur des Fahrzeugnamens, während die zentralen Elemente das Emblem des Designstudios enthalten, welches strategisch so platziert ist, dass es jeweils nur aus bestimmten Blickwinkeln durch die Scheiben oder aus der Kabine heraus sichtbar wird.

Niels van Roij Design - Daytona Shooting Brake Hommage (2026)
Bild von: Niels van Roij Design

Hintergrund und anstehende Weltpremiere

"Der Daytona Shooting Brake von 1972 steht als einer der reinsten Ausdrücke von Freiheit im Karosseriebau", sagt Designer Niels van Roij. "Mit der Hommage haben wir nicht versucht, ihn nachzubauen, sondern seine Essenz durch eine zeitgenössische Linse neu zu interpretieren. Es ist ein pures, aber skulpturales Automobil, das durch Proportionen, Materialklarheit und Zurückhaltung definiert ist – eines, das seine Inspiration ehrt, während es völlig zu seinen eigenen Bedingungen existiert."

Das in London ansässige Studio Niels van Roij Design hat sich auf das sogenannte Coachbuilding spezialisiert, bei dem exklusive, handgefertigte Karosserien auf bestehenden Fahrwerken entstehen. Zu den früheren, international bekannten Einzelstücken des Studios gehören der Breadvan Hommage, der für einen Kunden umgebaute Henry II Shooting Brake auf Rolls-Royce-Basis mit integriertem Fahrradträger, der Silver Spectre Shooting Brake sowie der Guida Touring Sport, welcher ein ikonisches Supercar der 1980er-Jahre neu interpretierte.

Die offizielle Vorstellung des neuen Daytona Shooting Brake Hommage erfolgte Anfang Juli im Rahmen mehrerer exklusiver Termine in Großbritannien. Nach einer privaten Studio-Präsentation in London feierte das Fahrzeug am 8. Juli 2026 im renommierten Royal Automobile Club im Woodcote Park seine weltweite Premiere. Das exklusive Einzelstück war zudem beim diesjährigen Goodwood Festival of Speed zu sehen.