Neuer Honda NSX im Test

Ich glaube, Ted Klaus fühlt sich gerade nur so mittelgeschmeidig. Ted Klaus ist DER Mann hinter dem neuen Honda NSX und er muss vom Beifahrersitz aus zusehen, wie meine untalentierte Wenigkeit und sein über alles geliebtes Baby den Circuito Estoril hinunterfliegen. Mit dem Helm gab es vor ein paar Minuten auch den dezenten Hinweis, dass es sich bei meinem Gefährt um ein Fünftel des derzeitigen europäischen NSX-Bestandes handelt. Ich möge also bitte etwas aufpassen. Ich finde, das klingt überaus plausibel. An der schwer zu fassenden Geschwindigkeit, mit der Ted, der NSX und ich einmal mehr eine der vielen laaanggezogenen Rechtskurven des ehemaligen Formel-1-Kurses verlassen, ändert die anfängliche Warnung aber gar nichts. Hondas neues Aushängeschild (oder besser sein E-Motoren-Duo an der Vorderachse) lässt nämlich gerade die ganze Bandbreite seiner Torque-Vectoring-Magie auf uns los und das Ergebnis ist sehr, sehr verblüffend. Dabei hatte ich ehrlich gesagt schon damit abgeschlossen, meinen Hintern jemals in einem NSX abzulegen, der tatsächlich ein Nummernschild hat und fährt.

Eine lange Geschichte
Jawohl, die Geschichte des neuen Honda-Supercars ist vor allem eins: lang. Vor nun mehr neun (!) Jahren kündigten die Japaner erstmals an, an einem Nachfolger ihres legendären Sportwagens zu arbeiten. Ursprünglich sollte ein V10-Motor für den nötigen Verve sorgen, aber das Ganze hatte sich aus ökonomischen Gründen schnell erledigt. 2011 war die NSX-Idee zurück auf den wichtigen Sc...