1.000.000 Kilometer im Mini Cooper D: 12 Jahre zum Millionär
Rekordleistung mit erstem Motor und einem Verbrauch von 2,95 Liter
Wie viele Kilometer schafft ein einziges Auto? Den Weltrekord hält ein Volvo P1800 S mit rund 5,2 Millionen Kilometern in 52 Jahren. Im Mercedes-Museum steht ein griechisches Taxi vom Typ 240 D mit 4,6 Millionen Kilometern. Und wir selbst waren kürzlich in einem Audi A4 2.0 TDI Avant von 2005 mit 650.000 km unterwegs. Jetzt kommt ein auf den ersten Blick ungewöhnlicher Millionär dazu.
Am 20. Juni 2026 erreichte ein Mini Cooper D der Baureihe F56 im britischen Produktionswerk in Oxford einen Kilometerstand von exakt einer Million Kilometern. Das Fahrzeug befindet sich seit seiner Erstzulassung im Besitz von Peter Kirchhoff, der den Wagen vor rund zwölf Jahren erwarb.
Bildergalerie: Mini Cooper D - 1.000.000 Kilometer
Die Anschaffung erfolgte als individuelle Wunschkonfiguration, wobei der Halter das Fahrzeug trotz der primären Nutzung für Langstreckenfahrten aus persönlicher Präferenz für diese Marke auswählte. In der Folgezeit wurde der Pkw über einen Zeitraum von zwölf Jahren im alltäglichen Pendelverkehr sowie auf europaweiten Langstrecken eingesetzt.
Nach Angaben des Fahrers zeichnete sich das 116 PS starke Fahrzeug über die gesamte Nutzungsdauer durch eine hohe technische Zuverlässigkeit aus. Der Mini wird weiterhin mit dem ersten werksseitig verbauten Motor betrieben. (B37C15, ein Dreizylinder mit 1,5 Liter Hubraum.) Größere mechanische Reparaturen oder unfallbedingte Instandsetzungen fielen laut Kirchhoff in diesem Zeitraum nicht an. Der dokumentierte Durchschnittsverbrauch des Dieselkraftfahrzeugs lag über die Gesamtdistanz bei 2,95 Litern auf 100 Kilometer.
"Nemo" mit kompletter Dokumentation aller Daten
Aufgrund der optischen Gestaltung in der Lackierung "Volcanic Orange" mit weißen Streifen auf der Motorhaube erhielt das Fahrzeug vom Besitzer den Beinamen "Nemo". Insgesamt wurden mit dem Wagen bisher 25 verschiedene Länder bereist.
Das Erreichen der Millionengrenze war das Ergebnis eines langjährigen, strukturierten Vorhabens, das unter der Bezeichnung "Project one M" bereits mit der Fahrzeugauslieferung durch ein Autohaus in Hamm initiiert wurde. Dieses Projekt war von Beginn an auf eine Laufzeit von zwölf Jahren ausgelegt. Die präzisen Fahrdaten, Verbräuche und Wartungsintervalle wurden über den gesamten Zeitraum kontinuierlich vom Halter dokumentiert, analysiert und auf einer Social-Media-Plattform öffentlich zugänglich gemacht.
Die Fahrt zum Produktionswerk in Oxford wurde als symbolischer Endpunkt für das Erreichen des Meilensteins gewählt. Am dortigen Standort begann am 26. April 2001 die Fertigung der modernen Modellgenerationen der Marke, während die Produktion der klassischen Vorläufermodelle dort bereits im Jahr 1959 startete. Markus Grüneisl, Leiter der Werke Oxford und Swindon, nahm den Fahrzeughalter vor Ort in Empfang und verwies in diesem Zusammenhang auf das 25-jährige Bestehen der modernen Fertigungslinie am Standort sowie auf die Fertigungsqualität der Belegschaft.
Nächstes Ziel: Eine Million Meilen
Das Erreichen der Millionengrenze markiert jedoch nicht das Ende der Nutzung. Kirchhoff hat mit dem "One Million Miles Project" bereits ein Folgeprojekt gestartet, welches das Erreichen einer Laufleistung von einer Million Meilen (rund 1,61 Millionen Kilometer) zum Ziel hat. Für den Fall eines irreparablen technischen Defekts vor Erreichen dieses Ziels plant er den Umstieg auf ein rein elektrisch angetriebenes Nachfolgemodell der Marke, konkret den Mini Aceman JCW E.
Auch interessant
Toyota GR Yaris vs. Mini JCW: Kraftzwerge im Vergleich
Zeekr 7GT (2026) kommt mit 800 V, 646 PS und 450 kW Ladeleistung
Kurvenrausch am Timmelsjoch: Grundverschiedene Minis im Härtetest
KTM 790 Duke (2027): Das "Skalpell" schärft seine Klingen
Rückleuchten-Design: Von der roten Lampe zum Stil-Element
Leapmotor B05: Der Innenraum des China-Kompakten im Detail
Audi A3 (2026): Modellpflege streicht viele echte Tasten