Skoda Epiq (2026): So sieht das 26.000-Euro-Crossover aus
Der Bruder des VW ID. Cross feiert Weltpremiere und gibt die Sicht frei auf Design, Daten und Technik
Die Salamitaktik hat auch bei Skoda Tradition. Hier noch ein Scheinwerferschimmer, da ein Undercover-Drive, dort ein wenig Daten-Dropping. Daher war vieles zum neuen Elektro-Crossover schon bekannt und nimmt der heutigen Weltpremiere mal wieder ein wenig Zunder.
Aber was solls, jetzt haben wir endlich einen gesamten Überblick über das Auto, das sich die Technik mit dem VW ID. Polo und dem Cupra Raval teilt, in seinen Anlagen aber wohl eher dem noch getarnten ID. Cross ähneln wird. Auch wenn Skoda bei der exakten Reichweite und dem Preis noch mauert, haben wir einen Überblick, was uns bei Batterie und Antrieb erwartet. Aber das wichtigste: der neue Skoda Epiq zeigt sich endlich komplett ohne Tarnung.
Bildergalerie: Skoda Epiq (2026)
Mit 4,17 Metern parkt der Neuzugang deutlich unter dem Elroq ein. Das Kofferraumvolumen (475–1.344 Liter) bleibt trotzdem auf Augenhöhe, solange die Rückbank steht (Elroq 1.580 Liter). Ein kleiner Frunk für das Ladekabel ist ebenso an Bord.
Optisch trägt der Tscheche als erstes Modell alle "Modern Solid"-Elemente. Erkennbar ist das vor allem an den T-förmigen Tagfahrleuchten (Kias Starmap lässt grüßen). Acht schließbare Lufteinlässe in der Front senken den Windwiderstand und bringen wertvolle Kilometer. Robuste Kunststoffecken und Felgen zwischen 17 und 19 Zoll sorgen für einen robusten Auftritt. Insgesamt führt all das zu einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,275.
Knöpfe, Schirme und viel Pragmatismus
Drinnen bleibt es erfreulich bedienbar. Hinter dem Lenkrad sitzt ein 5,3-Zoll-Display unter einer klassischen Hutze. Der 12,9-Zoll-Touchscreen in der Mitte regelt den Rest. Auch echte Knöpfe gönnt sich der Epiq in Form von Tasten und bewährter Bedienröllchen an Lenkrad, Mittelkonsole und Türverkleidungen.
Die Mittelkonsole schluckt auf zwei Ebenen den Kleinkram. Drei Designs – Studio, Loft und Suite – stehen zur Wahl. Eine First Edition auf Basis des der Ausstattungsvariante Selection mit erweiterter Serienausstattung und leistungsstärkstem Antrieb soll zum Marktstart bereit stehen. Natürlich fehlen auch clevere Skoda-Details nicht: Vom recyceltem Eiskratzer bis zum Regenschirm in der Tür wurde an den Alltag gedacht. Aus 100 Prozent recycelten Polyesterfasern (PES) bestehen auch die textilen Sitzbezüge.
Drei Leistungsstufen und zwei Akkus
Unter dem Blech arbeitet die MEB+-Plattform. Für den Vortrieb sorgen Elektromotoren in drei Stufen: Epiq 35, 40 und 55. Die Basisvariante wird mit 85 oder 99 kW angeboten und kommen beide mit 267 Nm. Top-Version mit 290 Nm steht zunächst nur mit 155 kW angeboten. Gut möglich, dass hier ein RS zu einem späteren Zeitpunkt in Planung ist, wie sie bei Elroq und Enyaq existieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 150 km/h, beziehungsweise 160 km/h für das Top-Modell abgeregelt.
Untenrum liefert ein LFP-Akku mit 37,0 kWh die Energie. Die Topversion bekommt eine 51,7-kWh-Batterie mit NMC-Chemie. Wechselstrom lädt der Stromer immer mit 11 kW. An der Schnellladesäule seien 50, 90 und 125 kW möglich. Beim Topmodell vergehen von 10 auf 80 Prozent nur 23 Minuten. Je nach Konfiguration verspricht Skoda eine Reichweite von bis zu 440 Kilometern. Zudem gibt es bidirektionales Laden, Vehicle-to-Load-Funktion und One-Pedal-Driving.
Auf der Straße kombiniert der Epiq eine MacPherson-Achse vorn mit einer platzsparenden Verbundlenkerachse hinten. Die sorgt, wie im ID. Polo für eine kostengünstige aber fahrdynamische Basis. Scheibenbremsen sind an allen vier Rädern im Einsatz. Assistenzsysteme wie der Travel Assist 3.0 halten Abstand sowie Spur und sollen an roten Ampeln abbremsen. Beim Einparken helfen ein Kamerasystem und Radarsensoren.
Die Basis, der Skoda Epiq Essence 35 soll bereits bei 25.900 Euro starten. Diese Version wird zum Marktstart im September bestellbar sein. damit liegt auch der Tscheche im Preisfenster von ID. Polo und Raval.
Quelle: Skoda
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