Dieser Nissan Patrol mit 1.000 PS ist ein Offroad-Ungetüm
Chris Forsbergs Racing-Team baut einen monströsen Klassiker – mit Stil und Turbo-Wahnsinn
Chris Forsberg hat die angenehme Angewohnheit, auf der SEMA regelmäßig spektakuläre Fahrmaschinen aus dem Hut zu zaubern. Der dreifache Formula-Drift-Champion pflegt seit Jahren eine enge Beziehung zu Nissan – und das spiegelt sich in seinen außergewöhnlichen Projekten wider.
Ob klassische Sportwagen oder moderne Trucks: Seine Umbauten sind immer auf höchstem Niveau. Dieses Jahr hat Forsberg einen maßgeschneiderten Nissan Patrol geschaffen – und der hat es mächtig in sich.
Bildergalerie: Forsberg Racing Nissan Patrol
Der Patrol ist seit Jahrzehnten Nissans Offroad-Arbeitstier – geliebt wird er in Australien genauso wie im Nahen Osten und überall dort, wo es mehr Schotter als Asphalt gibt. Doch die älteren Patrol-Generationen – kantig, robust, fast schon unzerstörbar – genießen Kultstatus. Forsbergs Projekt basiert auf dem Chassis der vierten Generation (Patrol 260: 1986-1994), kombiniert mit dem Motor aus der fünften Generation – und ab hier wird's eigentlich nur noch absurder!
Im Racing Patrol arbeitet ein TB48-Reihensechszylinder – ein 4,8-Liter-Triebwerk, das serienmäßig knapp 250 PS leistet. Forsberg hat den Motor aufgeladen, abgestimmt und buchstäblich in ein Monster mit 1.000 PS verwandelt. Möglich macht diese wahnwitzige Zahl ein Garrett G42-1200-Turbolader, der bis zu 1.200 PS und 118.000 U/min aushalten soll. Die Motorsteuerung übernimmt ein Link Fury ECU, die Luftzufuhr regelt ein Hypertune-Ansaugkrümmer aus Billet-Aluminium.
Eine ACT-Doppelscheibenkupplung sorgt dafür, dass die brachiale Power über das manuelle Getriebe sauber auf den Boden kommt und selbiges nicht einfach auseinanderreißt. Bei dieser Leistung ist guter Halt Pflicht: Recaro Sportster-Schalensitze halten Forsberg fest im Griff, wenn der Patrol die Straße zerfetzt.
Auch optisch ist das Ding eine Ansage. Das beginnt beim Lackdesign, den Licht-Upgrades und einem beeindruckenden Rad-Reifen-Paket. Schwarze Kotflügelverbreiterungen verschmelzen mit dem abgedunkelten Kühlergrill – ein harter Kontrast zum klassischen Mobil-1-Design in den Farben Rot, Weiß und Blau. Vorn sitzt ein Quartett aus Nismo Off-Road-Zusatzscheinwerfern und Holley RetroBright-Frontlichtern – genau das Richtige, wenn man nachts schnell unterwegs sein will.
Die 17-Zoll-Nismo-Felgen tragen 35-Zoll-Yokohama-Geolandar-Reifen. Nismo spricht von einem maßgeschneiderten "offroad-inspirierten" Fahrwerk mit externen Dämpferreservoirs – Details dazu bleiben sie uns aber schuldig. Trotzdem: Das Setup sieht perfekt aus.
Egal aus welchem Winkel – die Haltung stimmt, die Power ist absurd, das Design großartig. Ich wette, dieser Patrol ist zugleich Biest und Schönheit. Unser US-amerikanischer Kollege ist schon einige von Forsbergs Projekten gefahren oder in ihnen mitgefahren – etwa den "Gold Leader" Datsun 280Z oder den "La Flamma Blanca" Infiniti M56 Drift-Sedan.
Jedes einzelne war seiner Aussage nach ein Erlebnis. Doch dieser Racing Patrol sei ab sofort sein Favorit. Und ich kanns verstehen: Ein 1980er Jahre Geländewagen mit absurden 1.000 PS? Count me in!
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