Dieses Auto drehte sich um sich selbst
Der Nissan Pivo verblüffte vor 20 Jahren so manchen Betrachter
Stellen Sie sich ein Auto vor, das so klein ist, dass es überall hineinpasst, so intelligent, dass es Ihnen alles zeigt, was es umgibt, und so futuristisch, dass es Ihre Gesten mit einem einfachen Blick erkennt.
Und stellen Sie sich nun vor, dass es auch elektrisch, sympathisch und rund wie ein Ei auf Rädern ist. Nein, das ist nicht der Traum eines Designstudios im Jahr 2050, sondern der Nissan Pivo, ein revolutionäres Konzept, das 2005 auf der Tokyo Motor Show enthüllt wurde, aber nie in Produktion ging.
Der Pivo ist alles andere als konventionell: ein elektrisches Kleinstfahrzeug mit drei Sitzen und einer Besonderheit, die es ikonisch macht. Das Fahrgastzelle dreht sich um 360 Grad, sodass der Fahrer jede Rückwärtsfahrt vermeiden kann. Man dreht einfach die Kabine und fährt in die gewünschte Richtung weiter, ohne rangieren zu müssen.
Nissan Pivo Konzept (2005)
Dies ist dank der vollständigen mechanischen Trennung zwischen Fahrgastzelle und Fahrgestell möglich, die durch Drive-by-Wire-Systeme für Lenkung, Bremsen und Gaspedal ermöglicht wird. Alles funktioniert über Kabel, ohne feste Verbindungen, was die Struktur erleichtert und den Designern mehr Freiheit bietet.
Die vorderen Säulen des Nissan sind "transparent", dank Bildschirmen, die in Echtzeit die von externen Kameras aufgenommenen Bilder übertragen. Darüber hinaus erstellt das "Around View Monitor"-System eine 360°-Draufsicht auf die Umgebung und beseitigt tote Winkel. Eine Technik, die 20 Jahre später in vielen Autos Wirklichkeit geworden ist.
Nissan Pivo Concept (2005): Die Kabine kann sich drehen, um sich senkrecht zur Straße auszurichten
Die Infrarotsteuerung auf dem Armaturenbrett ermöglicht es, Infotainment und Navigation einfach mit Gesten zu steuern, wie die Handfläche zu heben für die Lautstärke und drei Finger zeigen, um den dritten Sender auszuwählen. Und dank des horizontalen Displays an der Basis der Windschutzscheibe werden die Informationen wie Untertitel angezeigt, ohne die Sicht auf die Straße zu behindern.
Gerade einmal 2,7 Meter lang, bietet der Nissan Pivo Platz für drei Personen, den Fahrer in der Mitte und zwei Passagiere dahinter. Der Motor? Eine "Super Motor"-Einheit von Nissan an jeder Achse, die die Räder unabhängig mit einem patentierten Doppelrotorsystem steuern kann. Das Ganze wird von einer kompakten Lithium-Ionen-Batterie gespeist.
Das Armaturenbrett des Nissan Pivo Concept
Auch das Äußere ist einzigartig. Für die Präsentation in Tokio arbeitet Nissan mit dem japanischen Künstler Takashi Murakami zusammen, der die Ginza-Galerie der Hauptstadt in einen farbenfrohen Technologiegarten verwandelt, bevölkert von riesigen Ballons und der Figur "Pivo-chan", inspiriert von dem kleinen Auto. Apropos Inspiration: Der Pivo ähnelt leicht dem späteren Twizy von Konzernmutter Renault, finden Sie nicht auch?
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