Neuer Supersport-Lexus/Toyota begeistert Formel-1-Fahrer
Die Haas-Piloten waren von Toyotas neuem Supersportwagen und seinem GT3-Pendant beeindruckt
Wir können uns kaum erinnern, wann ein neuer Toyota zuletzt für derart viel Aufsehen gesorgt hat. In den sozialen Medien und darüber hinaus ist der Hype kaum zu übersehen – nicht nur wegen seines spektakulären Designs, sondern auch, weil er einen spannenden Ausblick auf die nahe Zukunft eines neuen Sportwagen-Flaggschiffs bietet.
Ein Teil der Faszination rührt auch vom Rätselraten um das Fahrzeug her. Handelt es sich um einen Toyota oder einen Lexus? Steckt ein V8-Biturbo unter der Haube – oder nicht? Hybrid oder klassischer Verbrenner? Nach unseren (unbestätigten) Informationen wird das Fahrzeug als Lexus LFR auf den Markt kommen.
Bildergalerie: Lexus LFR und Toyota GT Concept in Goodwood
Toyota und Lexus schweigen bislang konsequent zu den Details – und das gilt nicht nur für ein Modell, sondern für gleich zwei. Zum einen wird ein straßenzugelassenes Fahrzeug namens Lexus LFR vermutet, zum anderen ein GT3-Rennwagen von Toyota.
Beim Goodwood Festival of Speed 2025 durften die Haas-Formel-1-Piloten Esteban Ocon und Ollie Bearman beide Modelle testen und wechselten sich am Steuer ab. Unser Partnermagazin Motorsport.com sprach mit den Fahrern – beide zeigten sich begeistert von dem dynamischen Duo. Nach seiner Fahrt im straßenzugelassenen Modell lobte Ocon den Wagen in höchsten Tönen:
Esteban Ocon
Oliver Bearman
„Es hat riesigen Spaß gemacht. Das Auto fährt sich fantastisch, wirklich. Ich durfte gestern den Rennwagen fahren, während Ollie im Straßenauto saß. Heute haben wir getauscht – ein bisschen mehr Komfort also am Morgen. Aber ehrlich: Das Auto ist wahnsinnig schnell, extrem leistungsfähig. Ein großes Dankeschön an Toyota, dass sie uns heute diese Biester anvertraut haben.“
Sein Haas-Kollege Bearman stimmte ihm zu:
„Gestern habe ich das straßenzugelassene Modell ausprobiert. Der GT ist definitiv schneller, aber beide Autos sind auf ihre Weise beeindruckend. Der GT fühlt sich auf einer Strecke wie dieser einfach zu Hause. In der Formel 1 können wir hier nicht wirklich ans Limit gehen – zu viel Leistung, zu wenig Grip hinten. Aber im GT-Auto wird die Strecke richtig lebendig, und ich habe es wirklich, wirklich genossen.“
An dieser Stelle fragt man sich vielleicht: Was hat das Haas-Team überhaupt mit Toyotas neuen Sportwagen zu tun? Eine berechtigte Frage, immerhin setzt das F1-Team bis mindestens Ende der Saison 2028 auf Ferrari-Motoren. Doch im Oktober 2024 ging Haas eine technische Partnerschaft mit Gazoo Racing ein – der Motorsport- und Performance-Division von Toyota.
Toyota ist nun ein „Offizieller Technischer Partner“ von Haas, wobei Gazoo Racing Unterstützung in Design, Aerodynamik, technischer Expertise und Fertigung bietet. GR-Fahrer, Mechaniker und Ingenieure nehmen aktiv an Tests teil, die vom F1-Team durchgeführt werden. Somit ist Haas eng mit Toyota verbunden. Insofern muss man die Aussagen der Fahrer natürlich auch entsprechend einordnen, denn ein negatives Feedback war hier natürlich nicht zu erwarten ...
Sowohl der Toyota GT Concept als auch die GT Racing Concept-Version sollen von einem neu entwickelten V8-Biturbo angetrieben werden. Das war in Goodwood auch sehr gut zu hören. Für das spätere Serienmodell mit Lexus-Logo wird eine Leistung von bis zu 900 PS kolportiert – beim Rennwagen dürfte sie aufgrund der GT3-Reglementierung allerdings deutlich niedriger ausfallen. Hier muss man von maximal 550 PS ausgehen.
Der motorsportliche Ableger soll schon im kommenden Jahr in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) an den Start gehen. Lange dürfte es also nicht mehr dauern, bis wir ihn in Aktion erleben. Ob auch die Straßenversion mit Lexus-Badge gleichzeitig enthüllt wird, bleibt eines der vielen ungeklärten Puzzlestücke.
Quelle: Motorsport.com
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