Promi-Alarm in Goodwood: Welche VIPs waren vor Ort?
Jede Menge F1-Champions und Stars: Nirgends ist die Dichte an Motorsport- und Automobilgrößen höher als auf dem Festival of Speed
Das Festival of Speed in Goodwood war auch im Sommer 2025 weit mehr als eine klassische Automesse oder Motorsportveranstaltung. Auf dem herrschaftlichen Anwesen des Duke of Richmond trafen sich Persönlichkeiten aus der Welt des Rennsports, bekannte Namen aus der Formel 1 und ein interessiertes Publikum zwischen gepflegtem Rasen, Porzellantassen und historischen Rennautos.
Die Atmosphäre erinnerte eher an eine Gartenparty des britischen Adels als an eine herkömmliche Rennsportveranstaltung. Und genau das macht den Reiz dieses Events aus.Charles Gordon‑Lennox, der 11. Duke of Richmond, ist der Gastgeber und gleichzeitig wohl wichtigste VIP auf dem Festival of Speed. Seit 1994 leitet der britische Aristokrat, passionierter Fotograf und motorsportbegeisterte Unternehmer das riesige Goodwood Estate südlich von Chichester.
Bildergalerie: Goodwood Festival of Speed 2025 VIPs
Er brachte 1993 das Festival of Speed ins Leben, um Motorsport mit historischem Flair und gesellschaftlicher Eleganz zu verbinden, und steht seither für den einzigartigen Mix aus Höflichkeit, High Society und PS‑Nostalgie. Sein Zuhause, das seit 1697 in Familienbesitz ist, bildet die perfekte Kulisse für einen Event, der Garden‑Party‑Charme mit Rennsport‑Herz vereint. Zudem sorgen die enormen Einnahmen aus dem Event gerüchteweise dafür, dass die nicht ganz unbeträchtlichen Unterhaltskosten des Anwesens jederzeit gedeckt sind.
Formel 1 Stars zum anfassen
Im Zentrum des diesjährigen Festivals stand ein seltener Anblick. Sieben ehemalige Formel 1 Weltmeister betraten gemeinsam den sogenannten Champions Balkon von Goodwood House. Alain Prost, Sir Jackie Stewart, Emerson Fittipaldi, Nigel Mansell, Mika Häkkinen, Jacques Villeneuve und Mario Andretti wurden von Gastgeber Charles Gordon Lennox ebenso empfangen wie von zahlreichen Motorsportfans, die sich das historische Treffen nicht entgehen lassen wollten. Auch Bernie Ecclestone war vor Ort und ließ es sich nicht nehmen, mit seinen früheren Weggefährten ins Gespräch zu kommen.
Zwischen Teezelt und Tribüne zeigten sich auch aktuelle Fahrer aus dem Formelzirkus. Esteban Ocon, Ollie Bearman, Gabriel Bortoleto, Valtterie Bottas und Liam Lawson mischten sich unter die Gäste und blieben auffallend zugänglich. Die Distanz zwischen Star und Zuschauer war in Goodwood wie üblich gering. Wer Glück hatte, traf auf Damon Hill, Johnny Herbert oder Mark Webber beim Spaziergang entlang der Boxengasse oder am Rande einer Präsentation. Oder Star-Designer Adrian Newey, der in diversen alten F1-Kisten selbst den Hill (den Hügel, nicht den Damon...) erklomm.
Für einen der emotionalsten Momente sorgte Nigel Mansell. Der inzwischen 71 Jahre alte Brite nahm in seinem Weltmeisterauto von 1992 Platz und fuhr den berühmten Hügel von Goodwood hinauf, als wäre seit damals kaum Zeit vergangen. Mit Vollbart, etwas mehr Bauch und einem entspannten Lächeln jagte er den Williams FW14B mit der berühmten "Red 5" am Publikum vorbei und sorgte für stehende Ovationen entlang der Strecke. Es war nicht nur Nostalgie, sondern ein echtes Highlight für viele Briten (und nicht nur die), für die er nach wie vor ein echter Volksheld ist.
Rennfahrer jenseits der Formel 1
Der Franzose Romain Dumas - mehrmaliger Sieger verschiedener großer 24h-Rennen und Spezialist für Rekordfahrten - startete mit dem Ford Supertruck im Timed Shoot‑Out und erklomm die Hillclimb‑Strecke in 43,22 Sekunden – siegreich und im Fokus zahlreicher Fotografen. Christian Danner, ehemaliger Formel‑1‑Pilot und DTM‑Fahrer, wurde beim Fahren historischer Rennwagen beobachtet, ebenso wie Marc Surer mit seinem unaufdringlichen Charme – beide gesellten sich locker ins Fahrerlager und tauschten sich mit Fans aus. Jacky Ickx war natürlich ebenfalls dabei.
Dirk Adorf, bekannt aus Sportwagen‑ und Tourenwagenrennen, tauchte bei Präsentationen historischer Fahrzeuge auf und fuhr auch klassische BMWs den Hügel hoch. Dirk Müller, deutscher Langstreckenprofi, erreichte mit dem Ford Mustang GTD in der Shoot‑Out‑Wertung Rang 8 – seine Performance sorgte für Anerkennung.
Aber auch abseits des Automobiluniversums ließen sich Stars blicken. Sängerin Dua Lipa und Filmstar Adrien Brody sorgten beim Goodwood Festival of Speed 2025 für internationales Flair. Dua Lipa präsentierte ihren Charity‑Porsche 911 GT3 RS und gab Interviews, dabei mischte sich der Popstar charmant unter das britische Publikum.
Oscar‑Preisträger Adrien Brody moderierte im Porsche "Autokino" einen Kurzfilm und ließ sich im Anschluss locker mit Rennfahrern und Gästen fotografieren. Auch Schauspieler und Rennfahrer Patrick Dempsey (McDreamy) war vor Ort und zog mit seinem sonst vom Motorsport geprägten Auftreten die Aufmerksamkeit auf sich.
Goodwood 2025 zeigte einmal mehr, dass Motorsport und Stil kein Widerspruch sein müssen. Während auf dem Hügel Supersportwagen und Klassiker ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellten, herrschte im Garten des Anwesens eine fast familiäre Atmosphäre. Gespräche wurden in aller Ruhe geführt, Autogramme höflich erbeten, und immer wieder begegneten sich Stars und Fans auf Augenhöhe. Genau das macht den besonderen Charakter dieser Veranstaltung aus.
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