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"Desaster für mich": Hyundai-N-Chef trauert um Verbrenner-Hot-Hatches

Aber sie werden als Hybride zurückkehren

Hyundai i30 N Drive-N Limited Edition (2022)

Mit jedem benzinbetriebenen Hot Hatch, der das Zeitliche segnet, wird die Welt ein traurigerer Ort. Darauf können wir Enthusiasten uns einigen, oder? Strengere Emissionsvorschriften haben in Europa weitgehend den Spaß an Autos getötet und uns begehrte Pocket Rocktes wie den i20 N und i30 N genommen.

Der Verantwortliche für die N-Abteilung bei Hyundai ist ebenso enttäuscht wie wir und nennt das vorzeitige Ende dieser Modelle ein regelrechtes „Desaster“.

In einem Interview mit Car Magazine gestand Joon Park: „Die Einstellung von i20 und i30 N war für mich ein Desaster.“ Hyundais Konkurrenten für den Volkswagen Polo GTI und Golf GTI sind in Europa seit Februar nicht mehr zu haben. Allerdings sind Kompaktsportler in anderen Regionen wie Australien noch erhältlich. Dort erhielten die beiden Spaßautos letztes Jahr sogar ein kleines Facelift.

<p>Hyundai i20 N</p>

Hyundai i20 N

Der Hyundai-Vize und Leiter der sportlichen N-Abteilung gibt freimütig zu, dass er „nicht derjenige ist, der Elektroautos wirklich mag. Ich habe immer den Geruch und den Klang und all diese Arten von Rennwagen gemocht.“ Im Gegensatz dazu sieht sein Kollege Tyrone Johnson, Geschäftsführer des Europäischen Technikzentrums in Deutschland, die Dinge anders:

„Ich verstehe die Idee nicht, dass Performance-Autos aussterben. Wenn man schnell fahren will, gibt es nichts Besseres als ein Elektrofahrzeug. Ich verstehe die Nostalgie nicht.“ Er fügte hinzu, dass die meisten Benzinautos „meilenweit entfernt – eine Enttäuschung“ im Vergleich zum 5 N seien und dass „niemand mehr manuelle Getriebe möchte.“

Am Ende wird es auf einen Kompromiss mit Hybriden hinauslaufen. Joon sagt, es wird noch eine Weile dauern, bis elektrifizierte Hot Hatchbacks die Straßen erobern, aber es sei machbar. Die Wahrscheinlichkeit, einen aufgeladenen 2,0-Liter-Benzinmotor unter der Haube zu sehen, ist aber gering. Insbesondere in Europa, aufgrund der „aktuellen und zukünftigen Vorschriften.“ Der kleinere 1,6-Liter-Motor als Zentrum eines Hybridantriebs hat bessere Chancen, mit den strengen Gesetzgebungen ein Einklang gebracht werden zu können.

<p>Hyundai Veloster N (RIP)</p>

Hyundai Veloster N (RIP)

Unklar ist, ob diese elektrifizierten Performance-Autos ein manuelles Getriebe behalten können, aber wir sind skeptisch. 

Oberhalb des Kompaktsportler-Bereichs wurde bereits ein Elantra N (auch bekannt als Avante N in Südkorea) mit einem größeren Verbrennungsmotor bestätigt, allerdings gab es dieses Modell schon bisher nicht in Europa und das wird auch so bleiben. Einen neuen Kona N werden wir ebenfalls nicht mehr sehen, weder mit Benzinmotor noch als vollelektrisches Modell.

Während der Fokus offensichtlich auf performanten E-Sportlern wie dem Ioniq 5 N und dem neuen Ioniq 6 N liegt, versichert Joon Traditionalisten, dass „wir uns nicht nur auf EVs beschränken.“ Die Zukunft mag größtenteils sportlichen Autos ohne Verbrennungsmotor gehören, aber der Verbrenner wird noch eine Weile überleben.