BMW X7 (2028): Zweite Generation des XL-SUV erstmals gesichtet
Das größte X wird wohl noch größer. Behält es den V8?
Etwa einen Monat, nachdem BMW offiziell eine zweite Generation des X7 bestätigt hat, feiert das Full-Size-SUV nun sein Debüt auf den ersten Erlkönigfotos. Obwohl der Prototyp noch stark getarnt ist, stechen bereits einige interessante Details ins Auge.
So sehen wir etwa eine Vierrohr-Abgasanlage, die stark auf ein M Performance-Modell hindeutet. Einen vollwertigen X7 M wird es aber auch künftig nicht geben.
Wenn man sich das Seitenprofil des Prototypen ansieht, wirkt es so, als ob die nächste Generation tatsächlich noch größer wird. Das hintere Seitenfenster erscheint größer als bisher. Ein bisschen Luft nach oben ist ohnehin noch. Der aktuelle X7 (Baureihe G07) ist 5,15 Meter lang, der Hauptkonkurrent Mercedes GLS über 5,20 Meter.
Die Türgriffe befinden sich nicht an den gewohnten Stellen, denn der neue X7 übernimmt die kleinen Flügelchen an der Gürtellinie, die bereits beim kommenden X5 zu sehen sind. Dieses minimalistische Design wurde erstmals beim Vision Neue Klasse X und beim Skytop auf M8-Basis eingesetzt.
Sehr interessant ist auch der Blick auf die Front des kommenden SUV-Flaggschiffs. Waren zuletzt so gut wie alle BMW-Erlkönige mit der Neue Klasse-Front unterwegs (wie hier das 5er-Facelift), scheint das hier ganz und gar nicht der Fall zu sein.
BMW X7 (2028) Erlkönig (Bilder: Automedia)
BMW X7 (2028) Erlkönig (Bilder: Automedia)
Stattdessen sieht es eher so aus, als würde der neue X7 die ungewöhnliche, geteilte Scheinwerfer-Anordnung beibehalten, die bei der Modellpflege des G07 im Jahr 2022 eingeführt wurde. BMW könnte allerdings bewusst falsche Fährten legen. Die gezeigten Scheinwerfer sind offensichtlich provisorisch.
Am Heck sehen die Rückleuchten recht einfach aus – vermutlich, weil sie ebenfalls nur vorläufig sind. Es ist davon auszugehen, dass die Serienleuchten bis in die Heckklappe hineinreichen werden, die wohl weiterhin als zweigeteilte Klappe ausgeführt ist. Blaue Bremssättel und 22-Zoll-Räder mit Continental-Reifen deuten ebenfalls auf ein M Performance-Modell hin.
Die Frage ist ob selbiges wie bisher einen Achtzylinder unter der Haube hat. Der neue S68-Motor treibt bereits den aktuellen X7 M60i an, sodass der Nachfolger wohl ebenfalls auf den mild-hybridisierten 4,4-Liter-Twin-Turbo-V8 setzen wird. Dieser leistet derzeit 523 PS im M60i und satte 621 PS im Alpina XB7.
Zumindest in den USA dürfte es also beim V8 bleiben, in Europa könnte es jedoch anders aussehen. Strengere Emissionsvorgaben der EU könnten BMW dazu zwingen, das luxuriösen Familien-SUV dort nur mit Sechszylindermotoren anzubieten. Nach unseren Informationen hat man sich in München bereits gegen eine Plug-in-Hybrid-Version entschieden – wie schon beim aktuellen Modell. Wer in Europa Wert auf Effizienz legt, kann sich aber wohl weiterhin auf einen Sechszylinder-Diesel im X7 40d xDrive freuen.
Bildergalerie: BMW X7 (2028) Erlkönig (Bilder: Automedia)
Unsere Fotografen konnten noch keinen genauen Blick ins Innere des neuen X7 (Codename: G67) werfen. Allerdings ist das iDrive 8.5-System nicht mehr vorhanden – es gibt kein aus dem Armaturenbrett herausragendes Doppeldisplay mehr. Stattdessen wird die Neuauflage auf das neue iDrive X setzen, das ein zentrales, vermutlich 17,9 Zoll großes Display beinhaltet.
Zudem wird BMW das traditionelle digitale Kombiinstrument durch „Panoramic Vision“ ersetzen – ein Projektionssystem am unteren Rand der Windschutzscheibe mit drei fixen Kacheln vor dem Fahrer und sechs individuell anpassbaren Abschnitten auf der rechten Seite.
Außerdem arbeiten die Bayern an einem neuen 3D-Head-up-Display, das logischerweise auch im größten SUV der Marke zum Einsatz kommen dürfte. Was man im X7 der zweiten Generation aber nicht mehr finden wird, ist der klassische Dreh-Drück-Steller des iDrive – dieser verschwindet mit der Einführung von iDrive X vollständig. Ob das so gut ist, wird sich zeigen.
Die Serienproduktion des „G67“ soll im August 2027 im Werk Spartanburg (South Carolina, USA) starten. Womöglich rollen die ersten X7 dann noch 2027 zu den deutschen Händlern. Eine vollelektrische iX7-Version auf Basis derselben CLAR-Plattform ist ebenfalls in Planung – sie wird die nächste Batteriegeneration und Antriebstechnik nutzen, die ihr Debüt in der Neuen Klasse (iX3 und i3-Limousine) feiern werden.
Quelle: Automedia
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