Suzuki eVitara (2025): Erstes E-Auto der Marke im Test
Kompaktes Elektro-SUV mit Front- und Allradantrieb, bis zu 428 km Reichweite und 90 kW Ladeleistung im ersten Check
Suzuki betritt mit dem eVitara Neuland und bringt sein erstes reines Elektroauto auf den Markt. Das SUV im B-Segment basiert auf der neuen, selbst entwickelten Plattform Heartect-e und teilt sich die Technik mit dem Toyota Urban Cruiser. Nach der Vorstellung als Studie eVX startet die Produktion bald, die Markteinführung in Deutschland ist für Herbst 2024 geplant. Mit rund 4,3 Metern Länge positioniert sich der eVitara gegen Konkurrenten wie den Smart #1 oder den Kia EV3.
Antrieb, Batterie und Reichweite
Zum Marktstart werden drei Antriebsvarianten angeboten. Die Basis bildet ein Fronttriebler mit 108 kW (147 PS) Leistung und einem 49 kWh großen Akku, der für 345 bis 346 Kilometer WLTP-Reichweite sorgt. Darüber rangiert eine stärkere Frontantriebsversion mit 128 kW (174 PS) und einer 61-kWh-Batterie, die bis zu 428 Kilometer ermöglichen soll. Das Topmodell kombiniert den 128-kW-Motor an der Vorderachse mit einer zusätzlichen E-Maschine hinten für einen permanenten Allradantrieb mit 135 kW (184 PS) Systemleistung und 396 bis 412 km Reichweite (61-kWh-Akku).
Bei den Batterien setzt Suzuki auf die Blade-Technologie von BYD (LFP-Zellen, Cell-to-Pack). Unabhängig von der Batteriegröße liegt die maximale DC-Ladeleistung bei eher bescheidenen 90 kW. Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent soll bei beiden Akkuvarianten rund 45 Minuten dauern. Für das AC-Laden ist serienmäßig ein 11-kW-Bordlader verbaut. Eine Wärmepumpe ist immer an Bord, die Vorkonditionierung der Batterie muss jedoch manuell aktiviert werden.
Fahreindrücke und Platzangebot
Erste Testfahrten auf abgesperrtem Gelände zeigen: Die Leistung der Antriebe ist für den Alltag ausreichend, wobei der Allradler dank mehr Drehmoment spürbar kräftiger wirkt. Das Fahrwerk sorgt für merkliche Karosseriebewegungen in Kurven und auch beim Bremsen und Beschleunigen. Die Geräuschdämmung könnte besser sein. Im Innenraum fallen die zahlreichen physischen Tasten auf. Hinten bietet der eVitara klassenübliche Platzverhältnisse und eine verschiebbare Rückbank.
Fazit
Der Suzuki eVitara markiert den Einstieg der Marke in die Elektromobilität mit einem optisch eigenständigen Kompakt-SUV. Positiv fallen der optionale Allradantrieb und das Design auf. Die Antriebe bieten ausreichende Fahrleistungen. Kritisch anzumerken sind jedoch die unterdurchschnittliche DC-Ladeleistung von maximal 90 kW, die lange Ladedauer von 45 Minuten und die schlechte Geräuschdämmung. Damit eignet sich der eVitara primär für kürzere Strecken und den urbanen Raum.
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